Meine Tage hier im Cliffbase
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| Guten Morgen :) |
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| Der Weinkeller von Miro |
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| Via Ferrata Mirko |
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| Sonnenuntergang :) |
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| Guten Morgen :) |
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| Der Weinkeller von Miro |
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| Via Ferrata Mirko |
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| Sonnenuntergang :) |
Sveta Nedjelja, Hvar, Kroatien
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| Hier werde ich die nächsten 2,5 Wochen wohnen :) |
Das Daumen drücken hat sich auf alle Fälle ausgezahlt. Um 14:30 Uhr bin ich dann gestern bei Sturm und Regen mit der Fähre auf die Insel Hvar gefahren. Der Wind war dermaßen stark, dass mein Regenschirm in weniger als einer Minute komplett kaputt und verbogen war. Klatschnass saß ich dann etwa zwei Stunden lang auf der Fähre. Das Ticket kostete 43 Kuna (= 5,70€). Ich kam in der Stadt Stari Grad an. Miro - mein Workaway Gastgeber - meinte, ich sollte mir im Supermarkt noch Notwendiges kaufen, da es in dem Dörfchen, wo ich die nächsten 2,5 Wochen sein werde, keine Einkaufsmöglichkeiten gäbe. Ich schlenderte durch die Supermarktregale als plötzlich ein Typ etwa Mitte fünfzig mit ziemlich verdeckten und löchrigen Kleidern vor mir stand. Es dauerte eine Weile bis mir klar wurde, dass es sich hier um Miro handelte *lach*. Es stellte sich aber heraus, dass er ein super lieber Kerl ist. Er ist Slowake und lebt seit über zwanzig Jahren auf der Insel. In dieser Zeit hat er hier einiges aufgebaut: ein tolles Hostel mitten in den Klippen, einige Ferienaparmtens, er stellt selber Wein und Olivenöl her und hat einen Klettersteig und eine ganze Menge an Kletterrouten rund um sein Hostel in die Klippen gebaut.
Aufgrund des schlechten Wetters konnte er mich gestern nicht mehr in das Hostel bringen, in dem ich wohnen werde, da dort nur ein Wanderweg hinführt. Er ließ mich deshalb in einem seiner Ferienapartments in Sveta Nedjelja schlafen. Vorher zeigte er mir aber noch seinen Weinkeller und es gab obendrauf noch eine ordentliche Weinverkostung. So lässt sichs auf alle Fälle leben.
Ich habe hervorragend geschlafen und startete gleich voll motiviert eine kleine Morgenwanderung. Das Wetter hatte mittlerweile umgeschlagen und die Sonne strahlte vom Himmel. Die langen Hosen hätte es heute jedenfalls nicht gebraucht. Bei meiner Erkundungstour entdeckte ich die Ruinen einer Kirche, welche in eine Höhle gebaut ist.
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| Blick auf das Dorf Sveta Nedjelja |
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| Das Cliffbase Hostel gebaut in die Klippen und darunter eine wunderschöne Badebucht. Dahinter gibt es unzählige Kletterrouten. |
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| Die Küche des Hostels |
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| Mein erster Sonnenuntergang hier :) |
Gute Nacht!
Eure Michi :)
Split, Kroatien
Ich hatte ein Riesenglück, der Bus ist am Donnerstag tatsächlich noch gekommen. Und auch diesmal wieder überpünktlich - etwa fünf Minuten vor der mir mitgeteilten Abfahrtszeit sind wir schon wieder losgefahren. Dafür hat sich die Busfahrt dann ins Unendliche gezogen. Laut Google Maps würde eine Autofahrt nach Split knapp dreieinhalb Stunden dauern. Wir waren über sechs Stunden unterwegs. Grund dafür war wohl, dass wir nicht die schnellste Route genommen haben und dafür in jedem Kaff hielten. Der Bus war dafür super gemütlich und es war für ausreichend Klopausen gesorgt ;) Zudem waren nicht einmal die Hälfte der Sitze besetzt.
Um kurz nach 20 Uhr kam ich dann in Split an. Es war schon stockdunkel aber noch angenehm warm. Diesmal hatte ich mit Couchsurfing Gastgebern leider kein Glück. Es war schon in Zagreb schwierig jemanden zu finden, aber hier in Split habe ich bestimmt zehn Anfragen verschickt und keiner hat geantwortet. Kann auch sein, dass es in Europa generell schwerer ist als in Afrika oder Lateinamerika. War aber auch nicht weiter schlimm, denn ich buchte dann ein hübsches kleines Appartment. Dieses zu finden gestaltete sich etwas schwieriger in den engen, verwinkelten Gassen der Stadt. Im Endeffekt habe ich mich dann komplett verirrt und die äußerst liebe Gastgeberin ist mich abholen gekommen.
Plitvicer Seen, Kroatien
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| Nationalpark Plitvicer Seen |
Nachdem ich auf Ivan's Sofa erstaunlich gut geschlafen habe, machte ich mich dann am Dienstag Morgen auf zum Busbahnhof. Um 10:30 Uhr sollte ein Bus zu den Plitvicer Seen fahren, bzw genauer gesagt in das Dörfchen Jezerce, in dem ich meine Unterkunft gebucht habe. Es liegt etwa 40 Gehminuten vom Nationalpark entfernt.
Am Busbahnhof lief alles reibungslos und ich konnte problemlos das Busticket kaufen, welches 110 Kuna (ca 14,50 €) kostete. Für das Gepäck werden zusätzlich mit 7 Kuna (ca 0,93 €) verlangt. Der Bus fuhr überpünklich los und die Fahrt dauerte gut zwei Stunden. Der Busfahrer war äußerst aufmerksam und fragte in gebrochenem Englisch mehrmals nach, an welcher Haltestelle er mich genau rauslassen müsse.
Das kleine Dörfchen Jezerce besteht nur aus ein paar Häusern. Die Gastgeberin meiner Unterkunft ist super lieb und machte sich vor allem Sorgen darüber, ob ich denn eh etwas zu essen dabei hätte, weil am Dienstag ja ein Feiertag - Allerheiligen - war, und somit wirklich alles in der Umgebung geschlossen hatte. Daran habe ich gar nicht gedacht, aber wie es der Zufall so will habe ich mir dermassen viel Wegzehrung eingepackt, dass das locker für den ganzen Tag reichte. Mein Zimmer kostete umgerechnet 26€ die Nacht, das war auch das günstigste, welches ich in der Gegend hier finden konnte. Es gibt eine kleine Küche, in der man kochen kann und zu meiner Freude einen riesigen Balkon. Für diese Jahreszeit war es ungewöhnlich warm, es hatte ganze 24 Grad. Ich gönnte mir erstmal einen Kaffee und ließ mir die Sonne ins Gesicht scheinen. Da es erst früher Nachmittag war, erkundete ich dann noch ein wenig die Umgebung.
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| Passend zu Allerheiligen fand ich sogar einen Friedhof |
Am Mittwoch Morgen startete ich bereits um 7:30 Uhr in Richtung Nationalpark. Vorher deckte ich mich im Supermarkt des kleinen Dörfchens Mukinje noch mit allerhand Wegzehrung ein. Immerhin hatte ich vor den ganzen Tag im Park zu verbringen.
Der Nationalpark Plitvicer Seen ist übrigens der größte und älteste Nationalpark Kroatiens. Er ist für seine 16 kaskadenförmig angeordneten Seen bekannt, die durch Wasserfälle miteinander verbunden sind und sich in eine Kalksteinschlucht hinein erstrecken.
Der Park hat zwei Eingänge, wobei Eingang 1 der überlaufenere ist. Von meiner Unterkunft aus, war zum Glück der Eingang 2 näher. Ich bezahlte 80 Kuna (ca 10,60 €) Eintritt. Die wunderschöne Landschaft erstrahlte in den schönsten Herbstfarben. Ich konnte es kaum glauben, dass ich fast auf fast keine anderen Leute traf. Von vielen Seiten habe ich nämlich schon gehört wie furchtbar überlaufen dieser Nationalpark sein sollte. Es gibt wohl keine bessere Jahreszeit diesen Park zu besuchen als den Spätherbst: der Eintrittspreis sinkt nämlich ab 1.11. beträchtlich, es sind nur noch sehr wenige Menschen unterwegs und zudem ist die Herbstlandschaft super eindrücklich.
Es gibt verschiedene Routen im Park. Ich entschied mich für die längste - die "Route K", welche etwa 18 km lang ist. Im Endeffekt bin ich so gut wie alle nur existierenden Wege abgegangen - und noch ein paar inoffizielle obendrauf. Als ich an einigen Stellen auf die Hauptroute kam, war da schon um Einiges mehr los, aber abseits davon konnte man absolute Ruhe genießeh. Auf der Hauptroute gibt es auch kleine Minifähren und Busse, die man mit dem Eintrittsticket kostenlos benutzen kann.
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| Route K |
Ich bin insgesamt an dem Tag über 32 Kilometer und knapp 600 Höhenmeter gewandert. Am meisten bereute ich es, dass ich keinen Bikini mitgenommen hatte, denn das glasklare Wasser verführt wirklich zum Hineinspringen - vor allem bei diesen sommerlichen Temperaturen. Vermutlich ist das Baden zwar nicht erlaubt, aber da ich teilweise wirklich an versteckte Stellen kam, hätte ich es bestimmt wagen können.
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| Zum Schluss bin ich dann sogar noch mit einer Mini-Fähre gefahren |
Neben der wunderschönen Wanderung war es gestern zudem noch mein Ziel herauszufinden wo ich ein Busticket für mein nächstes Ziel Split finden konnte. Die Informationen im Internet waren nicht sonderlich vertrauenswürdig. Auf einigen Webseiten stand, dass im November gar keine Busse dorthin fahren, auf anderen fand ich einen einzigen Bus mit etwas ungünstigen Zeiten. In der Hochsaison fahren scheinbar über sechs Busse täglich diese Strecke. Ich erkundigte mich also an den Info-Schaltern am Eingang des Nationalparks. Doch leider konnte mir absolut keiner eine Auskunft geben. Letztendlich bin ich das Risiko eingegangen und habe einfach ein Ticket online gebucht. Nun kann ich nur ganz stark hoffen, dass dieser Bus heute auch kommt.
... das hoffe ich zumindest. So ganz vertraue ich dieser Online-Buchung nämlich immer noch nicht. Der Bus sollte um 13:50 Uhr den Eingang 1 des Nationalparks passieren. Meine liebe Gastgeberin in Jezerce hat mir erlaubt bis dahin noch in meinem Zimmer bleiben zu können.
Nun werde ich noch ein bisschen die Sonne auf meiner Terrasse genießen.
Also dann, ich melde mich wieder sobald ich in Split bin
Eure Michi :)
Zagreb, Kroatien
Es ist einfach unglaublich wie schnell die Zeit vergeht. Tatsächlich habe ich seit meiner letzten Reise nach Kenia schon wieder über ein halbes Jahr gearbeitet. Das heißt es ist wieder Zeit zu reisen ;) Diesmal werden es "nur" drei Monate sein, anstatt der ansonsten üblichen fünf.
Ich habe beschlossen dieses Mal in Europa zu bleiben. Meine hauptsächlichen Reiseziele werden Kroatien, Griechenland und Schweden sein. In jedem dieser Länder werde ich 2-3 Wochen einen Workaway Job machen. Das soll heißen, dass ich gegen ein paar Stunden Arbeit am Tag Kost und Logis kostenlos gestellt bekomme.
Nachdem ich nun eine Woche bei meiner Familie in Österreich verbracht habe, machte ich mich heute mit dem Zug auf den Weg nach Zagreb. Dort werde ich eine Nacht bei meinem Couchsurfing Gastgeber Ivan - ich glaube ich Kroatien heißen so gut wie alle Männer so - verbringen. Morgen sollte es dann weitergehen zu den Plitvicer Seen. Touristenattraktionen sind ja eigentlich gar nicht mein Ding, aber ich habe die große Hoffnung, dass dieser eigentlich wunderschöne Nationalpark in der Nebensaison nicht so überlaufen ist wie sonst.
Zu meinem Glück war der Zug von Villach nach Zagreb fast leer. An gefühlt jeder zweiten Haltestelle kam ein neuer Schaffner um die Fahrkarten zu kontrollieren. Als Schwarzfahrer hätte man es hier also nicht besonders leicht. Die Zugstrecke war super schön, vor allem der Teil, der durch Slowenien führt. An der kroatischen Grenze kam dann eine Horde an Polizisten in den Zug die genauestens alle Ausweise kontrollierten.
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| Am Weg nach Zagreb in einem halb leeren Zug |
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| Im Zug habe ich meinen ersten Kuna gefunden - mein Glückskuna :) |
Um kurz nach 17 Uhr kam ich dann pünktlich in Zagreb an. Aufgrund der gestrigen Zeitumstellung war es schon ziemlich dunkel. Zuallererst suchte ich mir einen Bankomaten, um ein paar Kuna abzuheben. Ivan schickte mir seine Wohnadresse. Laut Landkarte sollten es etwa 45 Minuten zu Fuß dorthin sein. Nach der langen Zugfahrt war der Spaziergang eine Wohltat, obwohl ich wirklich so gut wie gar nichts von der Gegend sah. Erschwerend zur Dunkelheit kam nämlich noch dichter Nebel hinzu.
Problemlos konnte ich die Wohnung von Ivan finden. Er empfing mich super nett in seinem Zuhause und servierte mir selbstgemachte kroatischer Wurst von seinen Eltern. Während Ivan nun noch auf eine Helloween-Party gehen wird, werde ich mein Schlafgemach für diese Nacht hüten: ein super gemütliches Sofa.
Ihr werdet wieder von mir hören sobald ich bei den Plitvicer Seen angekommen bin.
Gute Nacht!
Eure Michi :)