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Sonntag, 20. November 2016

Guatapé und Piedra del Peñol

By On November 20, 2016

Das bunte Örtchen Guatapé

Der heutige Tag startete bewölkt und mit Regen. Als ich die Terrasse frühmorgens betrat um dem heiteren Vogelgezwitscher zu lauschen, konnte ich die buntesten tropischen Vögelchen entdecken. Später wurde uns ein leckeren Papaya-Bananen-Fruchtsalat Frühstück serviert. Als wir dieses vertilgt hatten, startete unsere Erkundungstour. Zuerst wanderten wir von unserer Unterkunft in das Dörfchen Guatapé. Die kunstvoll geschmückten Fassaden und Fenster und die bunt bemalten Häuser sind wirklich sehenswert. Ich habe mittlerweile ja schon viele nette Dörfchen gesehen, aber ich traue mir zu behaupten, das Guatapé wirklich das bunteste, das ich  bis jetzt gesehen habe, ist.

Der imposante Felsen "Piedra del Peñol"

Danach machten wir uns auf zum bekannten 200m hohen Felsen "Piedra del Peñol". Diesen Felsen, der majestätisch über der Seenlandschaft thront, kann man über 650 Stufen besteigen. Zuerst einmal wanderten wir von Guatapé dorthin, was zirka eine dreiviertel Stunde dauerte. Der Eintritt ist mit 15.000 COP beträchtlich, aber es zahlte sich trotzdem aus. Der Ausblick auf die Seenlandschaft mit seinen zahlreichen Inseln, wenn man erst einmal die Spitze erreicht hat, ist atemberaubend. Wir gönnten uns ein Mango-Michelada um auf Papa´s Geburtstag anzustoßen und machten uns auf den Rückweg. Wir schlenderten am Nachmittag noch durch Guatapé und bewunderten die bunten und mit Blumen geschmückten Bauwerke. Lustigerweise laufen hier auch Pferde ohne Besitzer die Straße entlang, ohne dass sich jemand darüber wundert. Was haben wir doch darüber gelacht, als plötzlich dieser Gaul an uns vorbei galoppierte, als wir beim Abendessen saßen. Auch zahlreiche Hühner laufen auf der Straße und am Straßenrand umher.

Pferde auf der Straße, über die sich niemand wundert

der Pool unserer Unterkunft

unglaublich bunte Pflanzenwelt

das bunte Örtchen Guatapé




das heutige Mittagessen :)

Blick auf den Piedra del Peñol

Piedra del Peñol

die wunderschöne Seenlandschaft



der Piedra del Peñol ist bewachsten mit Pflanzen

Juhuu geschafft - Mama auf der Spitze des Piedra del Peñol





die bunten Gassen von Guatapé





verrückte Hühner in den Bäumen

Samstag, 19. November 2016

Auf nach Guatapé

By On November 19, 2016

Bus fahren, Bus fahren und nochmals Bus fahren

Nachdem wir gestern einen gemütlichen Tag ohne viel Action genossen, stand der heutige Tag wieder vollkommen im Sinne des Busfahrens. Um 8 Uhr ging bereits unser Kleinbus von Salento nach Medellín (43.000 COP/ Person). Die Busfahrt sollte sieben Stunden dauern - und siehe da diesmal stimmte diese Zeitangabe sogar. Leider kamen wir am Busbahnhof Süd an, der Bus nach Guatapé fährt aber Nord ab. 

Nachdem wir uns mit einem Subway Sandwich gestärkt hatten, ging es also mit dem Taxi zum Busbahnhof Nord. Dort hatten wir Riesenglück, denn es fuhr sogleich ein Bus in unsere Richtung ab. Es folgten weitere zwei Stunden Busfahrt. Doch die Gegend entschädigte für vieles, es ging vorbei an saftig grünen Hügeln mit Kaffee- und Bananenplantagen. Als wir uns dem See "Embalse Guatapé" näherten, wurde die Landschaft immer faszinierender. Der Stausee ist durchzogen mit unendlich vielen kleinen Inseln und das Ufer ist zerklüftet. Ich habe selten so eine schöne Landschaft gesehen. 

Leider ist es heute schon dunkel, aber morgen folgt auf alle Fälle eine Erkundungstour. Die Unterkunft, in der wir wohnen ist nagelneu, sie existiert erst seit wenigen Wochen. Der Weg dorthin  gestaltete sich dementsprechend schwierig, da weder der Tuk Tuk Fahrer noch sonst jemand wusste wo dieses sei. Letztendlich fanden wir die niedliche Unterkunft mit Jacuzzi im Garten aber doch noch. Lustigerweise waren im Hostel derzeit bloß zwei Freiwilligenarbeiter vor Ort und nicht einmal diese wussten wie das Hostel heißt, was anfangs für weitere Verwirrnisse sorgte. Doch die Unterkunft ist eindeutig ein Glückstreffer,  sie liegt etwas außerhalb des Ortes leicht erhaben auf einem Hügel mit wunderschönem Ausblick. Derzeit sind wir fast die einzigen Gäste, blo´ß ein weiteres Pärchen ist dort. 

Donnerstag, 17. November 2016

Valle de Cocora - im Tal der Wachspalmen

By On November 17, 2016
Auf ein zweites Mal ging es für mich heute in die "Valle de Cocora" - das Tal der Wachspalmen. Das breite grüne Tal ist von zackigen Berggipfeln und saftig grünen Hügeln umrundet. Überall sind Wachspalmen mit einer Höhe bis zu 60m zu sehen, welches die größte Palmenart der Welt ist. Wir machten uns nach einem Frühstück auf der Terrasse unseres Hostels in der angenehmen Morgensonne auf zum Hauptplatz von Salento. Von dort fahren Jeeps (für 3.600 COP) in das Tal Cocora. Wir hatten Glück, denn sogleich nach unserer Ankunkt fuhr einer los. Es ging ca 45 Minuten durch eine traumhafte Gegend bis wir an unserem Ziel ankamen. Von dort aus starteten wir unsere Wanderung. Wir versuchten diesmal einen anderen Weg, als den, den ich damals mit Anki ging. Wir trafen noch auf eine Argentinierin namens Lorena und einen Holländer namens Erick. Auch die beiden hatten keinen Schimmer wo der Weg hinführen sollte. Als wir ein paar Einheimischen begegneten, versicherte uns diese, dass wir, wenn wir diesen Weg so 3 Stunden folgen würden, wieder in das Tal Cocora kommen würden. Es ging einen steilen, matschigen Dschungelpfad bergauf. Die Pflanzenwelt war einfach atemberaubend. Außerdem konnten wir die buntesten Vögel - unter anderem Kolibris in den schönsten Farben -beobachten. Lorena und Erick schienen bereits ziemlich am Ende mit ihrer Kraft zu sein. Da merkt man wieder, dass wir Österreicher die Berge gewohnt sind. Erick schien generell nicht so aufs Wandern eingestellt gewesen zu sein, er hatte weder Jause noch Wasser dabei. Die ganze Runde gestaltete sich länger als erwartet - ganze 6 Stunden waren wir unterwegs. Irendwann kamen wir an eine Kolibri-Farm. Dort wurde uns leckere heiße Schokolade serviert, die richtig gut tat, da es kurz vor unserer Ankunft zu regnen begann. Doch der Regen wurde keineswegs weniger, ganz im Gegenteil - es begann richtig zu schütten. Irgendwann bemerkten wir, dass ein Warten auf ein Ende keinen Sinn hatte und wir beschlossen uns auf den Rückweg zu machen. Mami und ich hatten schlauerweise einen Regenschutz dabei. Der arme Erick war schon nach wenigen Minuten völlig durchnässt, auch Lorena sah nicht besser aus. Der Weg war zuerst extrem matschig, später verwandelte er sich in einen reißenden Fluss. Da wir sowieso schon in unseren Schuhen schwammen, war uns das irgendwann auch schon egal. Ungefähr zwei Stunden lang wanderten wir durch den strömenden Regen und träumten von einer heißen Dusche. Diese gönnten wir uns auch sogleich als wir zurück im Hostel ankamen. Später ging es für Mami und mich in ein gutes Restaurant und wir bestellten uns ein richtig leckeres, wohlverdientes Abendessen.

Buenas Noches :)

Ausblick von unserem Balkon

die bunten Häuschen von Salento

Saftig grüne Hügel von den riesigen Wachspalmen durchsät










Kolibris werden mit Zuckerwasser angelockt


ein richtiger "Sauweg"

gefährliche Flussüberquerungen


die Palmen in mystischen Nebel eingehüllt





Mittwoch, 16. November 2016

Salento - zum zweiten Mal

By On November 16, 2016
Oh ja, es geht schon wieder nach Salento, um auch Mami von der Schönheit der Gegend dort überzeugen zu können. Um 9:30 Uhr ging es vom Busbahnhof in Bogotá los. Sieben Stunden sollte die Fahrt nach Armenia, wo wir dann umsteigen müssen, dauern. Da bin ich einmal gespannt. Letztes Mal dauerte die Fahrt über 12 Stunden, da es wohl irgendwo einen Unfall gab. Natürlich verlief die Fahrt auch diesmal nicht ohne Zwischenfälle. Kurz nach Bogotá kamen wir zum Stehen. Nachdem wir schon über eine Stunde an Ort und Stelle standen, wurde dann ein Reifen des Busses abmontiert - der Junge mit dem schmutzigen Krafthemd, der wohl der Mechaniker sein sollte, war so zwischen 12 und 14 Jahren. Kurze Zeit später hieß es dann wir sollten in einen anderen Bus wechseln. Dann ging es endlich weiter, aber weiterhin mit allerhand Zwischenfällen. Der stoppte unzählige Male aus unerfindlichen Gründen. Der Weg nach führt steile, kurvenreiche Straßen entlang, an denen sehr viele LKW'S entlangfahren, was das Fahrtempo natürlich dementsprechend verlangsamt. Irgendwo ging sogar eine Steinlawine ab, weshalb wir warten mussten bis diese weggeräumt waren. Ich hatte schon ernsthafte Bedenken ob wir es noch bis nach Salento schaffen werden. Doch wir hatten Glück und kamen um ca 19:30 Uhr in Armenia an. Der letzte Bus nach Salento sollte um 20 Uhr gehen. Das müsste sich ausgehen. Es stand uns eine weitere Stunde Busfahrt bevor. In Salento angekommen, war es bereits stockdunkel. Wir konnten aber schnell eine auf den ersten Blick recht annehmbare Unterkunft finden, nämlich das "Coffee Tree Boutique Hostel". 

... hier wurde am Busreifen herumgebastelt

die Werkstatt

Dienstag, 15. November 2016

Die Wasserfälle "La Chorrera" und "El Chiflón" in Choachí

By On November 15, 2016
Vielleicht könnt ihr euch erinnern, dass ich vor über einem Monat schon bei den Wasserfällen "La Chorrera" und "El Chiflón" in der Nähe des Örtchens Choachí war. Da ich sowohl die Wasserfälle als auch die Wanderung dorthin sehr beeindruckend fand, ging es mit Mami dort heute nochmals hin. Nach einem kurzen Frühstück bei Martin zu Hause - diesmal ohne Kaffee - machten wir uns auf die Suche nach dem Busbahnhof. Eine vage Erinnerung hatte ich ja noch wo sich dieser befinden sollte. Es lief alles wie am Schnürchen, wir konnten den geeigneten Bus sogleich finden. 7.000 COP kostet die Fahrt pro Person dorthin. Kurz vor dem Dörfchen Choachí mussten wir aussteigen. Von dort aus führt eine unasphaltierte Bergstraße in Richtung Wasserfälle. Es ist eine sehr schöne Wanderung, vorbei an kleinen Bauernhäuschen mit Hühnern, Kühen und Schweinen im Garten - zwei davon wurden sogar gerade auf der Terrasse geschlachtet, als wir vorbeikamen. Irgendwann kommt man dann der sozusagene Eingangsbereich zu den Wanderwegen, die zu den zwei Wasserfällen führen. Pro Person werden 12.000 COP verlangt. Zu meiner Verwunderung waren wir heute nicht die Einzigen hier. Es war wohl schon wieder irgendein Feiertag in Kolumbien. Weiter geht es nun einen schmalen, etwas matschigen Wanderfad. Die Natur verwandelt sich mehr und mehr von der Almlandschaft mit ihren grasenden Kühen in einen kleinen Dschungel mit einer üppigen Pflanzenwelt. Insgesamt dauert die Wanderung zu den Wasserfällen ca 2,5 Stunden und der Rückweg ebenso lange. Vor allem der "La Chorrera" Wasserfall ist sehr beeindruckend - ganze 590 Meter donnern die Wassermassen in die Tiefe, welche besonders jetzt in der Regenzeit beträchtlich sind. Leider hat die Regenzeit nicht nur Vorteile, am Rückweg begann es ordentlich zu schütten. Wir stellten uns bei einer lieben alten Mutti unter, die am Straßenrand selbstgemachten Käse und Joghurt verkaufte und wärmten uns dort mit einem Becher heißen Tee. Zurück in Martins Zuhause froren wir ordentlich, da es nun doch recht kalt war, vor allem in der dunklen Wohnung, wo eigentlich nie Sonne reinkommt. Um 20 Uhr lagen wir dann schon im warmen Bettchen, eingehüllt in jede Menge Decken.

im Hintergrund sieht man bereits den Wasserfall







Landjäger und selbstgebackenes Brot von der Oma - die beste Jause seit langem