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Dienstag, 12. April 2016

In Quepos bei Carlos

By On April 12, 2016
Nachdem mir Eduardo dringend empfohlen hat, den "Manuel Antonio National Park" noch zu besuchen, habe ich mir kurzerhand einen Gastgeber dort gesucht. Er heißt Carlos und wohnt in Quepos, ein Örtchen, das nur wenige Busminuten vom Nationalpark entfernt liegt. Ich verabschiedete mich heute Vormittag von Eduardo. Er war übrigens ein umwerfender Gastgeber und ich fühlte mich sehr wohl in seinem Dschungelhäuschen.

Weiter gings also mit dem Bus nach Quepos. Carlos holte mich dort vom Busbahnhof ab. Bereits nach ein paar Minuten konnte ich feststellen, dass er wohl einer dieser typischen lateinamerikanischen Machos ist und sehr von sich selbst überzeugt zu sein scheint. Ansonsten wirkt er aber ganz nett. Er hat eine kleine Wohnung in einer umwerfenden Nachbarschaft. Und wie soll es anders sein: Carlos ist natürlich Surflehrer. Wir machten uns am Nachmittag auf zum "Playa Espadilla", wo er mir seine Surfkünste vorführte. Ich erlebte einen weiteren wirklich traumhaften Sonnenuntergang am Meer. Der gesamte Horizont färbte sich feuerrot.  "Pura Vida", wie es die Costa Ricaner nennen. Das heißt soviel wie "das pure Leben", wird aber auch als Begrüßungsfloskel, zum Danke sagen und für vieles andere verwendet.

=> Video: Abendstimmung am Playa Espadilla 


Eduardos Häuschen

Eduardos Garten

an der Bushaltestelle von Uvita nach Quepos 


Spaziergang in Uvita

Playa Espadilla 


Montag, 11. April 2016

Strand-Hopping rund um Uvita

By On April 11, 2016
Eduardo wollte mir heute den "Manuel Antonio National Park" zeigen. Womit wir jedoch nicht gerechnet hatten war, dass am Sonntag viel los sein könnte. Eine elendslange Menschenschlange stand bereits vor dem Eingang. Wir beschlossen unsere Pläne zu ändern und machten stattdessen sogenanntes  Strandhopping. Wir besuchten den "Playa Manuel Antonio",  "Playa Dominical" und einen weiteren namenlosen. Die Strände sind einfach traumhaft. Auf unserem Roadtrip der Küste entlang sahen wir auch allerhand Getier, wie beispielsweise rießige rote Papageien und weitere exotische farbenprächtige Vögel, einen toten Ameisenbären und Unmengen von kleinen orangen Krebsen, die gerade die Straße überquerten. Es knackte also nur so beim Fahren, da wir natürlich einen nach dem anderen überfuhren. Da konnte man noch so achtsam sein, es waren einfach zu viele um ihnen auszuweichen. 
=> Video: Sonnenuntergang Playa Dominical 

Den Abend ließen wir wieder vor Eduardos Häuschen  gemütlich ausklingen.


Rum-Kokos

Dschungelallee




traumhafter Sonnenuntergang



Samstag, 9. April 2016

Auf nach Uvita

By On April 09, 2016
Schluss ist es nun mit dem Stadtleben, heute geht es an die Pazifikküste nach Uvita. Ich hatte Riesenglück, denn ich suchte nach einem Gastgeber in Uvita und wurde auch fündig. Sein Name ist Eduardo. Zufälligerweise war er auch gerade in Alajuela, also konnte ich mit ihm nach Uvita fahren. Die Fahrt dahin war sehr beeindruckend. Wir kamen an einem Fluss vorbei, wo es nur so von Krokodilen wimmelte. Diese Tiere waren keineswegs klein, sondern richtig riesig - so um die 4 Meter lang. Das Klima veränderte sich auch etwas, Richtung Pazifikküste wurde es immer heißer und schwüler. Je weiter wir uns Uvita näherten, desto mehr fühlte ich mich wie im tiefsten Dschungel. Die buntesten Vögel gibt es hier zu sehen und die Pflanzenwelt ist atemberaubend. Eduardo wohnt etwas außerhalb von Uvita. Sein kleines Häuschen steht sozusagen mitten im Dschungel und noch dazu in Strandnähe. Traumhaft, sag ich euch. Wir gingen natürlich noch zum Strand und schwammen eine Runde im brühwarmen Meer. Im Moment relaxen wir vor dem Haus, genießen die Abendstimmung und kochen Meeresfrüchte in seiner Outdoor-Küche. Das einzig Unangenehme sind die Moskitos und das Krokodil, das wohl irgendwo in der Nähe seines Hauses das Unwesen treibt. Eduardo meinte es würde nun schon ein paar Tage hier rumgeistern, aber da der Dschungel doch recht dicht ist, kann man es nur schwer ausfindig machen.

Kurz noch zum gestrigen Tag: Freitags findet immer ein großer Markt in Alajuela statt. Menschen kommen von weit her um ihr selbst angebautes Obst und Gemüse dort zu verkaufen. An den meisten Ständen wurden Kostproben angeboten, was ich natürlich ausnutzte. Ich war sehr fasziniert davon, wieviele Obst- und Gemüsesorten es gibt, von denen ich noch nie gehört hatte wie beispielsweise Palmenherzen (Palmitos) oder eine Frucht, die man zuerst kochen muss und dann mit Mayonnaise serviert.

Obst- und Gemüsemarkt in Alajuela 
Krokodile auf dem Weg nach Uvita

wunderschöne Strände 


mein derzeitiges Zuhause bei Eduardo




Freitag, 8. April 2016

Ein Tag in Alajuela

By On April 08, 2016
Was ich noch nicht erwähnt hatte: Mir kommt ja fast vor, dass mir hier in Costa Rica mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird als in Afrika zwischen all den Schwarzen. Und das fast ausschließlich von den Männern hier. Als ich heute eine kleine Erkundungstour durch Alajuela startete, waren die neugierigen Blicke der Costa Ricaner nicht zu übersehen. Teilweise folgten auch Zurufe oder es wurde nachgepfiffen. Ich war aber keineswegs leicht bekleidet oder irgendwie aufgetakelt. Ist zwar ein wenig unangenehm das Ganze, aber man gewöhnt sich wohl an alles.

Auf dem lokalen Markt deckte ich mich mit allerlei exotischen Früchten ein, wie Guaven, Maracujas, extrem süßen Mangos usw.
Die Preise bringen mich weiterhin zum Staunen. Im Supermarkt sind die Lebensmittel teilweise doppelt so teuer als zu Hause.

Peligroso!!

Noch eine kleine Anekdote aus meiner abendlichen Laufeinheit (jawohl ich habe mich wieder einmal aufgerafft):

Nach Sonnenuntergang - der ist hier so um halb 6 - zwang ich mich in die Laufschuhe und rannte planlos drauf los. Es war schon stockfinster und ich lief irgendwelche menschenleere Gassen entlang. Ich machte mir nicht viele Gedanken über meine Sicherheit, da ich sowieso nichts dabei hatte, das wertvoll wäre. Somit wäre jeder Raubüberfall zwecklos. Plötzlich schreit mir eine etwas festere Dame von weitem zu. Ich ging also auf sie zu und hörte mir ihr unverständliches spanisches Geschreie an. Das einzige Wort, das ich aus ihrem Monolog entnehmen konnte war "peligroso" = gefährlich. Soviel zu meinen Spanischkenntnissen. Also entweder gibt es verdammt viele paranoide Menschen auf dieser Welt oder ich bewege mich teilweise wirklich leichtsinnig durch die Weltgeschichte. Ich bedankte mich noch herzlich auf spanisch bei ihr, für die wohlgemeinten Tipps und setzte meinen Lauf fort. Gefährlich war im Endeffekt nichts. Als ich die Geschichte später Felipe erzählte, meinte er bloß, dass es manche Menschen wohl mit ihrem Beschützerinstinkt übertreiben.


Mittwoch, 6. April 2016

Angekommen in Alajuela - Fahrt nach San José

By On April 06, 2016
Nun bin ich erst wenige Stunden in Costa Rica und ich habe bereits festgestellt: Ich liebe dieses Land!

Um 3:30 Uhr morgens laut der lokalen Uhrzeit  (man muss also minus 8 Stunden rechnen) kam ich heute in Costa Rica an. Mein Couchsurfing Gastgeber Felipe schickte mir seine Adresse im Voraus. Er meinte ich sollte einfach ein Taxi  vom Flughafen dorthin nehmen. Da hatte ich zwar ein wenig Schiss davor, weil die Taxifahrer in Zentralamerika recht berüchtigt sind für Diebstähle und Entführungen, aber mir blieb um diese Uhrzeit sowieso nicht anderes übrig. Als ich den Flughafen verließ umringte mich erstmals eine Horde Taxifahrer. Da ich keine Lust auf Diskussionen mit dieser Meute hatte - ich war einfach zu müde - wimmelte ich sie ab und ging einige Meter weiter. Da sprach mich ein netter älterer Herr an und begann mit mir zu plaudern. Es stellte sich heraus, dass auch er Taxifahrer war. Der Preis, den er mir vorschlug, war okay also willigte ich ein. Wir fuhren los. Plötzlich schien das Gefährt nicht mehr zu funktionieren und das genau in einer sehr dunklen Gasse. Oh nein, das ist doch genau die typische Situation. Das Taxi geht "zufällig" irgendwo im nirgendwo ein und dann wird man ausgeraubt. Ich malte mir bereits jegliche Horrorszenarien aus. Das Herz rutschte mir förmlich in die Hose. Der Fahrer schien recht nervös zu werden und begann am Auto herumzuschrauben. Er entschuldigte sich hunderte Male für diese Unannehmlichkeiten. Und siehe da, nach 15 Minuten fuhr das Ding wieder. Was war ich erleichtert. Der Start in einem neuen Kontinent wird mir wohl immer schwer gemacht, das war damals in Uganda schon so, als mich das Hostel einfach nicht wie vereinbart vom Flughafen abholte. 
Zuguterletzt brachte mich der Fahrer sicher zu Felipes Haus. Er wartete sogar noch mit mir bis mein Gastgeber persönlich vor mir stand.

Felipe scheint ein superlieber Kerl zu sein. Er wohnt mit seinem Lebensgefährten "Mike" zusammen. Ich machte noch ein kurzes Nickerchen, danach ging ich mit den zwei Jungs Mittagessen. Das Preisniveau scheint in Costa Rica ordentlich gesalzen zu sein. Ganze 8 Dollar kostete das Vergnügen, wobei wir in ein einfaches Restaurant gingen und auch nichts Außergewöhnliches aßen.

Nachmittags startete ich mein erstes Busabenteuer und machte mich auf in die Hauptstadt San José. Das Ganze gestaltete sich schwieriger als erwartet, da die Costa Ricaner schlechter englisch sprechen als die meisten Afrikaner. Das Gute ist aber, dass sie schönes spanisch sprechen und ich somit sogar teilweise ein paar Brocken verstehe.
In San José traf ich mich mit Nicholas aus den USA und wir erkundeten die Stadt ein wenig. Später werde ich mit Felipe und Mike noch etwas trinken gehen! 

Ich bin schon gespannt, was mich hier in Costa Rica noch für Abenteuer erwarten werden.

meine Gastgeber Mike und Felipe

Die Währung in Costa Rica heißt: Colones
1 Euro sind ca 600 Colones



Dienstag, 5. April 2016

Das Abenteuer geht weiter - Costa Rica ich komme!!

By On April 05, 2016
Die Zeit vergeht wie im Flug. Im Moment sitze ich am Flughafen in München. Flughäfen und Flugzeuge haben bei mir komischerweise immer eine große emotionale Wirkung. Da geht mir jedes Mal Einiges durch den Kopf. Das war schon so, als ich letzten September nach Uganda aufbrach. Ach, was sind da Tränenen geflossen. Dieses Gefühl meine Familie, Freunde und mein ganzes Leben so weit zurückzulassen stimmte mich sehr sentimental. Als ich dann von Südafrika zurückflog nach Österreich gings mir nicht besser. Ich wollte Afrika nicht einfach so den Rücken zukehren. Ich habe dort die schönsten Bekanntschaften gemacht und die aufregendsten Abenteuer erlebt.

Tja, und nun sitze ich im Flughafen München und mir geht wieder sehr viel durch den Kopf. Wenn ich an meine Freunde, meine Familie und an mein liebes Hündchen denke, stimmt mich dies doch ein wenig betrübt. Vor allem, da ich nicht die geringste Ahnung habe wann ich zurückkehren werde. ABER: Ich weiß jetzt schon, dass der zweite Teil meiner Reise mindestens so spannend und aufregend werden wird wie der erste Teil. Das Abenteuer geht weiter!

Ich werde von mir hören lassen wenn ich in Costa Rica angekommen bin!

Bis bald!