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Sonntag, 21. Februar 2016

Bettwanzen und Pinguine

By On Februar 21, 2016
Gestern Abend freute ich mich nur noch aufs Bettchen. Doch zu früh gefreut. Zuerst dachte ich, dass mich massenweise Moskitos stechen, doch ich konnte die Vieher einfach nicht sehen. Bis ich dann plötzlich herausfand, dass es sich um Bettwanzen handelte. Ich erzählte Jason davon, dieser ließ mich dann sogleich in einem anderen Zimmer schlafen. Kurz eingenickt, wachte ich wieder von einem Juckreiz am gesamten Körper auf. Das gibts doch nicht, waren diese Vieher hier auch noch. Ich siedelte um ins Wohnzimmer und versuchte auf der Couch zu schlafen, was dann leider nur bedingt möglich war.

Heute morgen meldete sich Patrick bei mir. Er hätte von seinem Couchsurfing Gastgeber das Auto bekommen und wir könnten auf Erkundungstour gehen. Da sagt man natürlich nicht nein. Wir machten uns auf zum "Boulders Beach", wo man anscheinend jede Menge Pinguine sehen könnte. Es war wirklich sehr eindrucksvoll diese Tiere hautnah in freier Wildbahn zu erleben und die Gegend ist einfach traumhaft. Später kam sogar noch Jason nach, er hatte nämlich zuvor noch den Kammerjäger im Haus, der nun wohl hoffentlich die Bettwanzen erledigt hat.
Ich muss wirklich gestehen, dass Kapstadt eine atemberaubende Stadt ist.

=> Video: Pinguine in Kapstadt














Samstag, 20. Februar 2016

ROUTE NAMIBIA

By On Februar 20, 2016



Reiseroute:
BOTSWANA - Windhoek - Walvisbay - SÜDAFRIKA

Reisezeitraum:
13.02. - 19.02. 2016


South Africa is calling!

By On Februar 20, 2016
Die 22-stündige Busfahrt war bei weitem nicht so schlimm wie befürchtet. Die Zeit verging wie im Flug und ich konnte im Bus sogar schlafen. Um 3Uhr morgens erreichten wir die Grenze zu Südafrika. Das Ganze zog sich etwas in die Länge. Wir konnten Kapstadt aber pünktlich erreichen. Der absolute Höhepunkt war, dass im Bus 3 Leute saßen, die ich bereits in Malawi kennengelernt habe, danach traf ich sie plötzlich in Lusaka irgendwo auf der Straße und dann saßen sie auch noch im selben Bus noch Kapstadt wie ich. Solche Zufälle sind mir immer wieder schleierhaft.
In Kapstadt angekommen, verabschiedete ich mich von Patrick und mein neuer Couchsurfing-Gastgeber "Jason" holte mich ab. Ein supernetter sportlicher Kerl mit einer absolut komfortablen Behausung. Ich erhielt mein eigenes Zimmer und schwebe wieder einmal in Luxus. Vorbei ist es mit dem Duschen mittels Schöpfverfahren, mit ewigen Stromausfällen und mit dem händischen Wäschen waschen. Na dann, Gute Nacht :)

Busfahrt von Namibia nach Südafrika 






19. Februar 2015

Die Fahrt mit dem Nachtzug war nicht sehr entspannend, dafür aber recht lustig. Es war eigentlich ein Güterzug mit jedoch einem Personenwaggon. Neben mir lag ein lautstark schnarchender Mann, ein scheinbar verwirrter Opa mit großem Mitteilungsbedürfnis und eine richtig abgedrehte Mami, die mitten in der Nacht mehrere völlig grundlose lautstarke Lachanfälle hatte. Patrick schlief in der Gepäckablage. Ich war so gut wie die ganze Nacht wach.
Nach ca 12 Stunden im Zug kamen wir am Morgen in Windhoek an. Ich kontaktierte wieder Le Roux, den Piloten, um bei ihm unterzukommen. Patrick und ich beschlossen dann aber recht spontan heute noch mit dem Bus nach Kapstadt in Südafrika zu fahren. Das wird eine richtig lange Fahrt von ca 22 Stunden. Der Bus fuhr um 17 Uhr in Windhoek ab und sollte morgen um 14 Uhr in Kapstadt ankommen. Wir besuchten in der Zwischenzeit Le Roux, welcher uns mit einem leckeren Frühstück überraschte.

Patrick, ich und Le Roux 

Donnerstag, 18. Februar 2016

Dune 7

By On Februar 18, 2016
Der Abend gestern in der Kneipe im sozusagenen Schwarzenviertel verlief recht lustig. Wir trafen einige Jungs vom Vortag wieder, die großen Spaß damit hatten, dass wir uns trotz Polizeiabführung am Tag zuvor, nochmals hierher wagten. Diesmal ließen wir aber sämtliche Wertsachen und Taschen zu Hause, somit war die Atmosphäre um einiges entspannter. Die Jungs führten uns noch in eine weitere lokale Kneipe und zeigten uns sogar ihre einfachen Behausungen. Wir hatten großen Spaß und die Einheimischen freuten sich unwahrscheinlich, dass wir als Weiße mit ihnen abhängen, da dies hier leider keine Selbstverständlichkeit ist.

Heute Vormittag buchten wir uns ein Zugticket zurück nach Windhoek. Immerhin verfolge ich schon lange das Ziel in Afrika Zug zu fahren. Leider fährt der Zug erst um 19:00 Uhr los, deshalb werden wir von der Gegend leider nicht viel sehen. Außerdem braucht das Ding ganze 12 Stunden nach Windhoek, der Bus hingegen nur 4,5 Stunden. Aber hauptsache Zugfahren.

Mittags machten wir uns auf den Weg zu den Dünen, genauer gesagt zur "Dune 7" (Düne 7). Es ist wirklich eindrucksvoll welch unterschiedliche Vegetationszonen es hier gibt. Plötzlich waren wir mitten in der Wüste. Unser Ziel war es eine Düne zu erklimmen. Wir scheiterten jedoch an der unglaublichen Hitze des Sandes. Aber immerhin schafften wir es ein kleines Stück. Die Schlussfolgerung daraus ist, dass man Dünen nicht in der Mittagshitze erklimmt, sondern besser am Morgen.









Mittwoch, 17. Februar 2016

Pelikane, Robben und Flamingos

By On Februar 17, 2016
Voll motiviert startete ich heute früh meine morgendliche Laufeinheit. An der Küste der Walvisbay tummelten sich hunderte Flamingos. Das war ein Schauspiel. Mittags starteten Patrick und ich eine Erkundungstour. Wir konnten erneut hunderte von Flamingos beobachten, weiter sahen wir Pelikane und sogar Robben in der Nähe des Hafens. Wir strahlten wie kleine Kinder beim Anblick dieser niedlichen Tiere. Wir setzten uns gemütlich auf einen Steg und beobachteten das Treiben. Plötzlich wurden wir nichtsahnend aus unserer Ruhe "geschissen". Hat uns doch glatt ein Pelikan seine volle Ladung herabgelassen. Ich hatte das Zeug in den Haaren, im Gesicht, am Rücken und auf den Beinen. Patrick sah auch nicht besser aus. Bevor wir die Schäden genauer betrachten konnten, brachen wir erstmals in herzhaftes Gelächter aus. Gott sei Dank war ein WC in der Nähe. So kanns einem gehen!

=> Video: Flamingos in Walvis-Bay

Für den späteren Nachmittag haben wir rebellierenderweise beschlossen, uns zurück ins Schwarzenviertel zu wagen. Mal sehn ob wir wieder heil heimkommen und vor allem ob es diesmal wieder in Polizeibegleitung sein wird.


Flamingos 



Pelikane

Robbe






Dienstag, 16. Februar 2016

Auf zur Walvis Bay - Polizeilicher Verweis aus dem Armenviertel

By On Februar 16, 2016
Am späten Vormittag brachen Patrick und ich auf zur "Walvis Bay" (Walfischbucht). Einen Großteil meines Gepäcks ließ ich bei Le Roux in der Wohnung, da wir wohl in ein paar Tagen wieder zurückkommen werden.
Die Minibusfahrt Richtung Walvis Bay war recht eindrucksvoll, wir durchquerten steppen- und wüstenähnliche Landschaften.

auf dem Weg nach Walvisbay 



Endlich angekommen in Walvis Bay. Patrick lechzte nach einem kalten Bier – typisch Patrick. Aber irgendwie wäre ich im Moment auch nicht abgeneigt. Als wir von unserem klapprigen Bus ausstiegen, deutete Patrick gleich auf die andere Straßenseite. Dort war eine kleine Kneipe, aus der am helllichten Tag lautstark Musik dröhnte. Ja, da gab es bestimmt Bier. Die Straße war staubig und schmutzig, und generell schienen wir hier in einem eher verwahrlostem Stadtteil angekommen zu sein, aber das störte uns nicht, denn in dem Punkt waren wir beide uns einig: Dort wo nie andere Touristen hinkommen ist es immer am spannendsten.

Wir betraten die Kneipe. Schien ganz schön voll zu sein hier. Eine Kellnerin und ein paar Typen, die – gelinde gesagt – schon ganz gut drauf waren. Wir bestellten ein Bier. Als die Kellnerin uns dies in einer 1l Flasche servierte, erfreute sich Patrick umso mehr. Billig war es zudem auch. Es dauerte nicht lange, da sprach uns die ersten Typen an. Sie schienen sehr sympathisch und gesellten sich gleich zu uns. Dabei erzählte sie uns, dass sie hier in der Bar noch nie eine weißhäutige Person gesehen hätten und dass sie sich unwahrscheinlich freuen würden, dass wir hier seien. Komisch, dabei gibt es hier in Walvis Bay meines Wissens nach viele weiße Einwohner. Der junge Mann erklärte uns, dass diese alle in den reicheren Stadtvierteln wohnen würden und hier eigentlich nie herkämen. Die Männer gaben gleich eine Runde für uns aus und wir verbrachten lustige Stunden mit ihnen.
Später sprach uns erneut ein Mann in der Bar an und auch er meinte, dass hier normalerweise nie Weiße herkommen und wir sollten gut aufpassen, denn es sei gefährlich hier. Das schien uns nicht Grund genug, den Ort zu verlassen, bis uns dann wahrhaftig die Polizei rausholte. Wir saßen gerade an einem Tisch vor der Kneipe, also ein Polizeiauto die Straße entlang fuhr. Dann stoppten sie doch glatt neben uns und winkten uns herbei. Kann es sein, dass sie uns meinten? Wir hatten doch gar nichts getan. Patrick ging zuerst auf sie zu. Sie diskutierten eine Weile. Dann rief Patrick auch mich. Auf Nachfrage, was denn hier los sei, erklärte mir der Polizeibeamte, dass dies die gefährlichste Gegend der Stadt sei und sie uns in eine sicherere Gegend bringen würden. Das sah ich vorerst gar nicht ein und fand es noch dazu diskriminierend. Patrick zischte mir zu, ich solle mich doch beruhigen und er möchte hier keine Probleme bekommen. Na gut, widerwillig holte ich meinen Rucksack. Wir verabschiedeten uns von unseren neuen Freunden. Diese meinten, wir sollen doch bald wiederkommen, was wir ihnen dann auch versprachen.

Die Polizei war im Endeffekt auch superlieb und brachte uns direkt zu einem Hostel. Sie erklärten uns, dass wir mit unserem ganzen Gepäck ein gefundenes Fressen für Diebe gewesen wären. Ja, sie haben es wirklich nur gut gemeint und wer weiß, vielleicht war es auch besser so. Trotzdem machte mich diese strikte Trennung nach Hautfarben sehr traurig.


Jede Menge Spaß in der Spaß in der Kneipe mit den Einheimischen 

Patrick mit einem Bierchen (die haben hier übrigens 750ml)

im  Polizeiauto 

mit dem Polizisten 

das Polizeiauto