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Samstag, 24. Oktober 2015

Bunyonyi See - ein Paradies

By On Oktober 24, 2015
Nach einer recht holprigen Busfahrt mussten wir noch eine gemeingefährliche Boda-Boda Fahrt auf uns nehmen. Es regnete hier nämlich ziemlich viel, deshalb sind die Straßen ein einziges Matsch-Chaos. Außerdem ist die Gegend hier recht hügelig, und mit dem Boda im Matsch steil bergab zu fahren ist ein ziemliches Abenteuer. Vor allem nach meinem ersten Boda Unfall gestern bin ich etwas vorsichtig geworden. Uns hats zwar nur umgehauen mitten in den Matsch rein, aber diese Mopedunfälle gehen leider oft auch tödlich aus.
Auf alle Fälle sind wir jetzt in einem traumhaften Camp am Bunyonyi- See angekommen. Wir schlafen in einem Zelt, das auf so einer Art Baumhaus steht und wir haben einen traumhaften Ausblick auf den See. Wir konnten auch noch einen recht guten Preis aushandeln, da ja Regenzeit ist. Die Gegend hier ist recht ländlich, was ich auch um einiges lieber hab als das Großstadtleben. Ein richtiges Plätzchen zum Abschalten.


unser Baumhaus-Zelt
Ausblick vom Zelt aus




Auf nach Kabale

By On Oktober 24, 2015
Yoshi und ich sind mittlerweile im Bus auf dem Weg nach Kabale. Geschlafen haben wir so gut wie gar nichts, dafür aber das Nachtleben in Kampala ordentlich ausgenutzt. Es war eine wirklich verrückte Nacht, ich traf nämlich jede Menge alter Bekanntschaften wieder. Da war zum Beispiel dieser Junge aus Deutschland, der in Jinja in Georgs Fahrradverleih Freiwilligendienst absolviert. Dann 3 Jungs aus Kenia, die ich vom Hostel kenne. Und am Ende war da sogar noch der Typ mit dem ich nach dem Nyege Nyege Festival gemeinsam mit diesem verrückten Bodafahrer heimfuhr. Auch Nathy hab ich wiedergetroffen. Mir kommt ja schon fast vor, dass ich hier in Kampala beim Ausgehen mehr Leute kenne als zu Hause. Die Welt ist manchmal wirklich klein. Naja und dementsprechend lustig verlief die Nacht dann auch. Das Zimmer im Hostel war komplett umsonst, da wir maximal eine Stunde geschlafen haben. Aber es hat sich auf alle Fälle ausgezahlt, obwohl mein Zustand gerade echt besser sein könnte. Dafür ist der Bus nach Kabale mal eun richtiger Luxus: wlan, ausreichend Platz und sogar Steckdosen. Yoshiku ist übrigens ein richtiges Herzstück, sie strahlt so viel Lebensfreude aus und ist immer für jeglichen Spaß zu haben. Außerdem ist sie eine sehr selbstbewusste junge Frau, die genau weiß was sie will und sich hier in Afrika wirklich gut durchschlägt. Auf der anderen Seite ist aber auch total spontan und unkompliziert. Ich freue mich schon auf die nächsten Tage mit ihr. Das Busfahren ist übrigens recht spannend, da sich die Landschaft stetig etwas verändert. Wir durchfahren einige wunderschöne Gegenden. Kabale liegt anscheinend recht hoch deshalb sollte es dort ziemlich kalt sein - bin mal gespannt wie die Einheimischen hier "kalt" definieren.

Yoshiku

Freitag, 23. Oktober 2015

Unterwegs mit Yoshiku

By On Oktober 23, 2015
Yoshiku hat eine recht große Wohnung etwas außerhalb von Kampala. Sie teilt diese mit ihrem Mitbewohner und Arbeitskollegen "Sam", er ist ein Einheimischer. Yoshiku hat bereitwillig ihren Schlafplatz - bloß eine kleine Matratze - mit mir geteilt.

Heute Vormittag zeigte sie mir das Büro ihres Projektes, das sie und Sam führen. Ziel ist es Kindern Schulbildung zu ermöglichen und die Menschen mehr über HIV aufzuklären und auch kostenlose Tests anzubieten. HIV positive Personen werden dann weitergeleitet an Organisationen, die kostenlose Behandlungen anbieten. Weiters stellt Yoshiku Schmuck gemeinsam mit einheimischen Frauen her, den sie dann verkaufen, unter anderem auch in Yoshikus Heimat Taiwan. Falls jemand Interesse hat Yoshi's Projekt zu unterstützen, kann er gerne ihre Facebook Seite besuchen und von dort aus handgemachten Schmuck aus Afrika bestellen, der wirklich schön ist.
https://m.facebook.com/aitengapurelyafrican

Nach dem Besuch im Büro waren wir im Zentrum von Kampala und haben die Bustickets für unsere morgige Reise nach Kabale und zum Lake Bunyonyi gekauft. Diese kosteten ca 7 Euro für eine 7 stündige Fahrt. Man kann hier generell mit ca 1 Euro pro Fahrtstunde rechnen. Wir werden dort wahrscheinlich bis Montag bleiben.
Weiters waren wir nochmals am Busbahnhof von Kampala, welcher wirklich chaotisch ist. Keine Ahnung wie man hier seinen richtigen Bus finden sollte.

Yoshi und ich haben gerade recht spontan beschlossen heute das Nachtleben in Kampala noch unsicher zu machen und vielleicht werde ich dort auch Nathy treffen - könnt ihr euch an sie erinnern? Das Mädchen bei dem ich bereits einige Nächte verbrachte. Unser Zeugs werden wir inzwischen in einem Hostel in der Nähe des Busbahnhofs lagern, morgen haben wir noch ohnehin genug Zeit zum Schlafen im Bus.

In Yoshis Büro mit ihren 2 Arbeitskollegen

HIV ist nach wie vor ein großes Problem hier


Kampalas Busbahnhof

Kampalas Busbahnhof




Donnerstag, 22. Oktober 2015

Auf nach Kampala

By On Oktober 22, 2015
Diese Nacht hat es geregnet und gewittert wie weiß nicht was. So ein Gewitter hier ist schon um einiges krasser als zu Hause. Aber die Regenzeit beginnt nun schön langsam und das ist eine harte Zeit für die Menschen hier. Die Straßen werden komplett überschwemmt, da das Wasser teilweise nicht abfließen kann. Es können dann auch keine Matatus und Bodas mehr fahren. Es steht quasi alles still.

Es stehen nun auch die Wahlen in Uganda vor der Tür, was leider immer mit Unruhen verbunden ist. Auch in Jinja wurde vor ein paar Tagen mit Tränengas auf den Straßen gewütet, wovon ich Gott sei Dank nichts mitbekommen hab. Es ist jetzt einfach wichtig Menschenansammlungen zu meiden, vor allem hier in der Hauptstadt Kampala.

Heute nach dem Mittagessen hab ich mich von Georg, seiner Lebensgefährtin "Rose" und ihrem traumhaften Baby "Armani" dann schon wieder verabschieden müssen. Es ist wirklich eine extrem liebe kleine Familie, die ich in der kurzen Zeit sehr lieb gewonnen habe. Von ihrem Hausmädchen bekam ich sogar noch Nachhilfe im händisch Wäsche waschen. Waschmaschinen existieren in Uganda so gut wie gar nicht. Danach hieß es wieder, reinquetschen in ein Matatu und auf nach Kampala. Die Frau neben mir erzählte mir irgendwas über ihren 3jährigen Sohn und schenkte mir ein Foto von ihm. Auch nach mehrmaligem Nachfragen verstand ich genau null was sie von mir wollte. Aber einfach lieb lächeln hilft immer. Dann wollte sie natürlich noch unbedingt meine Handynummer haben und meinte, dass ich sie mal besuchen kommen sollte. Natürlich gab ich ihr meine Nummer, wie auch schon etlichen anderen Einheimischen auch. Ich glaub das macht man hier einfach so wenn man neue Leute kennenlernt. Melden tun sich die meisten dann ohnehin nie.

Die nächsten Tage werde ich mit Yoshiku verbringen. Sie ist Taiwanesin, 25 Jahre alt und lebt nun schon seit einem Jahr in Uganda. Ich vermute mal, dass ich mit ihr unheimlich viel Spaß haben werde, da sie echt ein lustiges, extrem liebes Mädel ist.

Kampala

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Fahrradtour

By On Oktober 21, 2015
Heute hab ich mir bei Georgs Fahrradverleih ein Fahhrad ausgeliehen um die Gegend mal zu erkundigen. Zuerst bin ich zur Apotheke um mir noch ein paar Wundermittel für meine Wehwechen zu besorgen und sie haben mittlerweile echt schon Wirkung gezeigt. Mittags bin ich mit Georg auf ein leckeres Ziegenfleisch gegangen - die war einsame spitze!! Den Rest des Tages fuhr ich alleine durch die Gegend und entdeckte ein paar wunderschöne Plätzchen am Viktoriasee.

Hier könnt ihr übrigens mehr über Georgs Projekt erfahren: http://de.fabio.or.ug
Oder auf facebook: https://m.facebook.com/FABIOuganda?tsid=0.3652883809991181



die Kinder beim Bestaunen des Muzungus

Ziegen suchen am Straßenrand Schutz vor der Sonne im Schatten der Palme

mein Fahrrad

an dieser wunderschönen Stelle machte ich ein kleines Päuschen


 Rinder versperrten mir die Straße und wollten auch wirklich keinen Zentimeter weichen



Dienstag, 20. Oktober 2015

Bitte nicht krank werden!

By On Oktober 20, 2015
Hab eine schlaflose Nacht hinter mir. Seit über einer Woche plagt mich schon der Husten, ich glaub den haben mir die Kinder in der Schule beschert, weil da husteten so gut wie alle. Und seit dem Regen am Festival ist noch Halsweh und allgemeines Unwohlsein dazugekommen. Gestern Abend bin ich noch mit Andrew - einem Engländer, der in Kongo arbeitet - indisch essen gegangen in Jinja, das war übrigens extrem lecker. Als wir dann wieder in Camp waren gings mir richtig schlecht und ich wollte nur noch schlafen. Leider war mir abwechseld saukalt und dann wieder heiß, was zur Folge hatte, dass ich kein Auge zumachte. Ich schätze, dass ich witklich ein wenig Fieber hatte. Habe deshalb beschlossen heute mit ein paar Tablettchen anzufangen, denn krank sein bei dem Klima hier ist alles andere als schön.

Ansonsten wars im Camp super, hab viele liebe Leute kennengelernt. Einige auch mit ähnlichen Routen wie ich, also haben wir schon fest Nummern ausgetauscht. Bin mal gespannt wieviele ich davon nochmal treffen werde.

Inzwischen bin ich - dank eines diesmal ortskundigem Boda-Boda-Fahrers - bei Georg in Jinja angekommen. Georg ist Deutscher und arbeitet hier bei einem Fahrradverleih. Er hat eine schöne kleine Wohnung, in der er mit seinem 3 Monate jungem Töchterchen und seiner Lebensgefährtin lebt. Es ist eine supernette kleine Familie und Georg ist ein echt lustiger und interessanter Kerl, der jede Menge spannender Reiseberichte und Wissenswertes über Afrika auf Lager hat. Ich hab mein eigenes Zimmer mit großem Bett, das ich auch schon bald beziehen werde um mich mal ein bisschen zu erholen.