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Freitag, 17. Januar 2020

Neu-Delhi: Regenwetter & neuer Couchsurfing Gastgeber


Langsam aber sicher kann ich mich etwas an den Tagesrhythmus hier in Neu-Delhi gewöhnen. Das späte Abendessen und lange Wachbleiben war anfangs nicht einfach für mich. Ich wachte trotz wenig Schlaf immer schön frühmorgens auf und fühlte mich demzufolge aufgrund vom Schlafmangel ziemlich energielos. Mittlerweile schaffe ich es bis neun zu schlafen *lach*. 

Tee trinken bei Athan

Der gestrige Tag war geprägt von starkem Regen. Das bedeutete, dass man außer Haus nicht viel machen konnte. Die Straßen waren nicht sehr anschaulich: Das schmutzige und vermüllte Wasser überschwemmte die Straßen. Ich verbrachte also einen ganz entspannten Tag bei Athan Zuhause. Wir kochten gemeinsam - ich glaube ich habe es schon mindendestens einmal erwähnt, dass er ein absolut vorzüglicher Koch ist - und sahen uns Bollywood Filme an. Ich fühlte mich mittlerweile wie zu Zuhause in seiner gemütlichen kleinen Zwei-Zimmer-Wohnung. Trotzdem beschloss ich noch einen anderen Teil der Stadt besser kennen zu lernen und deshalb meinen Couchsurfing Gastgeber heute zu wechseln. 


Diesmal ging es zu Nik und seinem WG-Kollegen Kaushik. Nik arbeitet mit Straßenkindern. Er lernt diesen Theater. Und Kaushik ist Anwalt. Bereits beim Betreten ihrer Wohnung musste ich feststellen, dass die beiden wohl ganz gut betucht sind. Sie empfingen mich sehr freundlich und teilten ihr Abendessen mit mir. Kaushik leerte ein Glas Whiskey nach dem nächsten. Anfangs war er recht wortkarg. Mit zunehmendem Alkoholspiegel war sein Rededrang dann aber gar nicht mehr zu stoppen. Wir tauschten lustige Couchsurfing Erlebnisse und Reisegeschichten aus. 

Ein Rumpeln in der Küche weckte mich heute Morgen. Es war das Dienstmädchen, das schon fest am Boden Schrubben des Bodens und Kochen war. Immerhin war es schon nach neun. Kaushik saß mit seinem Bademantel im Wohnzimmer und tippte auf seinem Laptop herum. Er gab mir noch jede Menge nützlicher Tipps, was ich heute machen könnte. 

Im Moment sitze ich gerade in einem Cafe und lasse mir die Sonne ins Gesicht scheinen. Es ist schwer in dieser hektischen Stadt ein ruhiges Plätzchen zu finden. Mehr denn je wurde mir in den letzten Tagen wieder bewusst, dass ich einfach kein Stadtmensch bin. Ich denke, dass drei Tage in Neu-Delhi auch mehr als gereicht hätten. Aber gut, am Montag geht es ja dann endlich weiter in die Hitze des Süden Indiens.

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