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Freitag, 10. April 2020

Meine größten Reiseabenteuer

By On April 10, 2020


Immer wieder werde ich gefragt, was denn nun die spannendsten Reiseabenteuer auf meinen Backpacking Trips waren. Ich habe deshalb eine kleine Zusammenfassung der Erlebnisse, die mir am meisten in Erinnerung geblieben sind, geschrieben.



... IN ASIEN 


10-tägige Schweigemeditation in Nepal

Vipassana - Zehn Tage Schweigemditation. Zehn Tage ohne Sprechen, ohne Schreiben, ohne Lesen und ohne Kommunikation jeglicher Form. Kein Handy oder sonstige elektronischen Geräte. Zehneinhalb Stunden meditieren am Tag. Kein Kontakt zur Aussenwelt. Zweieinhalb eher spärliche Mahlzeiten am Tag. Diese zehn Tage zählen eindeutig zu den längsten und härtesten Tagen meines ganzen Lebens. Doch ich habe durchgehalten. Und es hat sich absolut ausgezahlt. Ich konnte sehr viel Wertvolles für und über mich und das Leben lernen. 


20-tägiges Trekking in der Everest Region in Nepal 

Ganze 20 Tage lange trekkte ich gemeinsam mit meinem italienischen Wanderkollegen Andrea in der wunderschönen Everest Region in Nepal. Wir legten dabei über 300km und über 21.000 Höhenmeter zurück. Das Ganze ohne Guide und ohne Träger - außer für die Besteigung des 6.119m hohen Lobuche East war für zwei Tage ein Guide obligatorisch. Wir bewegten uns in Höhen um die 5.000m und stießen dabei immer wieder an unsere körperlichen Grenzen. Die enorme Höhe, der schwere Rucksack und die täglich zurückgelegten Strecken und Höhenmeter gingen ordentlich an die Substanz. Trotzdem kann ich behaupten, dass dieses Trekking eines der schönsten meines ganzen Lebens war. Auch die eisig kalten Nächte (so um die -15 Grad Celcius) in den unbeheizten Unterkünften waren eine Herausforderung - aber im Nachhinein gesehen auch ein unvergessliches Erlebnis. 

=> Reisebericht: Everest Base Camp & 3 Passes Trekking & Besteigung des Lobuche East 6.119m <=






.... IN SÜDAMERIKA



Polizeifestnahme am Titicacasee in Bolivien

Eines frühen Morgens wurden mein Couchsurfing Gastgeber Ernst, seine weitere Besucherin Alejandra und ich ganz überraschend von der Polizei festgenommen. Tatverdacht: Drogenherstellung und -schmuggel und obendrein noch Mädchenhandel. Ich habe am eigenen Leib erfahren müssen, wie korrupt die Polizei dort ist. Zum Glück ging die ganze Gesichte nochmals gut aus.


Polizeifestnahme am Titicacasee



Autostoppen in Bolivien - 24 Std auf einem Lieferwagen

Gemeinsam mit einem guten Freund reiste ich von der Salzwüste Uyuni bis nach Sucre per Autstopp in einem Lieferwagen - ganze 24 Stunden dauerte das Vergnügen, es sei aber dazugesagt, dass wir auch Pausen machten und nachts für einige Stunden stoppten. Die einheimische Familie, die uns mitnahm war superlieb und verköstigte uns sogar.


diese Familie nahm uns 24 Stunden auf ihrem Lieferwagen mit



Lama-Opferungsfest mit den Bergarbeitern von Potosí in Bolivien

Ich war in Potosí in Bolivien bei einem Lama-Opferungsfest der Minenarbeiter dabei. Es war ein wirklich sehr spannendes und authentisches Erlebnis und auf alle Fälle nichts für sanfte Gemüter! Außerdem bewiesen die Bolivianer, dass sie ein sehr trinkfreudiges Volk sind. 

Lama-Opferungsfest der Minenarbeiter in Potosí



Besteigung einiger der höchsten Berge der Welt in Ecuador & Peru

Ich bestieg einige der höchsten Berge der Welt, darunter der 5.752 m hohe Nevado Pisco in der Cordillera Blanca, einem der schönsten Gebirgszüge weltweit, der sich in den Anden Perus befindet. Außerdem versuchte ich zweimal den 6.310 m hohen Chimborazo in Ecuador zu besteigen. Dieser Berg hat die weiteste Entfernung zum Erdmittelpunkt und ist ebenso der naheliegendste Punkt zur Sonne auf dieser Erde - und übertrifft damit sogar den Mount Everest. Wir campten sowohl bei der Pisco Besteigung als auch bei der Chimborazo Besteigung auf über 5.000 m Höhe in eisiger Kälte


Aussicht vom Nevado Pisco auf die umliegenden Berge



Eine Woche auf einer Fähre am Amazonas

Ich verbrachte insgesamt eine ganze Woche auf einer Fähre am Amazonas auf dem Weg von Leticia (Kolumbien) nach Yurimaguas (Peru) mit Zwischenstopp in Iquitos für zwei Tage. Geschlafen wurde in einer Hängematte zwischen zig Einheimischen. Als einzige Gringa (=Ausländerin) auf der Fähre war ich das Highlight schlechthin - vor allem für die Kinder. Zu essen gab es dreimal täglich Reis - zum Frühstück Reis aufgekocht mit Zuckerwasser und zu Mittag und zu Abend gesalzen mit Soße oder einem minikleinen Stückchen Hühnchen - seitdem kann ich Reis irgendwie nicht mehr essen.

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auf  meiner Hängematte am Amazonas - hier schlief ich eine ganze Woche



Ayahuasca-Zeremonie mit einem Schamanen im Dschungel von Kolumbien

Ich besuchte einen Schamanen mitten im Dschungel am Amazonas in der Nähe von Leticia und machte dort eine Ayahuasca Zeremonie. Fazit: Eindeutig kein Wiederholungsbedarf, trotzdem möchte ich dieses Erlebnis nicht missen.


Ayahuasca-Zeremonie Leticia
das Haus des Schamanen mitten im Dschungel Kolumbiens



Schwimmen im Amazonas

Ich schwamm im Amazonas inmitten von Piranhas und Krokodilen. Unser Guide versichterte uns aber, das sich diese Tierchen nur im Uferbereich aufhalten würden, wir hätten also in der Mitte des Flußes absolut nichts zu befürchten. Das glaubte ich ihm auch, bis mich plötzlich etwas am Bein beknapperte...


schwimmen-im-amazonas
schwimmen im Amazonas







.... IN AFRIKA



Schlafen in einer Höhle in Lesotho

Ich wanderte einige Tage mit einem Einheimischen durch Lesotho und wir schliefen dabei in Höhlen. Wir kamen an den eindrucksvollsten Felsschluchten vorbei und genossen eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Weiters durchquerten wir einige Dörfer, für die so ein Muzungu (= weißhäutige Person) eine absolut außergewöhnliche Begegnung war. 


Lesotho



Autostoppen in Namibia

Ich versuchte bei 40 °C in der Mittagshitze mitten im Nirgendwo an der Grenze Botswana - Namibia Auto zu stoppen, um nach Windhoek zu gelangen. Im Endeffekt kam ich mit zwei verschiedenen Trucks dort heil an - jedoch inklusive jeder Menge Nervenkitzel!





Trinken von frischem Ziegenblut mit den Massai in Tanzania

Ich lebte einige Tage mit einem Massai-Stamm in Tanzania am Lake Natron und habe dabei mit ihnen frisches Ziegenblut getrunken und noch weitere unvergessliche Abenteuer erlebt.


Massai-Dorf Tansania Ziege-schlachten Weltreise Backpacking



Jagen mit einem Stamm, der noch in Höhlen lebt in Tanzania

Ich war mit den Hadzabe, dem ältesten Jäger- und Sammlerstamm jagen. Diese Menschen leben noch in Höhlen und haben eine ganz besondere Sprache, die aus Schnalzlauten mit der Zunge besteht. Sie sind Nomaden und haben keine Schulbildung. Ich fühlte mich wie in einer komplett anderen Welt.


Hadzabe Weltreise Backpacking Hadza
die Hadzabe rüsten sich für die Jagd



Mithelfen an einer Schule mitten im Busch Ugandas

Ich lebte einige Tage in Uganda in einem kleinen Dörfchen mitten im Busch, fernab jeglicher Zivilisation - also ohne Strom und ohne fließend Wasser. Ich lernte dabei ihre doch recht andersartige Kultur und Brauchtümer näher kennen.


Im-Busch Uganda Mbirizi
so sehen die typischen Häuser im Busch Ugandas aus




Neben diesen unvergessllichen Reiseabenteuern, hatte ich auch einige nicht so schöne Erlebnisse. Diese könnte ihr =>HIER<= nachlesen. 

Mittwoch, 8. April 2020

Meine höchsten Berge

By On April 08, 2020


Wie du wahrscheinlich schon mitbekommen hast, sind Berge meine große Leidenschaft. Hier habe ich eine kleine Liste mit meinen höchsten Errungenschaften zusammengestellt: 



Lobuche East 6.119 m 


  • Nepal (Asien)
  • November 2019
  • Im Rahmen meines 20-tägigen Everest Base Camp & 3 Passes Trekking bestiegen.
  • Für die Besteigung des Lobuche East ist eine spezielle Kletternehmigung und ein Guide erforderlich. 
  • Equipment: Helm, Klettergurt, Steigeisen, Eispickel. Teilweise sind Fixseile vorhanden.
  • Fazit: Wunderschöne Tour, die technisch nicht allzu anspruchsvoll ist. Es war nur eine Stelle etwas schwieriger, an der eine Eiswand hochgeklettert werden musste. Das letzte Stück zum Gipfel ist recht steil, es sind aber Fixseile da. 

Chimborazo 6.310 m


(Besteigung gescheitert, leider nur bis knapp 6.000m geschafft)
  • Ecuador (Südamerika)
  • März 2017
  • 2-Tagestour
  • Kosten: Guide 80 USD/Tag x 2 Tage = 160, Unterkunft in der Schutzhütte 15 USD/ Person x 2 Personen = 30, Verpflegung ~ 15 USD, Transport 16 USD, Equipment stellte mir mein Guide gratis zur Verfügung. Endsumme ~ 221 USD
  • Fazit: Habe bereits zwei Besteigungsversuche hinter mir und jedes Mal mussten wir auf ca 6.000 m umkehren. Das erste Mal war wohl zuviel Neuschnee und ich bekam etwas Probleme mit der Höhe, da wir den Aufstieg einfach viel zu schnell angegangen sind und das zweite Mal war ich superfit doch die Schneesituation war leider zu gefährlich. Eine Besteigung des Chimborazo ist prinzipiell nur für erfahrene und gut akklimatisierte Bergsteiger empfehlenswert und setzt den sicheren Umgang mit Pickel und Steigeisen voraus. Laut meinem Guide scheitern etwa 80% der Besteiger. 





Nevado Pisco 5.752 m


  • Peru (Südamerika)
  • Mai 2017
  • 3-Tagestour
  • Kosten: Touren in Huaraz werden für 250 - 350 USD angeboten. Da ich die Besteigung mit einem Freund durchführte zahlte ich bloß das Equipment: fast 100 USD und Transport: etwa 20 USD.
  • Fazit: Wir führten die Besteigung des Pisco im Rahmen einer 3-Tagestour durch, da wir auch zur Laguna 69 wanderten. Ansonsten ist die Besteigung auch gut in 2 Tagen zu schaffen. Gute Kondition, ausreichende Akklimatisierung, ein erfahrener Bergführer und entsprechendes Equipment sind Voraussetzung. Technisch nicht sehr ansnpruchsvoll.


Kala Pattar 5.643m
  • Nepal (Asien)
  • November 2019
  • Im Rahmen meines 20-tägigen Everest Base Camp & 3 Passes Trekking bestiegen.
  • Technisch einfach. 
  • Traumhafte Aussicht auf den Mount Everest. 
  • Ausgangspunkt ist das Bergdorf Gorak Shep

=> Reisebericht: Everest Base Camp & 3 Passes Trekking & Besteigung des Lobuche East <=






Chhukung Ri 5.546 m

  • Nepal (Asien)
  • November 2019
  • Im Rahmen meines 20-tägigen Everest Base Camp & 3 Passes Trekking bestiegen.
  • Technisch einfach.
  • Ausgangspunkt ist das Bergdorf Chhukung. Der Aufstieg Dauert etwa 3-4 Stunden. 








Sunder Peak 5.361 m
  • Nepal (Asien)
  • November 2019
  • Im Rahmen meines 20-tägigen Everest Base Camp & 3 Passes Trekking bestiegen.
  • Kein Guide notwendig. Startort ist das Bergdorf Thame. Von dort aus führt ein offizieller Wanderweg bis zu einem sogenannten Vorgipfel. Von dort aus muss man sich selber einen Weg suchen. Es ist eine ziemliche Kraxlerei. Uns wurde gesagt, dass die Besteigung recht gefährlich sei und man ein Seil benötigen würde. Ganz so dramatisch war es aber nicht. 








Gokyo Ri 5.360 m 

  • Nepal (Aisen)
  • November 2019
  • Im Rahmen meines 20-tägigen Everest Base Camp & 3 Passes Trekking bestiegen.
  • Von dem Bergdorf Gokyo aus zu besteigen. Technisch einfach. 



 





Guagua Pichincha 4.794 m 

  • Ecuador (Südamerika)
  • März 2017
  • 1-Tagestour 
  • Kosten: Gondelbahn 8,50 USD
  • Fazit: traumhafte Tour, die zuerst von der Bergstation der Gondel auf den Rucu Pichincha führt und danach auf den Guagua Pichincha. Bergsteigerfahrung ist notwendig, da teilweise kleine Kraxelstellen dabei sind. Eine ortskundige Person sollte unbedingt dabei sein, da die Wege teilweise schwer zu finden sind und bei schlechtem Wetter besteht durchaus die Gefahr sich zu verlaufen.


Rucu Pichincha 4.696 m

Rucu Pichincha Besteigung
  • Ecuador (Südamerika)
  • Jänner, Februar & März 2017
  • Halbtagestour
  • Kosten: Gondelbahn 8,50 USD
  • Fazit: Wunderschöne Tour mit einzigartiger Pflanzenwelt. Es reicht ein halber Tag. Am Wochenende leider sehr viele Touristen. Technisch ist das letzte Stückchen zum Gipfel etwas anspruchsvoller - Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind Voraussetzung.




Mount Meru 4.566 m

Mount Meru Besteigung

  • Tansania (Afrika)
  • Dezember 2015
  • 3-Tagestour
  • Kosten: 350 USD (inkl. Transport, Nationalparkgebühr, Guide, Verpflegung, 2x Übernachtung in Hütten)
  • Fazit: Traumhafte Tour, für die leider ein Guide vorgeschrieben ist. Vor allem der 3. Tag ist etwas anspruchsvoll, da der Aufstieg zum Gipfel bereits um kurz nach Mitternacht los geht.  Am selben Tag erfolgt auch der gesamte Abstieg, was ganz schön in die Knie geht.
=> Reisebericht Mount Meru Tag 1 <=
=> Reisebericht Mount Meru Tag 2 <=
=> Reisebericht Mount Meru Tag 3 <=




    La Malinche 4.420 m

    • Mexiko (Nordamerika)La Malinche Besteigung
    • September 2016
    • 1-Tagestour
    • Kosten: nichts
    • Fazit: Sehr schöner Berg, vor allem unter Woche nur wenige bis fast gar keine Touristen. Ist technisch sehr einfach, der Weg geht jedoch teilweise sehr steil und geradlinig noch oben. 









    Mönch 4.107 m

    • Schweiz (Europa)
    • August 2019
    • 1-Tagestour
    • Kosten: evtl für Guide und Ausrüstung
    • Fazit: Vom Jungfraujoch ist man in etwa drei Stunden am Gipfel. Steigeisen und Eispickel notwendig. Bergführer empfehlenswert. Gipfelgrat sehr abschüssig. Aussicht vom Gipfel einfach traumhaft!
    => Fotos Mönch <=





    Vulkan Acatenango 3.976 m


    Acatenango Besteigung
    • Guatemala (Zentralamerika)
    • August 2016
    • 2-Tagestour
    • Kosten: 20 USD (inkl. Guide, Transport, Verpflegung, Campingequipment)
    • Fazit: Tolle Tour, aber etwas anstrengend, da man Zelt, Schlafsack, Verpflegung usw. selbst tragen muss (mein Rucksack hatte fast 15kg). Technisch sehr einfach, dafür aber gute Kondition notwendig. Der Gipfel des Vulkans ist traumhaft schön - und arschkalt!











      Mittwoch, 1. April 2020

      Die größten Reinfälle auf meiner bisherigen Reise

      By On April 01, 2020


      Während ich die letzten zwei Jahre mit dem Rucksack um die Welt gereist bin, gab es neben jeder Menge unvergesslich schöner Erlebnisse auch ein paar Reinfälle. 


      Neben den alltäglichen Problemen eines Backpackers, die ich  =>HIER<=  schon einmal beschrieben habe, gab es auch ein paar Ereignisse, die mir ganz besonders in Erinnerung geblieben sind. Um euch daran teilhaben lassen zu können, habe ich sie hier nochmals aufgelistet:



      Verhaftung in den frühen Morgenstunden am Titicacasee
      Bolivien, Juli 2017
      Ich war gerade zum Couchsurfen bei einem Vorarlberger Aussteiger namens Ernst, der sich in einem kleinen, abgelegenen Dörfchen am Titicacasee niedergelassen hatte. Mit mir befand sich ein weiterer Gast in seinem Haus - ein 20-jähriges bolivianisches Mädchen, das mir leicht seltsam erschien und mir mit ihrem nächtlichen Schlafwandeln schon öfters ordentlich Angst eingejagt hatte. Eines schönen Morgens stand plötzlich das ganze Dorf samt Polizei vor unserem Haus. Tatverdacht: Illegaler Drogenhandel, das Anzünden eines Hauses und als Draufgabe wurde Ernst noch Mädchenhandel unterstellt. Mit viel Glück konnte ich einer Nacht im Gefängnis entgehen, Ernst aber leider nicht. Gott sei Dank konnte die Sache mehr oder weniger aufgeklärt werden. Trotzdem musst Ernst der sehr korrupten Polizei einiges an Schmiergeld bezahlen.
      Die ganze Geschichte könnte ihr =>HIER<= nachlesen.

      "Verhaftung am Titicacasee"
       Hier am Bild: Ernst mit der Polizei und den aufgebrachten Dorfbewohnern



      Zudringlicher Couchsurfing Gastgeber
      Bolivien, Juni 2017
      Da ich meine Pläne wieder einmal spontan geändert hatte, suchte mich mir einen Last-Minute Couchsurfing Gastgeber in Oruro. Leider gab es dort nicht viel Auswahl. Dann fand ich Paul, er hatte zwar nicht viele Referenzen, aber immerhin wohnte er laut Angabe auf seinem Profil mit seiner Mama und seinen Großeltern zusammen - da kann ja nicht viel schief gehen. Er holte mich mit dem Auto vom Busbahnhof ab und meinte, dass wir gleich zu schönen Thermalquellen hier in der Nähe fahren könnten. Das hörte sich gut an. Es ging also gleich schnurstracks zur Therme. Leider war das Hauptbecken aufgrund von Reinigungsarbeiten gesperrt. Es blieb uns also nur die Möglichkeit in einem kleinen, privaten Minipool zu baden. Irgendwie hatte ich so das Gefühl das Paul sich an mich ranmachen wollte, deshalb erzählte ich ihm gleich, dass ich einen Freund hätte. Das schien ihn nicht sonderlich zu stören. Als wir endlich auf dem Rückweg zu ihm nach Hause waren, meinte er er müsste mir noch etwas zeigen. Wir fuhren einen kleinen Berg hoch. Mittlerweile war es schon stockdunkel. Oben angekommen stiegen wir vom Auto aus und sahen hinunter auf das funkelnde Lichtermeer der Stadt. Es war wunderschön, aber ich hatte immer noch das Gefühl, dass Paul sich irgendwas erhoffte. Zu allem Überfluss packter er dann auch noch eine Flasche Rotwein und Weingläser aus dem Kofferraum aus. Ich trank anstandshalber zwei Schlücke. Paul leerte sich das Zeugs dafür nur so runter. Kaum war die erste Flasche geleert kam schon die zweite dran. Durch den Alkohol schien er nun noch mutiger geworden zu sein und wurde nun wirklich ekelig zudringlich, obwohl ich ihm eindeutig zeigte und auch sagte, dass ich nicht an ihm interessiert war. Ihm schien das nicht im geringsten zu stören. Letztendlich erklärte ich ihm lautstark, dass ich JETZT zurück in die Stadt will. Er schaute mich erstaunt an und merkte nun wohl, dass es mir richtig ernst war. In der Stadt angekommen, ließ ich ihn an einem Hostel halten, nahm meinen Rucksack und verließ wortlos sein Auto.



      Zweimalig gescheitere Besteigung des Chimborazo 6.310 m
      Ecuador, März 2017
      Gleich zweimal misslang mir der Gipfelsieg des über 6.000 m hohen Chimborazo. Das erste Mal lag es an den großen Massen von Neuschnee, die das Vorankommen sehr verzögerten. Zusätzlich kamen meine Probleme mit der Höhe dazu. Beim zweiten Mal scheiterten wir an zu gefährlichen Schneeverhältnissen.
      Die genauen Berichte dazu kannst du =>HIER<= (1. Besteigung) und =>HIER<= (2. Besteigung) nachlesen. 

      "Gescheiterte Besteigung des Chimborazo"



      Flucht aus einer partywütigen Hippie-Villa
      Mexiko, September 2016
      Nach einer schlaflosen Nachtbusfahrt kam ich völlig übermüdet bei meinem Couchsurfing Gastgeber in Puerto Escondido an. Dieser entpuppte sich als wilder Hippie, der gemeinsam mit seinen Freunden in einem kleinen Haus lebte. Es gab sogar einen kleinen Pool. Mein Gastgeber fragte mich, ob es mich eh nicht stören würde, wenn hier heute Nacht eine kleine Party steigen würde. Ich schluckte erstmals. Nach und nach trudelten die Partygäste bereits ein. Letztendlich waren bestimmt 50 Leute vor Ort. In der Küche wurde mit lustig machenden Kräutern ein Dessert geköchelt, währenddessen dasselbe Kraut dazu geraucht wurde. Auch ein paar Pillen gingen durch die Runden, während sich andere lieber was durch die Nase zogen. Mir war aber eigentlich nur zum Schlafen zumute. Ich fragte meinen Gastgeber wo ich mich denn etwas ausruhen könnte, worauf dieser antwortete, dass ich mich überall hinlegen könnte wo ich wollte. Ach du lieber Himmel. Im ganzen Haus wimmelte es von Leuten. Ich ging auf die Dachterrasse, denn dort gab es so etwas ähnliches wie ein kleines Bett. Aber auch hier saßen mindestens zehn Leute, die mich die ganze Zeit zum Mitfeiern motivieren wollten. Dass ich gerade einfach viel zu müde dafür war, verstanden sie natürlich überhaupt nicht. Ich stopfte mir meine Ohrenstöpstel rein und versuchte irgendwie zu schlafen, was aber nur sehr bedingt möglich war. Am frühen Morgen packte ich gleich meine sieben Sachen. Überall lagen völlig stoned Leute herum - neben mir auf der Dachterrasse, am Küchenboden, im Wohnzimmer, neben dem Pool,... Ich schrieb einen schnellen "Danke-fürs-Übernachten-Zettel" und machte mich aus dem Staub. Eigentlich hatte ich meinem Gastgeber ja angekündigt ein paar Tage hier zu bleiben, doch diesen Plan änderte ich ganz spontan.



      Unsanfter Rausschmiss aus einem Hostel
      Nicaragua, Juni 2016
      Ich war gerade an einem wunderschönen Traumstrand in Nicaragua zum Arbeiten in einem Hostel. Leider kam ich mit der Besitzerin Leslia nicht besonders gut klar, da diese eine richtige Hexe war. Sie versuchte mir das Leben wo es nur geht schwer zu machen, während ihr Gatte ein richtig netter Kerl war, mit dem ich sehr gut auskam. Irgendwann brachte Leslia das Fass zum Überlaufen, als sie zu mir meinte es würde Geld in der Kassa fehlen. Daraufhin erklärte ich ihr, dass ich morgen abreisen würde. Das passte ihr am Anfang gar nicht so und sie versuchte es kurz nochmals mit der zuckersüßen Art, aber mir reichte es nun eindeutig. Am nächsten Morgen gegen sechs Uhr wurde ich unsanft aus dem Schlaf gerissen. Leslia stand vor mir und erklärte mir ungehalten, dass ich sofort ihr Hostel verlassen sollte. Mir war es ein Rätsel wie sie in mein Zimmer kam, da ich dieses abgeschlossen hatte. Sie schrie mich an, dass  ich mich gefälligst beeilen sollte, denn sie würde mein Zimmer für neue Gäste brauchen. Ich wusste natürlich, dass das nicht stimmte, da es jede Menge freie Zimmer gab. Sie wollte mir nun so richtig eins auswischen und wahrscheinlich hatte sie Angst, dass ich um 8 Uhr noch da bin, wenn dann ihr Gatte kommt. Wenn der von den gestrigen und heutigen Geschehnissen Wind bekommen würde, wäre er sicher nicht begeistert, wie mich seine Frau behandelte. Aber gut. Ich wollte keine Streit und packte alles zusammen. Da wir recht abgelegen waren, kam nur einmal am Tag - nämlich um 10 Uhr - ein Bus. Ich wollte also auf der Straße vor dem Hostel warten. Da kam die aufgebrachte Hexe herbeigerannt und schrie ich sollte auf der Stelle ihr Grundstück verlassen, sonst würde sie die Polizei rufen. Ich hatte schon Angst, dass die Gute gleich eine Herzattacke bekommen könnte, da sie sich so unwahrscheinlich aufregte. Ich warf ihr noch ein zuckersüßes Lächeln zu, packte mir meinen Rucksack auf den Rücken und begann loszuwandern. Bis zum nächsten Ort würde ich ca. zwei Sunden brauchen, der Weg ging zudem stetig leicht nach oben. In der brütenden Hitze hier, war das Ganze gleich nochmal so schlimm. Ich plagte mich also den Weg hoch. Wie durch ein Wunder hielt ein junger Mopedfahrer neben mir und bot mir an mich in den nächsten Ort zu bringen. Letztendlich wollte er nicht einmal Geld annehmen für seinen Gefallen. Der Kleine rettete wirklich meinen Tag - es gab also doch noch gute Menschen auf dieser Erde. 



      Bedrängnis im Nebelwald
      Costa Rica, April 2016
      Wieder einmal war ich zum Couchsurfen. Diesmal bei einem etwa 50-jährigen Mann, der inmitten eines Nationalparks in einem Nebelwald in einem kleinen Haus wohnte. Zuerst waren wir zusammen beim Dorffest. Danach brachte uns ein Freund von ihm zu seinem Haus, das relativ abgelegen lag. Die beiden führten das Fest zu Hause fort und begannen sich am Balkon weiter zu besaufen. Als der Freund nach Hause gefahren war, begann mein Gastgeber plötzlich etwas zudringlich zu werden. Ich fragte ich wo ich denn nun schlafen könnte, woraufhin er antwortete, ob ich nicht sehen könnte, wie klein sein Haus wäre und dass wir uns sein Bett teilen müssten. Ich war wie versteinert vor Schreck. Mitten in der Nacht konnte ich unmöglich zurück ins Dorf, denn dieses lag etwa 15 km entfernt. Ich legte mich ganz an den Rand des Bettes, machte aber die ganze Nacht kein Auge zu. Der Typ war Gott sei Dank so besoffen, dass er sofort in einen tiefen Schlaf fiel. Ich wusste, dass er am nächsten Tag früh aufstehen und zur Arbeit musste. Als er endlich weg war, nahm ich meinen Rucksack und haute so schnell wie möglich ab. Tagsüber gab es zum Glück öffentliche Verkehrsmittel, die beim Haus vorbei fuhren.



      Polizeilicher Verweis aus dem Armenviertel
      Namibia, Februar 2016
      Als meine Reisebegleitung Patrick und ich gerade am Busbahnhof in Walvis Bay an der namibischen Küste ankamen, lechzte Patrick bereits nach einem kalten Bier. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite entdecken wir dann auch gleich eine kleine Kneipe, aus der lautstarke Musik dröhnte. Sie sah zwar etwas heruntergekommen aus, aber das störte uns nicht. Der Schuppen war ganz schön voll. Wir bestellten Bier und schon bald gesellten sich ein paar Einheimische zu uns. Sie waren total sympathisch aber auch sehr erstaunt, dass hier Weiße in der Bar waren. Wir wären sogar die ersten weißhäutigen Menschen, die sie jemals hier gesehen hatten. Das wunderte uns, denn  hier in Walvis Bay sollten anscheinend viele Weiße leben. Ein junger Mann erklärte uns, dass diese alle in den reicheren Stadtvierteln wohnen würden und hier eigentlich nie herkämen. Die Männer gaben gleich eine Runde für uns und wir verbrachten lustige Stunden mit ihnen. Später sprach uns erneut ein Mann in der Bar an und auch er meinte, dass hier normalerweise nie Weiße herkommen und wir sollten gut aufpassen, denn es sei gefährlich hier. Das schien uns nicht Grund genug, den Ort zu verlassen, bis uns dann wahrhaftig die Polizei rausholte. Wir saßen gerade an einem Tisch vor der Kneipe, als ein Polizeiauto die Straße entlang fuhr. Dann stoppten sie doch glatt neben uns und winkten uns herbei. Sie wollten uns in eine sicherere Gegend bringen. Das sah ich vorerst überhaupt nicht ein und fand es noch dazu diskriminierend. Patrick zischte mir zu, ich solle mich doch beruhigen und er möchte hier keine Probleme bekommen. Na gut, widerwillig holte ich meinen Rucksack. Wir verabschiedeten uns von unseren neuen Freunden. Diese meinten, wir sollen doch bald wiederkommen, was wir ihnen dann auch versprachen. Die Polizei brachte uns dann zu einem Hostel im Stadtzentrum.


      "Polizeilicher Verweis aus dem Armenviertel"
      Hier am Bild: Die Polizei, Patrick und ich



      Geld aus dem Rucksack gestohlen
      Botswana, Februar 2016
      Am besagten Tag, plante ich eine Reittour durch das Okavango Delta. Als ich auf der Pferdefarm ankam, erklärte mir die Besitzerin, dass ich meinen kleinen Rucksack während der Tour doch bei ihrem Kollegen lassen sollte, damit er mich nicht stört. Ich dachte mir nicht viel dabei und händigte ihm das Ding aus. Als die Tour nach wenigen Stunden vorüber war, vergaß ich meinen Rucksackinhalt zu kontrollieren. Erst bei der Ankunft meines Hostels dachte ich daran. Leider fehlte wirklich etwas - zu meinem Glück aber nur ein Teil des Bargeldes (umgerechnet vielleicht 30-40 Euro). Das war mir wieder einmal eine Lehre nicht jedem zu vertrauen und auf meine Sachen besser aufzupassen.



      Überfall von einem Pavian bei den Viktoriafällen
      Sambia, Februar 2016
      Als ich die Viktoriafälle an der Grenze Sambia-Simbabwe besuchte, beschloss ich noch ein wenig die wunderschönen Wanderwege entlang der imposanten Schlucht zu erkunden. Ich war alleine unterwegs. Auf meiner Erkundungstour sah ich Unmengen von Pavianherden. Diese schienen hier in der Gegend nicht besonders schüchtern zu sein und kamen teilweise ziemlich nah ran. Das lag wahrscheinlich auch daran, dass sie von den Touristen immer wieder gefüttert wurden. Anfangs fand ich die Vieher auch noch wirklich süß und machte Videos und Fotos aus nächster Nähe von ihnen. Nur von den ausgewachsenen Männchen hielt ich immer leichten Sicherheitsabstand, da die Tiere ganz schön groß waren. Als ich gerade ein paar Babyaffen aus nächster Nähe beim Spielen beobachtete, baute sich plötzlich ein riesiges Pavian-Männchen vor mir auf. Er fletschte die Zähne und riss mir meine gelbe Tüte aus der Hand. So schnell konnte ich gar nicht schauen, war er dann auch schon mit dem Ding in den Baumkronen verschwunden. Na, zum Glück hatte ich bloß mein Wurstbrot und nichts Wertvolles in der Tüte. Im weiteren Verlauf der Wanderung hatte ich dann immer panische Angst, dass mir nochmals so ein Riesen-Vieh über den Weg laufen könnte. 




      Rucksack vergessen
      Malawi, Jänner 2016
      Am wunderschönen Malawisee vergaß ich leider meinen heißgeliebten Tagesrucksack in einem Hostel. Diese Unachtsamkeit brachte eine zusätzliche fast zweitägige Busfahrt mit sich. Aber  der Rucksack war es mir wert. 



      Handy futsch 
      Malawi, Jänner 2016
      Zu meiner großen Freude fand ich in einem kleinen malawischen Dörfchen eine Unterkunft für umgerechnet bloß einem Euro/ Nacht. Doch die Freude hielt nicht lange. Als ich am Abend kurz das Zimmer verließ, hatte in der Zwischenzeit jemand mein Handy aus dem Zimmer gestohlen. Die Dorfgemeinschaft zeigte sich äußerst hilfsbereit und half mir bis tief in die Nacht hinein das Ding zu suchen - leider erfolglos. Als ich am nächsten Tag den Polizeiposten im Nachbarort aufsuchte, musste ich mich noch mit den Polizisten ärgern, die Austria nicht von Australia unterscheiden konnten. Ansonsten waren sie aber ganz lieb und teilten sogar ihr Mittagessen mit mir.
      Die genauen Details zu der Geschichte kannst du =>HIER< nachlesen. 



      Betrunkener und bekiffter Guide 
      Malawi, Jänner 2016
      Dass die Einwohner von Malawi ein sehr redseliges Volk sind, mussten meine Reisebegleitung Sonja und ich gleich bei der Einreise nach Malawi feststellen. Wir wollten gerade in Chitimba am Malawisee einen wunderschönen Sonnenuntergang genießen, als uns wieder einmal ein Einheimischer - er hieß übrigens Bob - volllaberte. Er wollte uns ein wenig Gras verkaufen - dieses wird dort übrigens "Malawi Gold" genannt, da es besonders gut sein sollte - und uns zu guter Letzt noch eine kleine Wasserfall-Tour für morgen andrehen. Da er dafür umgerechnet nur drei Euro haben wollte und die Tour fast den ganzen Tag dauern sollte, sagten wir ihm sogar zu. Immerhin lieben wir Wasserfälle. Als Bob am  nächsten Tag am vereinbarten Treffpunkt etwa eine Stunde zu spät erschien, hatte er glührote Mini-Augen. Gleich bei der Begrüßung erzählte er uns dann, dass er heute Morgen schon drei Flaschen irgendeiner lokalen Spirituose getrunken und zwei Joints geraucht hatte. Dafür sah er eigentlich noch ganz gut aus, obwohl man die Alkoholfahne schon deutlich riechen konnte. Er meinte dann noch, dass er mindestens jede Stunde eine kleine Joint-Pause brächte. Na, das kann ja was werden. Nach zehn Minuten gehen musste er sich tatsächlich schon den ersten drehen. Er kam dann auch gleich mit einer Flasche dieser lokalen Spirituose an, die wir unbedingt probieren sollten. Das Zeugs schmeckte gar nicht so schlecht, wir hielten uns jedoch mit dem Trinken etwas zurück, immerhin hatten wir noch eine ordentliche Strecke vor uns. Verwunderlicherweise hatte Bob einen ziemlich flotten Schritt drauf, dem wir nur schwer folgen konnten. Vor allem die Hitze machte uns ordentlich zu schaffen. Der Wasserfall war letztendlich atemberaubend schön. Am Ende der Wanderung verließ uns Bob aber dann ganz plötzlich - er meinte er fühle sich nicht gut und müsste ganz dringend schlafen gehen. Tja, wen wundert´s?

      "Betrunkener und bekiffter Guide"
      Hier am Bild: Beim Drehen seines Joints



      Fähre versäumt aufgrund eines Uhrzeit-Missverständnisses
      Tansania, Dezember 2015
      Ich war gerade mit meiner Reisebegleitung Alex am Viktoriasee. Wir wollten an diesem besagten Tag mit einer Fähre den See überqueren. Gleich in der Früh machten wir uns auf, um noch ein Ticket am Hafen zu ergattern - immerhin fuhr die Fähre nur zweimal pro Woche ab. Der nette Herr am Ticketschalter erklärte uns, dass wir um 8 Uhr am Hafen sein sollten, denn um 8:30 Uhr wäre Abfahrt. Wir schlossen daraus logischerweise, dass 20 Uhr gemeint sein musste, denn 8 Uhr morgens war schon vorbei. Als Alex und ich gegen 14:30 Uhr gerade gemütlich am See in der Sonne relaxten, sahen wir plötzlich wie die Fähre abfuhr. Das kam uns äußerst seltsam vor. Wir fragten den Besitzer unserer Unterkunft nach dem Grund. Wie wir erfahren mussten, hat es sich tatsächlich um unsere Fähre gehandelt. Viele Einheimische in Tansania würden wohl in der "Swahili-Zeit" reden. In der Swahili-Zeit beginnt der der Tag mit dem Sonnenaufgang um 7 Uhr morgens - da Tansania am Äquator liegt, ist dieser das ganze Jahr zur exakt selben Uhrzeit. Der Sonnenaufgang ist die Stunde 1. 8 Uhr ist demzufolge 2, usw. Der Ticketverkäufer hatte mit 8 Uhr also 14 Uhr gemeint. Dieses Missverständnis bescherte uns weitere zwei Tage in dem Küstenörtchen, da wir ja auf die nächste Fähre warten mussten.

      "Fähre versäumt"
      Hier am Bild: die Fähre, die ohne uns davongefahren ist



      Begegnung mit der grünen Mamba
      Uganda, November 2015
      Es war noch relativ am Anfang meiner Reise, als ich mich in einem Regenwald in Uganda total verlaufen hatte. Als wäre das nicht genug, sah ich plötzlich vor mir auf einem Ast eine 1,5 m lange  giftgrüne Schlange, die mir direkt in die Augen schaute. Ich war wie versteinert vor Schreck. Ungewöhnlich langsam verschwand das Biest dann in der Baumkrone. Den genauen Bericht dazu könnt ihr =>HIER<= nachlesen.




      Bei der Blogparade von Ellen auf => PATROTA.COM <= könnt ihr noch mehr zum Thema "Pleiten, Pech und Pannen auf Reisen" nachlesen ;)


      Sonntag, 22. März 2020

      Heimkommens-Update

      By On März 22, 2020

      Kurzes Update bezüglich meiner Heimreise: 
      Am Dienstag (17.3.) gegen Mittag bin ich wohlauf Zuhause bei meinen Eltern gestrandet. Es hat alles problemlos geklappt mit den Flügen. Pünktlich bin ich in München am Flughafen angekommen. Dort schien alle wie ausgestorben. Es gab eine automatisierte Passkontrolle und sonst nichts. Also es wurde weder Fieber gemessen noch bekamen wir als Fluggäste irgendwelche Quarantäne Auflagen aufgrund des derzeitigen Corona Virus. Aber gut, ich komme ja auch aus keinem Risikogebiet. Auch mit den Zügen hatte ich großes Glück. Ich fand sogleich eine Verbindung, die direkt von München aus in meinen Heimatort fuhr. Eigentlich rechnete ich mit Grenzkontrollen zwischen Deutschland und Österreich. Aber auch da war nichts. 

      Mittlerweile habe ich bereits ein paar wunderschöne Tage mit meiner Familie genossen und hoffe, dass die geplante Weiterreise in die Schweiz in den nächsten Tagen genauso problemlos verlaufen wird.

      Erste Frühlingsboten in meiner wunderschönen Heimat in Österreich

      An der Taugl


      Donnerstag, 19. März 2020

      ROUTE INDIEN

      By On März 19, 2020




      Reisezeitraum:
      13.01.2020 - 16.03.2020

      Route: 
      NEPAL - Neu Delhi - Kochi - Alappuzha - Munnar - Thattekad - Bangalore - Hampi - Palolem - Colva - Vagator - Arambol - Vasco da Gama - Dehradun - Rishikesh - ÖSTERREICH





      Montag, 16. März 2020

      Es geht wieder zurück in die Heimat!

      By On März 16, 2020

      Nachdem mein letzter Heimflug aufgrund der derzeitigen Corona Situation abgesagt wurde, hoffe ich nun, dass  es bei meinem zweiten Versuch klappen wird. Derzeit bin ich am Flughafen in Delhi. Gut 80% der Passagiere und des Flughafenpersonals laufen mit Atemschutzmasken herum. In den Apotheken am Flughafen gibt es ein Riesensortiment an Desinfektionsmittel wie auch Atemschutzmasken - in allen möglichen Farben und Ausführungen. Die Leute decken sich wie wild damit ein. 

      Ich persönlich hoffe nur, dass ich wirklich morgen Früh in München ankomme. Und dann auch irgendwie von München in meine Heimat in Österreich. Die Grenze ist ja mittlerweile geschlossen und die Züge fahren nur noch eingeschränkt. Drückt mir also die Daumen. Der Mitarbeiter der meiner Airline konnte mich beruhigen, dass es mit dem Flug höchstwahrscheinlich "noch" klappen sollte. In den nächsten Tagen wird der Flugverkehr nach Deutschland dann aber eingestellt. 

      Indien zu verlassen stimmt mich etwas traurig. Nachdem ich dem Land anfangs etwas skeptisch gegenüber getreten bin, muss ich sagen, dass ich es immer lieber gewann. Ich werde so einiges vermissen: das absolut vorzügliche indische Essen, die traumhaften Strände von Goa, die wunderbaren Yogastunden, die chaotischen Straßen und die maßlos überfüllten Zugfahrten und natürlich auch die super gechillten Einheimischen. Aber das war bestimmt nicht das letzte Mal, dass Indien mich gesehen hat.

      Als kleine Erinnerung habe ich mir gestern noch ein schönes Henna-Tattoo machen lassen :)


      Namaste!


      Sonntag, 15. März 2020

      Fakten über Rishikesh - die Hauptstadt des Yoga

      By On März 15, 2020

      1. Spiritualität und Selbstfindung

      Wenn man in Rishikesh ankommt, spürt man sogleich die "spirituell" angehauchte Atmospähre. Das zieht natürlich allerhand Yogis und sonstige bunte Vögel an. Bereits die Beatles haben diese entspannte und inspirierende Stimmung sehr genossen. Ebenso tun es viele weitere Hippies und Aussteiger. Gekleidet in weiten Leinengewändern und bunten Tüchern spazieren Barfüßige und Dreadlocks-Träger durch die Straßen, vorbei an den unzähligen Ayurveda-Shops, Massagestudios, Yoga-Ashrams und kleinen Läden, in denen allerlei Spiritualität, Esoterik und anderer Hokuspokus angeboten wird. Massenhaft Plakate werben für Reiki, Lachmeditationen, Kristall-Heilung, Darmspülungen, Tantra, vegetarische Superfood-Restaurants, geistige Unterweisung von diversen Gurus usw. Selbstfindung ist an diesem Ort also ein großes Geschäft. Viele hier sind auf der Suche nach dem Lebenssinn und Erleuchtung.

      Rishikesh 

      Ein spiritueller Lehrer und Guru

      Am Ufer des Ganges - dem heiligen Fluss - sitzen Sadhus (auch Bettelmönche genannt), die heiligen Männer Indiens. Ihre langen Dreadlocks hängen ihnen ins Gesicht und gekleidet sind sie mit orangenen Tüchern. Ihren Lebensunterhalt verdienen sie großteils mit Betteln am Straßenrand, während sie genüsslich süßliche Kräuter rauchen. Sie haben kein privates Eigentum und keinen festen Wohnsitz. Man sieht sie nachts auf Bänken am Straßenrand oder in kleinen Holzhütten schlafen.

      Sadhus

      2. Bhang und Shiva

      Mit den süßlich riechenden Kräutern wären wir dann auch schon beim Thema: Bhang. Bhang ist eine traditionelle Hanfzubereitung, die in hinduistischen Religionsritualen Verwendung findet. Der Gott Shiva ist einer der Hauptgötter im Hinduismus.  Er ist bekannt als der Gott der Schöpfung und der Zerstörung. Daneben wohl auch der berühmteste Kiffer Indiens. Er soll die meditationsunterstützende Wirkung von Marihuana entdeckt haben. Um ihren Gott näher zu sein, zählt das Rauchen von "Gras" zu den Lieblingsbeschäftigungen der Sadhus. Aus religiösen Gründen ist ihnen das auch erlaubt.

      Zu bestimmten Feierlichkeiten - wie beispielsweise dem Holi Festival - findet man sogenannte Bhang Lassies (der auch  "Magic Lassie" genannt) überall. Darunter versteht man einen Milchshake, der mit den getrockneten Blättern und Blüten der Hanfpflanze vermischt ist. Vorsicht also, wenn ihr irgendwo einen grünlich-cremigen Milchshake seht. Das Zeug braucht etwa 1-1,5 Stunden bis es dann - oft ordentlich - zu wirken beginnt.

      Holi Festival 

      Bhang Lassie 

      2. Kein Alkohol und kein Fleisch

      Ja, richtig gehört: In ganz Rishikesh bekommt man keinen Alkohol und kein Fleisch - zumindest nicht offiziell. Dafür gibt es jede Menge vegetarischer und veganer Restaurants mit teilweise vorzüglichem Essen. Nach über zwanzig Tagen in Rishikesh muss ich wirklich sagen, dass ich mich dauerhaft daran gewöhnen könnte ohne Alkohol und Fleisch zu leben. 

      Super leckeres vegetarisches Thali

      Smoothie Bowl zum Frühstück 

      3. Affen sind süß, aber Achtung!

      Dabei spreche ich aus Erfahrung. Mittlerweile hatte ich bereits zwei Affenattacken in Rishikesh am eigenen Leib erfahren müssen. Dazu muss ich anmerken, dass jedes Mal Essen im Spiel war. Diese Viecher sind nicht zu unterschätzen. Vor allem auf der Laxman Jhula Brücke sitzen sie den ganzen Tag, um ahnungslosen Leuten ihre Snacks oder sogar Obsttüten aus den Händen zu reißen. Dabei gehen sie nicht besonders sachte vor. Sie kommen aber auch in Restaurants und versuchen durch offene Fenster ins Hotelzimmer einzudringen. Vorsicht auch mit Sonnenbrillen und Handys. Das Zeug ist schneller weg, als einem lieb ist. 


      4. Streunende Hunde und plastikfressende Kühe 

      Streunende Hunde findet man ja vielerorts. Auf streunende Kühe traf ich erstmals in Indien. Sie sind tatsächlich überall: auf den Straßen, auf den Hängebrücken und teilweise spazieren sie sogar in Restaurants. Sie sind aber durchwegs sehr friedlich. Was mir mehr Sorgen macht, ist ihr Essverhalten. Neben Chapatis und Essensresten, die ihnen die Einheimischen füttern, fressen sie allerhand Müll vom Straßenrand. Dabei ist es ihnen egal ob es sich dabei um Plastikverpackungen oder Papier handelt. Seit ich das öfters beobachtet habe, schmeckt mir der Chai Tee nicht mehr ganz so gut wie zuvor, da ich immer daran denken muss, dass er eventuell jede Menge Mikroplastik enthält. 

      Plastik-fressende Kuh auf Rishikeshs Straßen 


      5. Yoga & Ashrams

      Rishikesh gilt als die Welthauptstadt und der Ursprungsort des Yoga. Demzufolge gibt es hier unzählige Ashrams. Gemeint sind damit klosterähnliche Meditationszentren, die unter der Leitung eines spirituellen Gurus und den dazugehörigen Yogis stehen. Hier werden Yoga-Retreats und Yogalehrer-Ausbildungen angeboten. Daneben werden Meditationen und Atemübungen praktiziert. Einige Ashrams - wie z.B. der, in dem ich war - bieten zudem Ayurveda-Behandlungen an. Sie haben außerdem einen recht strengen Tagesplan. Tagwache ist meist schon um fünf Uhr morgens. Der Tag wird mit einer Meditation oder einer Feuerzeremonie gestartet. Man muss aber nicht zwingend in einem Ashram wohnen, um in Rishikesh Yoga zu praktizieren. Fast überall findet man sogenannte "drop-in classes" - das sind zumeist 90-minütige Yogaeinheiten, die ca 200-300 Rupies kosten. Ich habe verschiedene ausprobiert und die Lehrer waren großteils wirklich hervorragend. 


      6. Baden im Ganges

      Wie bereits erwähnt ist der Ganges ein heiliger Fluss der Inder. Im Norden Indiens ist er zum Glück noch relativ sauber. Der gewaltige Fluss verlässt hier den Himalaya und das Garhwal-Gebirge.  Bereits ein paar Kilometer weiter südlich ist er dann schon ordentlich zugemüllt und verdreckt. Die Hindus nutzen das Bad im Ganges um sich von ihren Süden zu reinigen. Zudem streuen sie die Asche der Toten hinein. Jedoch auch für Nicht-Hinduisten ist der Sprung in das kühle Nass eine sehr willkommene Erfrischung.

      Der Ganges in Rishikesh 

      7. Abenteuer und Natur

      Die Gegend rund um Rishikesh eignet sich hervorragend für mehrstündige Wanderungen. Es gibt so allerhand kleine Pfade zu entdecken, welche zu Wasserfällen oder kleinen  idyllischen Bergdörfern führen. Am besten einfach drauf los wandern und selber erforschen. Die Einheimischen warnen zwar vor wilden Elefanten, Tigern und Leoparden - aber ich persönlich habe außer unzähligen Affen keine Wildtiere gesehen und auch niemanden getroffen, der jemals auf solche gestoßen wäre. Es werden zudem überall  auf den Straßen Rafting-Touren angeboten. Das habe ich zwar selbst nicht ausprobiert, aber laut meinen Recherchen sollte das nicht allzu teuer sein.

      Wunderschöne Wasserfälle rund um Rishikesh 












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