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Samstag, 9. November 2019

Everest Base Camp & 3 Passes Trekking: Tag 1 - 4

By On November 09, 2019

Hier eine kurze Zusammenfassung der letzten vier Tage - von voraussichtlich 21 Tagen - am Everest Base Camp Trail: 

1. Tag: Kathmandu - Phaplu

Mit einem Jeep ging es 13 Stunden lang von Kathmandu in das Bergdorf Phaplu. Die Fahrt war äußerst holprig und abenteuerlich.
Kosten für die Fahrt : 1.800 Nepalesische Rupie (NR) = ca 14 Euro


Esel zum Transportieren von Lasten in den abgelegenen Dörfern des Himalaya 

2. Tag: Phaplu - Jubing

  • 29,5 km
  • 1.167 Höhenmeter
  • Eines der Highlights von diesem Tag war bestimmt die Schlange, vor der Andrea im letzten Moment gerade noch so abbremsen konnte. Ob das Tier giftig war oder nicht, wissen wir leider nicht. 
  • Für unsere erste Unterkunft bezahlten wir gerade mal 50 NR pro Person (=40 Cent). 

mein Trekkingpartner Andrea und ich 

3. Tag: Lubing - Surke

  • 20,6 km
  • 2.315 Höhenmeter
  • Der heutige Tag hat ganz schön ausgegeben, da wir einiges an Höhenmetern machten und zudem gute 10 kg am Rücken mit uns herumschleppen. Vor allem in diesen Höhenlagen ist das eine ordentliche Herausforderung. 
  • Ich glaube ich habe noch nie so viele Esel an einem Tag gesehen wie heute. Sie werden zum Transportieren von Lasten genutzt. Immerhin gibt es hier etliche abgelege Bergdörfer, die nur durch tagelange Fußmärsche erreichbar sind. Teilweise kommt man an den Viechern fast nicht vorbei. 
  • Die heutige Unterkunft konnten konnten wir mit etwas Handelgeschick kostenlos bekommen. Wir mussten bloß versprechen, dass wir hier Abendessen und Frühstücken. 
  • Ich gönnte mir noch eine eisig kalte Dusche nach dem guten alten Schöpfprinzip. Für eine warme Dusche müsste man bezahlen, da das Wasser erst erhitzt werden muss. 

Mitten im "Esel-Verkehr" 

auch die Einheimischen müssen hier schwere Lasten von Dorf zu Dorf schleppen


4. Tag: Surke - Monja

  • 15,57 km
  • 1.019 Höhenmeter 
  • Nun am vierten Tag machen sich Rücken und Beine schon ordentlich bemerkbar. Aber die Motivation ist noch voll da, denn die Landschaft ist einfach atemberaubend und ändert sich auch von Tag zu Tag. 
  • Ab Lukla sind nun mehr Trekkingtouristen auf den Wegen anzutreffen. In Lukla befindet sich nämlich ein kleiner Flughafen - einer der gefährlichsten der Welt. Die Tage davor sind wir kaum auf andere Wanderer gestoßen. Die meisten anderen Trekker scheinen aber mit Guides und Trägern unterwegs zu sein. 
  • Statt Esel sieht man nun mehr Yaks auf den Wegen als Transporttiere. 
  • Unterkunft bekamen wir auch heute kostenlos. 
  • Der Besitzer war sogar so nett und genhmigte uns eine gratis heiße Dusche. Wir konnten unser Glück kaum fassen. Ja, oft sind es tatsächlich die kleinen Freuden, die das Leben schön machen. 


In den höheren Lagen werden nun Yaks zum Transport eingesetzt 


=> HIER <= findest du noch mehr Fotos und auch Videos vom Everest Base Camp Trekking





Mittwoch, 6. November 2019

Holprige Fahrt von Kathmandu nach Phaplu

By On November 06, 2019


Heute klingelte mein Wecker bereits um 3:20 Uhr morgens. Völlig verschlafen machte ich mich mit Andrea auf zu dem Platz, wo us der Jeep abholen sollte. Wir wurden ja bereits vorgewarnt, dass die Fahrt nach Phaplu nicht sehr angenehm werden würde. Das hat sich tatsächlich bewahrheitet, dafür entschädigte aber die wunderschöne Gegend. Es ging zudem durch etliche abgelegene Bergdörfer, wo die Leute sehr traditionell leben.

unser Fahrzeug 

Uns wurde gesagt, dass die Fahrt nach Phaplu 10 Stunden dauern würde. Geworden sind es fast 13 Stunden. Das lag wahrscheinlich auch äußerst hungrigen Fahrer, wodurch wir recht viele Essenspausen einlegten. Aber zumindest war diese Fahrt bestimmt eine gute Anti-Cellulite Behandlung, wir wurden nämlich nonstop durchgeschüttelt. 


Frühstück für umgerechnet 70 Cent :) 




Mittlerweile sind wir in dem Dörfchen angekommen und haben eine günstige Unterkunft - eine unbeheizte Hütte- für umgerechnet 1,80 Euro die Nacht gefunden. Wir sind "erst" auf 2.500m Seehöhe und trotzdem muss ich sagen, dass ich ordentlich friere. Bin schon gespannt wie das dann auf über 5000 und 6000 Metern wird. 

Morgen starten wir endlich das richtige Trekking. Ich freue mich schon riesig darauf. Internet funktioniert hier noch so galbwegs, wie es morgen wird, weiß ich aber noch nicht. 




=> HIER <= findest du noch mehr Fotos vom Everest Base Camp Trekking




Dienstag, 5. November 2019

Vorbereitungen für das Everest-Base-Camp Trekking und die Besteigung des Lobuche East 6.119m

By On November 05, 2019

Nachdem ich die letzte Nacht leider den Jetleg zu spüren bekam und deshalb fast nichts geschlafen habe, war dieser Tag heute für mich eine echte Herausforderung. Ich traf mich schon am Vormittag mit Andrea, um alle Vorbereitungen für das Everest-Base-Camp Trekking zu treffen. Ich stellte mir das Ganze zugegebenermaßen etwas einfacher vor.

Trekking- und Klettergenehmigung 

Zuerst mussten wir uns eine Genehmigung für das Trekking und noch eine spezielle Klettergenehmigung für die geplante Besteigung des "Lobuche East" (6.119m) holen und natürlich auch zahlen. 

Grobe Routenplanung

Unser geplantes Trekking wird etwa drei Wochen dauern. Wir haben beschlossen es ohne Guide zu machen, da wir beide Hochgebirgserfahrung haben. Nur für die Besteigung des Lobuche East ist ein Guide obligatorisch. Mit ihm werden wir zum Lobuche High Camp aufsteigen und dort eine Nacht auf 5.400 m campieren. Und dann gegen 3 Uhr morgens starten wir die Gipfelbesteigung. Aber gut, bis dahin werden noch etwa 10 Tage vergehen, die wir mit Trekking und Akklimatisation verbringen. Ich glaube ich war noch nie drei Wochen am Stück Bergsteigen - und schon gar nicht in solchen Höhen. 

Bevor wir den Lobuche East besteigen werden wir noch das Everest Base Camp auf etwa 5.300 m Seehöhe besteigen und noch ein paar andere Gipfel mitnehmen. 

Das alles besprachen wir heute morgen, in dem Büro eines sehr netten Nepalesen, der uns den Guide und alle Genehmigungen besorgt. Da hier in Nepal die Uhren anders ticken als bei uns, zog sich das schon ziemlich in die Länge. Man braucht auch allerhand Sachen für diese Genehmigungen wie z.B. Reisepass, ein Passfoto, usw. 
Zudem wurden wir noch über diverse Regelungen aufgeklärt. Zum Beispiel gibt es immer wieder Checkpoints, wo unser anfallender Müll (Plastikverpackungen etc.) genau gezählt wird, denn man muss tatsächlich alles wieder mit runternehmen, was man rauf bringt. Aber das ist auch gut so. 

Organisation des Transports nach Phaplu

Als das geschafft war mussten wir noch wegen dem Transport nach "Phaplu - das ist der Ort, in dem wir das Trekking starten - organisieren. Es fahren täglich Jeeps in das Bergdorf, das auf 2.468m Höhe liegt. Man sollte sich aber vorher einen Sitzplatz in dem Gefährt reservieren, sonst könnte man Pech haben und muss noch einen Tag warten. Eine andere Option wäre es nach Lukla auf 2.860 m Seehöhe zu fliegen - das würde aber die Kosten sprengen. Zudem ist der Flughafen in Lukla auch als der gefährlichste der Welt bekannt. Sehr viele Flüge müssen aufgrund von schlechtem Wetter immer wieder abgesagt werden. Dadurch, dass wir schon im Phaplu starten, sind wir aber ein paar Tage mehr am Trail.  Aber gut, soviel zur Route.

das süße kleine Tierchen lief uns heute im Park über den Weg :)

Die Sache mit dem Geld 

Natürlich mussten wir dann auch noch jede Menge Geld abheben, da es auf dort in den Bergen keinen Bankomaten gibt. Für die ganzen Übernachtungen in den Berghütten und das Essen kommt auch nochmal einiges zusammen. Nachdem ich etliche Bankomaten in Kathmandu ausprobiert hatte, konnte ich dann endlich einen finden der mir das nötige Kleingeld rausspuckte. Das Problem ist, dass die größte Geldnote in Nepal gerade mal 8 Euro sind - ihr könnt euch also vorstellen, was da für einen Stapel an Banknoten in Händen hielt.

Sonstige Erledigungen

Danach besorgte ich mir noch Medikamente gegen die Höhenkrankheit und ein paar ausständige Equipmentteile. Später mussten wir nochmals bei dem Typen vorbeikommen, um uns die Trekking- und Klettergenehmigungen abzuholen.

die Klettergenehmigung für den Lobuche East - ich werde sogar als Teamleader (Teamführer) angegeben *lach*

die Klettergenehmigung für mich und Andrea


Ob man es glaubt oder nicht, dieser Tag war richtig anstrengend. Vor allem ist Kathmandu auch eine sehr laute und hektische Stadt. Ich freue mich schon sehr darauf, die nächsten drei Wochen im Himalaya zu verbringen. 

Für mich wird es nun auch schon bald ab in die Federn gehen, da ich morgen um 3:30 Uhr aufstehen muss. Um 4:30 Uhr müssen wir beim Jeep sein und gegen 16 Uhr am Nachmittag kommen wir in Phaplu an. Leider wird das keine gemütliche Fahrt, sondern man warnte uns bereits, dass die Bergstraßen dorthin äußerst holprig seien. 

Falls ihr in den nächsten Wochen nicht mehr so viel von mir hört, dann liegt das wohl an der fehlenden Internetverbindung.

Namaste



Also dann, gute Nacht :)







=> HIER <= findest du noch mehr Fotos vom Everest Base Camp Trekking



Montag, 4. November 2019

Kathmandu und der Affentempel

By On November 04, 2019


Wieder neigt sich ein sehr spannender Tag zu Ende. Schön langsam konnte ich in das nepalesische Leben eintauchen. Ich probierte meine ersten "Momos" (= nepalesische Teigtaschen) und muss sagen, dass diese köstlich sind. Dann besuchte ich mit Tashi (ich kenne ihn natürlich von Couchsurfing) den Affentempel in Kathmandu. Unglaublich, wieviele von den Viechern sich dort tummeln. Der Tempel macht seinem Namen  jedenfalls alle Ehre. 

Später traf ich mich noch mit Andrea - dem Italiener, mit dem ich die nächsten Tage durch den Himalaya trekken werde und hoffentlich auch meinen ersten 6000er erfolgreich besteigen kann. Wir planen uns morgen nochmals zu treffen und die ganzen Trekking-Permits zu organisieren und noch fehlendes Equipment aufzutreiben. Am Donnerstag Morgen sollte es dann losgehen. Ich freue mich wirklich schon sehr!

Hier noch ein paar Eindrücke des heutigen Tages: 


da möchte man kein Elektriker sein *lach*

am Motorbike mit Tashi  durch Thamel in Kahtmandu

der Affentempel in Kathmandu




der Affentempel im Abendlicht





=> Hier <= findest du noch mehr Fotos von Kathmandu :)




Angekommen in Kathmandu

By On November 04, 2019


Nach einer gefühlten Ewigkeit kam ich gestern in Kathmandu am Flughafen an. Ich war elendsmüde. Zum Glück ging mit dem Visum alles reibungslos über die Bühne. Immerhin habe ich ja kein Rückflugticket und das stellt dann manchmal Probleme dar bei der Einreise. Aber es hat kein Mensch danach gefragt. Die nepalesischen Grenzbeamten scheinen grundsätzlich sehr freundlich zu sein, und lächelten mich großteils freundlich an.

Überraschungen bei meiner Ankunft am Flughafen

Als ich aus dem Flughäfen Gebäude rauskam war es nach 19 Uhr und schon stockdunkel. Zu meiner Begeisterung jedoch richtig warm - 21 Grad zeigte das Thermometer an. Ich überlegte gerade wie ich hier an Geld kommen sollte und suchte einen Bankomaten. Plötzlich stand ein etwas kleinerer Nepalese vor mir. Er begrüßte mich freudestrahlend mit "Michaela, welcome to Nepal!" Ich schaute ihn erstmal an wie ein Obus. "I´m Rai from Couchsurfing", fügte er hinzu. Nun wurde mir alles klar. Ich habe bei ihm um eine Übernachtung angefragt, und er meinte er kann mich nur eine Nacht aufnehmen, weil er dann schon neue Gäste empfängt. Da dachte ich dann, dass es stressfreier ist, einfach in ein Hostel zu gehen. Trotzdem ließ Rai es sich nicht nehmen, mich abzuholen. Wir setzten uns an den Randstein vom Gehsteig und begannen drauf los zu quatschen. Meine Müdigkeit war schnell verflogen. Rai hatte sogar noch nepalesischen Tee, gekochte Eier und Kekse für mich mitgebracht. Ich konnte gar nicht glauben, was für ein Glückspilz ich eigentlich bin. Außerdem möchte Rai mir helfen einen Bus zu meinem Hostel zu finden, da die Taxis anscheinend recht teuer sind.

Völlig übermüdet aber überglücklich mit Rai am Flughafen von Kathmandu

Wer denkt, das alles klingt schon recht unglaublich, der wird es nun gar nicht mehr glauben. Als ich mit Rai ganz aufgeregt am quatschen war, kommt plötzlich noch ein junger Italiener an und meint so zu mir: "Michaela?". Fassungslos schaute ich ihn an. Das ist doch Andrea, der Italiener mit dem ich vor Wochen in einem Trekkingforum im Internet hin- und hergeschrieben hatte bezüglich Trekking im Himalaya. Er hatte dieselben Pläne, deshalb überlegten wir das gemeinsam zu machen. Aber ganz ehrlich dachte ich der hatte das schon wieder vergessen, da er schon seit über einem Monat in Nepal war und bestimmt schon andere Trekkingpartner gefunden hatte. Doch nun stand er strahlend vor mir und wollte mich tatsächlich am Flughafen überraschen. Ich fühlte mich wie in einem Film. Jetzt war ich gerade am Flughafen in Nepal angekommen und saß nur wenige Minuten später mit einem Nepalesen und einem Italiener teetrinkend an der Bordsteinkante. Was für ein wunderschöner Empfang!! Ich liebe Nepal jetzt schon.


angekommen im Hostel


Kathmandu Nightlife

Andrea brachte mich noch in mein Hostel. Ich dachte, dass ich sofort schlafen werde, da ich nun schon über 30 Stunden wach war. Doch dem war leider nicht so. Ich fühlte mich komplett wach. Also nahm ich noch das Angebot von James an, einen jungen Nepalesen, den ich auch über Couchsurfing kenne, noch etwas trinken zu gehen. Er holte mich mit seinem Motorbike in meinem Hostel ab und wir cruisten durch die Stadt. In einem netten Irish Pub unterhielten wir uns bei einem Bier über das Leben hier in Nepal. Ich kam dann erst gegen 1:30 Uhr in der Nacht ins Bett.

Ein unglaublich schöner und aufregender Tag neigte sich zu Ende. Nun ist schon Montagmorgen und ich genieße mein Frühstück bei einem wunderschönen Ausblick.


Guten Morgen Kathmandu

mein Frühstück (für umgerechnet 3 Euro)

Sonntag, 3. November 2019

Fünf Stunden in Dubai

By On November 03, 2019

09:50 Uhr, 3.11.19
Dubai International Airport

Diesmal sitze ich mit einer Großpackung Datteln und einem Kaffee Americano vor meinem Tablet. Das Einzige, was es hier am Gate gibt ist neben einem Duty Free Shop ein Mc Donalds und ein KFC. Ich hatte so unglaubliche Lust auf etwas Süßes und einen Cappuccino, doch leider musste mich der Mc Donalds mit der Apfeltasche enttäuschen... und mit dem Cappuccino auch. So wurde es nur ein schwarzer Kaffee und Datteln aus dem Duty Free Shop. Daneben plagt mich unglaubliche Müdigkeit. Im Flugzeug konnte ich kein Auge zutun.

Betrunkene Tschechen

Am Flughafen in Prag waren trafen dann noch zwei völlig betrunkene und herumgröledene Tschechen am selben Gate wie ich ein. Inständig hoffte ich, dass die nicht den selben Flug haben. Aber es kam sogar noch Schlimmer! Ich hatte doch glatt meinen Sitzplatz genau neben den beiden. Meine Enttäuschung war mir sichtlich ins Gesicht geschrieben. Die zwei hatten aber scheinbar umso mehr Freude, als ich neben ihnen Platz nahm. Sie begannen gleich noch lauter zu grölen. Der eine sprach sogar ein paar Brocken deutsch und begann mich nonstop vollzulabern. Der nette Flugbegleiter hatte wohl Mitleid mit mir und bot mir an, den Sitzplatz wechseln zu können. Ich lehnte dankbar ab, in der Hoffnung dass die beiden Jungs jetzt dann in einen tiefen Schlaf fallen würden. Ihrer Fahne nach, hatten sich ja ordentlich gebechert. So schnell trat das leider nicht ein. Aber der eine am Fenster schlief dann irgendwann ein, und da wurde Jiroslav, der neben mir saß, auch endlich ruhiger. Er erzählte mir voller Freude, dass dies erst sein zweiter Flug war und er sich schon riesig auf sein All-inclusive Hotel in Dubai freute. Als ich ihm von meinen Reiseplänen erzählte, schien er mir nicht ganz glauben zu wollen. 

Zeitverschiebung in Nepal

Habe nun gerade rein interessehalber gegooglet, wieviel Zeitunterschied eigentlich zwischen Nepal und Österreich ist. Tatsächlich geht die Uhr in Nepal 4 Stunden und 45 Minuten vor. Interessant! So im Viertelstundenthythmus kannte ich das bisher nicht. Aber man lernt nie aus. 

Wo schlafe ich in Kathmandu?

Nun wurde ich schon öfters gefragt, wo ich denn in Nepal nun schlafen werde. Tja, die ehrliche Antwort ist, dass ich es noch nicht weiß. Wollte eigentlich unbedingt couchsurfen, aber das gestaltet sich schwieriger als gedacht. In Nepal ist gerade Hochsaison fürs Trekking, deshalb ist wohl ziemlich viel los. Und da es nicht besonders viele Gastgeber in Kathmandu gibt, bekam ich leider sehr viele Absagen, oder "vielleicht´s". Oder eben nur für eine Nacht, aber das ist mir zu stressig, wenn ich spät am Abend ankomme und dann gleich in der Früh wieder weg muss, um etwas anderes zu suchen. Der eine meinte, ich könnte im Hostel seines Freundes gratis schlafen. Nun habe ich aber gesehen, dass so ein Bett im Schlafsaal dort leppische 2 Euro kostet.  Die Unterkünfte sind generell sehr günstig, ein Einzelzimmer bekommt man ab etwa 4 Euro. Deshalb bin ich nun schon ernsthaft am Überlegen, ob ich mir einfach wo ein Zimmer suche. Aber lassen wir uns mal überraschen wo ich dann schlussendlich lande. Jetzt muss ich erstmals noch die Zeit totschlagen bis zu meinem Weiterflug. Dann sitze ich nochmals vier Stunden im Flugzeug. 

Good morning Dubai












Samstag, 2. November 2019

Es geht weiter nach Nepal

By On November 02, 2019

2.11.19, 18:36 Uhr, Flughafen Prag
Ich sitze gerade bei KFC am Flughafen bei einem Cappuccino und versuche meine letzten tschechischen Kronen loszuwerden. Unglaublich, dass es nun tatsächlich "schon" weitergehen sollte nach Nepal. In etwa einer halben Stunde kann ich mein Gepäck aufgeben und einchecken. Der Flug geht erst um 22:00 Uhr.


Spannende Bekanntschaften in den letzten Tagen... 

Die letzten Tage verliefen wunderbar entspannend. Die Temperaturen hier war ziemlich nahe am Gefrierpunkt, deshalb hab ich mich auch nicht mit großen Vorhaben gestresst. An einem Tag war ich ja mit dem Inder Apoorv unterwegs.

Am nächsten Tag traf ich den jungen Italiener "Andrea" - auch über Couchsurfing. Er ist gerade dabei auf dem Landweg nach Asien zu reisen und möchte dabei Länder wie Kasachstan, Usebkisatan, Kirgistan usw durchqueren. Das hört sich auf alle Fälle sehr spannend an - so etwas in der der Art möchte ich unbedingt auch noch machen. Wir schlenderten durch Prag und tauschten bei einem gemütlichen Bier unsere spannendsten Reisestories aus. Er erzählte mir, wie er damals in Istanbul einem syrischen Flüchtling half nach Deutschland zu kommen. Normalerweise würde er so etwas nicht machen, aber bei diesem jungen Mann in etwa seinem Alter hatte er ein ganz starkes Gefühl ihm helfen zu müssen, erzählte er, und zahlte ihm 200 Euro für einen Schlepper. Natürlich war der junge Syrer nicht alleine dort und auch andere wollten mit. Andrea hätte unmöglich allen helfen können. Deshalb kümmerte er sich nur um den einen Mann. Der war anscheinend überglücklich. Tage später wurde Andrea dann in Istanbul von einer Gruppen Syrer ausgeraubt - er meinte einige Gesichter davon zu kennen, sie waren mit dem Mann unterwegs, dem er geholfen hatte. Unglaubliche Geschichte. Trotzdem meinte er, dass er seine Tat keineswegs bereue, das wäre bestimmt für etwas gut gewesen. Interessiert hörte ich ihm zu. Ist schon spannend, was man als Reisender immer wieder für Geschichten erlebt. Für Außenstehende klingen diese oft fast unglaubwürdig. Ich muss dabei nur an meine Polizeifestnahme in Bolivien denken, oder als ich im Busch von Tansania mit einem Massai-Stamm frisches Ziegenblut getrunken habe. Ach, da gäbe es unendlich viele Stories.

Heute traf ich zum Abschluss nochmals jemanden von Couchsurfing. Jan, einen Slowaken, der schon seit 10 Jahren in Tschechien lebt. Mit einer großen Begeisterung zeigte er mir seine Lieblingsfleckchen in der Stadt und erzählte mir dabei allerhand interessante geschichtliche Details.





Als wir uns später eine Kirche von innen anschauten und dort auf einer Kirchenbank saßen, ergab sich ein tiefgründiges Gespräch über den Glauben und weitere spannende Themen. Wie ich das liebe, wenn man beim Reisen mit völlig fremden Menschen, bei Gesprächen so schnell in die Tiefe geht als würde man sich schon jahrelang kennen. Ein richtig liebenswerter Kerl dieser Jan. Er hat sich herzlich bedankt für meine Zeit. Eigentlich wäre ich diejenige, die sich bedanken müsste.


Als es schon zu dämmern anfing, machte ich mich mit dem Bus auf dem Weg zum Flughafen. Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht. Das war heute noch ein wunderschöner Abschluss in Prag, aber nun bin ich schon sehr gespannt, welche Abenteuer Nepal für mich bereit hat. Ich werde euch auf alle Fälle am Laufenden halten.











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