Enter your keyword

Dienstag, 29. Oktober 2019

Ein Tag im wunderschönen - aber eisig kalten - Prag

By On Oktober 29, 2019

Nun scheint der Winter wirklich schön langsam einzuziehen. Heute war der erste durchgängig bewölkte Tag seitdem ich hier in Tschechien bin. Zudem wehte noch ein eiskalter Wind - und das bei gerade mal vier Grad Celsius. In der Nacht soll es nun auch erstmals Minusgrade haben. Auf alle Fälle ist das eine gute Vorbereitung auf den Himalya. 

Den Tag verbrachte ich mit dem Inder "Apoorv" (ich hab leider vergessen ihn zu fragen wie man diesen Namen eigentlich ausspricht). Mit der Couchsurfing Webseite kann man ja nicht nur bei Fremden übernachten, sondern man kann auch Leute einfach nur treffen, um etwas zu unternehmen. So lernte ich auch Apoorv kennen. Ich glaube ich war Indern gegenüber immer ein bisschen voreingenommen, da ich schon ein paar unschöne Erfahrungen machen musste. Zum Glück konnte ich nun meine Sichtweise ein bisschen ändern. Wir hatten sehr interessante Gespräche und auch jede Menge zu lachen. Es ist immer wieder spannend in fremde Kulturen einzutauchen. Außerdem hab ich nun auch schon meinen ersten Couchsurfing Gastgeber für Indien gefunden, falls ich nach Neu-Delhi komme. 

Wir spazierten durch die Stadt und besuchten dabei unter anderem das "Tanzende Haus". Es steht direkt am Ufer der Moldau und hat eine sehr künstlerische Architektur. Es gibt dort eine keine Bar auf dem Dach mit einer Aussichtsterrasse. Leider ist Apoorv auf der Terrasse fast erfroren - er fand es generell viel zu kalt in Prag, aber gut der ist halt andere Temperaturen gewöhnt - deshalb machten wir es uns dann drinnen mit einer Heißen Schokolade gemütlich und redeten über Gott und die Welt. Obendrein bin ich nun auch ein bisschen über Indien aufgeklärt worden. 

Auf der Dachterrasse vom "Tanzenden Haus" in Prag

Weiter ging es über die bekannte Karlsbrücke ans andere Ufer der Moldau. Die Brücke ist bereits im 14. Jahrhundert errichtet worden und somit die älteste erhaltene Brücke über die Moldau und eine der ältesten Steinbrücken Europas. Man kann sich vorstellen, dass deshalb auch ordentlich was los ist dort. 

Am Ende fanden wir noch eine wirklich sehr nette kleine Kneipe, wo ich endlich das berühmte Gericht "Svícková" ausprobieren konnte. Es ist ein traditionelles Gericht der böhmischen Küche und besteht aus einem Rinderfilet mit einer leckeren Sauce, Knödel und Preiselbeeren - sehr zu empfehlen. Dazu gab es natürlich tschechisches Bier. 

Apoorv beim Studieren der Speisekarte

Svícková


Als Nachspeise gab's "Trdelník" 

Ich bin direkt überrascht wie angenehm der heutige Tag verlaufen ist - ohne jegliche unglückliche Zwischenfälle. 


=> HIER <= findest du noch mehr Fotos von Prag :)











Montag, 28. Oktober 2019

Weiter nach Prag

By On Oktober 28, 2019


... die passendere Überschrift wäre wahrscheinlich "Tag des Unglücks" 


1. Unglück - Beim Duschen:

Begonnen hat das Desaster bereits morgens als ich unter der Dusche war. Ich stand sowieso schon etwas unter Zeitdruck, da ich spätestens um 10 Uhr bei meinem Appartement auschecken musste. Heute sollte es immerhin weitergehen nach Prag. Als ich mich gerade von oben bis unten mit Seife eingerieben hatte, und das Wasser aufzudrehen versuchte... kam einfach gar nichts - kein Tropfen! Das konnte doch jetzt nicht wahr sein. Ich wartete noch ein paar Minuten, aber es war vergebens. Auch am Waschbecken und in der Küche kam kein Wasser. Na gut, von so was lass ich mich nicht unterkriegen, immerhin habe ich solche Situationen auf Reisen schon öfters gehabt. Mir kam auch sofort eine geniale Blitzidee: Ich hatte doch in meiner Wasserflasche noch zirka einen halben Liter Wasser mit frisch gepresstem Zitronensaft. Das war doch perfekt. Damit konnte ich mir tatsächlich die Seifenreste halbwegs gründlich runterspülen.

2. Unglück - Zwei Stunden in der Eiseskälte:

Ich verließ also mein Zimmer, gab die Schlüssel zurück und machte mich auf zur Bushaltestelle, da ich erstmal nach Budweis musste, um von dort dann mit dem Flixbus weiter nach Prag zu fahren. Als ich den Busfahrplan näher betrachtete, musste ich feststellen, dass der nächste Bus erst in knapp zwei Stunden kam. Heute ist in Tschechien nämlich Feiertag, deshalb ist der Fahrplan auch ein bisschen abgespeckt. In den Städtchen Hluboká nad Vltavou hatte demzufolge auch alles geschlossen. Mir blieb nichts anderes übrig, als hier in der Eiseskälte zu warten. Es hatte in der Nacht geregnet, alle Sitzbänke waren nass, es war richtig trübes Wetter und hatte nur um die 5 Grad. Schnell merkte ich, dass ich mir beim Herumsitzen wahrlich alles abfror. Also schnallte ich mir meinen doch recht schweren Rucksack um, und begann herumzuspazieren. Das war zwar recht mühsam, aber wenigstens wurde mir wärmer.

Irgendwann überkam mich starker Hunger. Da ich heute Morgen noch Nudeln von gestern im Kühlschrank hatte, habe ich mir diese zum Glück mitgenommen - in einer schwarzen Mülltüte (eine andere Möglichkeit gab es leider nicht). Ich setzte mich also auf eine nasse Holzbank im Park und begann die puren Nudeln zu futtern - mit den Fingern natürlich. Ein älterer Herr, der gerade mit seinem Hund vorbeikam, sah mich entsetzt an. Ich musste innerlich lachen - der dachte jetzt bestimmt, ich sei eine neue Pennerin hier im Ort. 

Hier genoss ich mein Nudel-Frühstück aus der Mülltüte ;)

Als ich dann endlich im Bus saß, lief vorerst alles nach Plan. Ich kam am späten Nachmittag in Prag an. Zum Glück konnte ich mich recht schnell mit dem Metrosystem dort anfreunden und gelangte ohne Zwischenfälle zu meiner Unterkunft. 

3. Unglück - Die Toploader Waschmaschine:

Das sind diese Waschmaschinen, die man von oben befüllt. Zu meiner großen Freude gab es so etwas in der Unterkunft. Juhuu, ich musste also meine Wäsche nicht mit der Hand waschen. Natürlich wollte ich das Ding sofort ausprobieren. Ich muss zugeben, dass ich mit diesen Toploader Teilen noch keine Erfahrung habe, aber kann ja nicht so schwer sein. Wäsche rein, Waschmittel dazu und aufschalten. Erstmals schien alles okay. Aber nach etwa 20 Minuten stoppte das Teil und zeigte "Error" an. Na toll. Der Deckel ging auch nicht mehr auf, meine Wäsche war also da drin gefangen. Ich startete das Programm einfach nochmal. Es ging wieder 20 Minuten und stoppte. Das Spiel wiederholte ich in meiner Verzweiflung wirklich über Stunden. Es war auch niemand da, den ich fragen konnte. Außerdem war meine ganze Wäsche da drin, wenn ich das  bis morgen nicht gewaschen und getrocknet bekomme, kann ich schlecht außer Haus - außer halt mit meinem Pyjama. Wie durch ein Wunder ließ sich der Deckel plötzlich öffnen. Erleichterung machte sich breit in mir. Leider war das Zeugs jetzt alles klitschnass und das Waschpulver klebte noch dran. Gut, dann werde ich das jetzt einfach händisch im Waschbecken waschen. Eigentlich hatte ich gar keine Lust dazu, denn es war schon spät und bei den vielen Sachen würde das sicher eine Weile dauern. Ich startete das Vergnügen also. Nach dem dritten Teil, bekam ich plötzlich einen Geistesblitz: Vielleicht gibt es ja noch eine andere Waschmaschine in dem Appartmenthaus. Man mag es kaum glauben, aber ich entdeckte zwei Stockwerke darunter tatsächlich eine ganz normale Waschmaschine und sogar einen Trockner. Wow, wer hätte das gedacht? 
Nun konnte ich schlussendlich alles noch ganz problemlos durchwaschen.

Nach einem schönen Telefonat mit einer guten Freundin, konnte ich über die Vorfälle des heutigen Tages nun auch endlich lachen. Eigentlich sind es ja genau diese unvorhergesehene Dinge, die ich am Reisen so liebe und an die man im Nachhinein mit einem riesen Grinsen zurückdenkt. 








Sonntag, 27. Oktober 2019

Hluboká nad Vltavou - eine wunderbare Ruheoase

By On Oktober 27, 2019

Das wunderschöne Städtchen Hluboká nad Vltavou hat etwa fünftausend Einwohner und liegt ganz in der Nähe von Budweis. Meine Entscheidung mir hier ein kleines Apartment für die ersten Tage zu nehmen war goldrichtig. Es ist der perfekte Ort zum Entspannen und Runterkommen. Umgeben von vielen kleinen Seen und Flüssen und eingebettet in die malerische Herbstlandschaft ist es ein wahres Paradies.

Wunderschöne Abendstimmung an einem See in der Nähe von Hluboka

Ich wollte meine Reise nicht allzu hektisch angehen, denn genau so haben meine letzten Tage in der Schweiz jetzt nämlich aufgehört. Immer wieder werde ich gefragt, ob mir denn nicht langweilig wird oder ich mich einsam fühlen würde. Für alle, die sich das auch fragen: Nein, absolut nicht! Ich bin ein Mensch, der viel Zeit für sich braucht und diese Zeit auch sehr genießt. 

meine niedliche kleine Terrasse

Tatsächlich bin ich mittlerweile so tiefenentspannt, dass ich gerade erst vor ein paar Stunden überhaupt gemerkt habe, dass letzte Nacht anscheinend Zeitumstellung war *lach*.  Aber wie sollte ich denn sowas hier auch erfahren? Ich habe weder Fernseher noch Radio, noch hat mich sonst jemand darauf hingewiesen. Ich habe mich nur am späten Nachmittag gewundert, warum es denn gar so früh dunkel wird. Mein Handy hat sich nämlich automatisch umgestellt und zeigte mir natürlich die aktuelle Zeit an. Dann kam mir aber zum Glück doch noch der Geistesblitz mit der Zeitumstellung. 

Da ich die letzten Tage für ausgiebige Herbstspaziergänge und -wanderungen genutzt habe, möchte ich euch die Fotos von dieser traumhaften Gegend nicht länger vorenthalten:






=> Hier <= findet ihr mehr von meinen Fotos zu Hluboká nad Vltavou.


Morgen werde ich nach Prag weiter reisen. Zudem bin ich mittlerweile dran mein Trekking im Himalaya ein bisschen zu planen und mir Couchsurfing-Gastgeber für Kathmandu (=die Hauptstadt Nepals) zu suchen. Ja, ich werde nämlich dort natürlich wieder couchsurfen - und freue mich auch schon riesig drauf. Bin schon sehr gespannt auf die Einheimischen dort. 

Also dann, Gute Nacht :)






Mittwoch, 23. Oktober 2019

Budweis - Die Stadt des Biers

By On Oktober 23, 2019

Tatsächlich wird Budweis auch als "die Stadt des Biers" bezeichnet, da es dort eine traditionsreiche Bierbrauerei gibt. Die meisten haben bestimmt schon mal vom Budweiser Bier gehört. Da ich aber gestehen muss, dass ich Bier zwar gerne trinke, aber leider keine große Bierkennerin bin, habe ich mein erstes Budweiser hier einfach mal aus der Dose - die ich mir zuvor im Supermarkt gekauft habe - getrunken. Wahrscheinlich würden viele nun behaupten, dass man es so eigentlich nicht machen sollte. Ich kann dazu nur sagen: Es hat trotzdem vorzüglich geschmeckt.

Der Plan für heute, war es erstmals auszuschlafen, nach der ziemlich langwierigen Anreise gestern. Aber dem war natürlich nicht so. Um kurz vor sieben war ich putzmunter und wollte unbedingt raus und die Gegend erkunden. Mein kleines Appartment, das ich mir für die ersten paar Tage gemietet habe, steht in dem Örtchen Hluboká nad Vltavou. Es liegt nur 20 Fahrminuten mit dem Bus von Budweis entfernt. Ich möchte mir nun einfach ein paar ruhige Tage gönnen, um ein bisschen vom Stress der letzten Tage runterkommen und mich schön langsam aufs Reisen wieder einzustellen. Ich bin ja gar kein Mensch, der gerne herumhetzt und jeden Tag an einem anderen Ort ist oder sich wilde Sightseeing-Pläne zusammenstellt. Hier in diesem niedlichen Appartment, das auf einem Hügelhang den Ort überblickt und sogar eine kleine Terrasse hat, bin ich auf alle Fälle goldrichtig. 

Als ich aus dem Fenster schaute, konnte ich nicht wirklich viel sehen. Alles war in einen dichten Nebel eingehüllt. Trotzdem beschloss ich mich rauszuwagen. Die nette Vermieterin hat mir gestern noch erklärt wie das mit den Bussen hier funktioniert. An der Bushaltestelle überlegte ich mir, wie man denn "Ceské Budejovice" (= das tschechische Wort für Budweis) am besten ausspricht. Immerhin musste ich dem Busfahrer ja sagen wohin ich möchte. Ich habe nämlich gemerkt, dass die ältere Generation hier nicht wirklich Englisch - geschweige denn Deutsch - versteht. Als ich dem Busfahrer dann meinen mit viel Mühe auswendig gelernten Zielort sagte, konnte er sich ein herzhaftes Lachen nicht verkneifen. Den tschechischen Akzent habe ich demzufolge wohl noch nicht so drauf. Aber ich bekam mein Fahrtticket. Er entgegnete noch etwas auf tschechisch, das ich natürlich nicht verstand.

In Budweis angekommen schlenderte ich durch die hübschen kleinen Gassen. Vor allem die Gegend rund um die Moldau ist wunderschön.



Kurz nach Mittag riss die Nebeldecke dann endlich auf. Ich genoss die Sonnenstrahlen in vollen Zügen, während ich am Ufer der Moldau saß und entspannte. Später kamen noch ein paar junge Männer vorbei. Kurzerhand ließen die Jungs, die Hüllen - bis auf die Unterhose - fallen und sprangen dann zu meiner Überraschung in die Moldau. Und ich dachte schon, nur ich würde immer so verrückte Sachen machen. Schade, dass ich meinen Bikini nicht dabei hatte.


Na dann, Prost ;)


=> HIER<= findest du noch mehr meiner Fotos von Budweis.





Dienstag, 22. Oktober 2019

On the road again!

By On Oktober 22, 2019



Soo, meine Reiseabenteuer werden nun endlich weiter gehen - und zwar für die nächsten fünfeinhalb Monate. Immerhin habe ich nach meiner langen Open-End-Weltreise jetzt nun tatsächlich fast zwei Jahre in der Schweiz gelebt und gearbeitet. Der Alltag hatte mich also wieder, aber der unaufhörliche Drang nach dem Reisen und weiteren Abenteuern nagte trotzdem die ganze Zeit über an mir.

Anfangs dachte ich, dass die Schweiz nur ein kurzer Zwischenstopp werden wird - mittlerweile hat es mir aber angefallen zu gefallen hier. Die wunderschöne Berg- und Seenwelt hat mich voll in ihren Bann gezogen. Zudem habe ich eine tolle Arbeitsstelle gefunden, die es mir tatsächlich ermöglicht das halbe Jahr zu reisen und die andere Hälfte zu arbeiten. Davon habe ich früher immer geträumt. Ich kann es noch gar nicht ganz fassen, dass dieser Traum nun tatsächlich zur Wirklichkeit geworden ist. Das zeigt wieder einmal ganz klar, dass sich Träume erfüllen können, wenn man ganz fest an sie glaubt.

Was habe ich für diese Reise nun geplant?

Da ich ja "nur" 5,5 Monate Zeit habe - es ist also diesmal keine "Open-End-Reise" - musste ich mir einen groben Plan erstellen. Schnell habe ich aber gemerkt, dass ich schon wieder viel zu viel im Kopf habe, was ich gerne machen würde. Und einen Stress beim Reisen ist das Letzte, das ich haben möchte. Deshalb habe ich mir nur ein paar grobe Punkte rausgesucht, die ich gerne machen würde, aber sie sind auf alle Fälle kein Muss. Beim Reisen finde ich es ja am Schönsten, wenn man nie weiss was der nächste Tag bringt und man sich einfach treiben lassen kann.

Was aber fix ist, ist dass ich als erstes nach Tschechien reisen werde. Von dort aus habe ich dann am 2.11. einen Flug in die Hauptstadt Nepals, nämlich nach Kathmandu. Meine weiteren grobe Pläne/Ideen sehen so aus:

  • Trekking im Himalaya - Ich werde auf alle Fälle ein paar Tage oder vielleicht sogar Wochen im Himalaya trekken - mein grosses Ziel wäre es ein oder zwei 6000er zu besteigen. Bin schon gespannt, ob das diesmal klappt. In den Anden Südamerikas hatte ich damit leider immer grosses Pech - einmal machte mir die Höhenkrankheit einen Strich durch die Rechnung und das andere Mal waren es sehr schlechte Schneeverhältnisse.
  • Vipassana - Schweigemeditation: Ich würde liebend gerne eine 10-tägige Schweigemeditation in einem buddhistischen Kloster machen. Wie der Name schon sagt, darf man die ganzen 10 Tage nicht sprechen. Zudem sind Handys, Bücher, Schreibmaterial usw verboten. Man kann sich also völlig auf sich selbst konzentrieren, was in unserer hektischen Zeit oft fast unmöglich ist. Es gibt aber noch weitere strenge Regeln dort: Tagwache ist um 4 Uhr morgens, zu Essen gibt es nur sehr einfache vegetarische Kost (das wird für mich wohl das Schwierigste *lach*), Meditation steht natürlich im Mittelpunkt, man schläft mit mehreren Menschen auf recht harten Matratzen im selben Raum usw. Die Vipsassana Meditation ist an keine Religion gebunden. Das Ganze kostet auch nichts, aber man kann am Ende eine freiwillige Spende geben. 
  • Indien: steht schon sehr lange auf meiner Bucket List :)
  • Yoga Retreat oder evtl. eine Yoga-Lehrer-Ausbildung: Da ich Yoga liebe und es ursprünglich aus Indien stammt, würde ich dort sehr gerne eine Yoga-Lehrer-Ausbildung oder vielleicht ein Yoga-Retreat machen - je nachdem wie es zeitlich drin liegt. 
  • Tibet: Würde ich an und für sich sehr spannend finden, aber das mit dem Visum ist leider nicht so einfach. Man braucht nämlich einen Reiseveranstalter, Individualreisen sind anscheind nicht erlaubt. Und ich bin ja nicht so der Fan von Gruppenreisen und Reiseführern. Aber ich werde von Nepal aus nochmal schauen wie das wirklich läuft.
Mal sehen, wie viel davon ich am Ende wirklich mache!

Erste Geduldsproben auf meiner Reise

Heute morgen habe ich bereits um 6:20 Uhr morgens meine Wohnung in der Schweiz verlassen. Geschlafen habe ich nur wenig und ziemlich durchzogen - wahrscheinlich die Aufregung. Geplant wäre es gewesen, dass ich um etwa 20:30 Uhr in meiner Unterkunft in dem Örtchen Hluboká nad Vltavou - nur 20 Fahrminuten von Budweis entfernt - ankommen sollte. Eine ziemlich lange Reise mit Bus und Bahn. Ich musste ganze sechs Mal den Zug wechseln, und die Umstiegszeiten waren teilweise recht eng angesetzt. Aber gut, eigentlich fahre ich liebend gerne Zug, zudem war es die günstigste Möglichkeit hierher zu kommen. Tatsächlich angekommen bin ich dann um 23:15 Uhr. Es gab einen Zugausfall bei der Deutschen Bahn und noch sämtliche Verspätungen. Ich muss sagen, das Ganze war eine erste große Geduldsprobe auf meiner Reise. Dass ich diese bereits in Deutschland erleben durfte, dachte ich mir wirklich nicht. Ich schaffte es am Ende schon fast nicht mehr mich wach zu halten.

Tschechische Züge sind eindeutig die Gemütlichsten ;)

Ich dachte wirklich schon, dass ich gar nicht mehr an meinem Zielort ankommen werde und auf irgendeinem Bahnhof übernachten muss - das wäre dann wenigstens eine gute Möglichkeit gewesen meinen neuen Schlafsack auszuprobieren, den ich mir extra für den Himalaya gekauft habe. Aber diese unvorhergesehen Situationen machen das Reisen so spannend. 

In diesem Sinne: Gutes Nächtle :)


Montag, 21. Oktober 2019

Packe, packe Rucksack

By On Oktober 21, 2019

... das hört sich im ersten Moment gar nicht so wild an - dachte ich zumindest bevor ich mir überlegte, was denn alles einpacken muss für meine anstehende Reise. Für alle, die es noch nicht wissen: Mir stehen 5,5 Monate der grenzenlosen Freiheit und Abenteuer bevor. Es geht nun zuerst für ein paar Tage nach Tschechien und dann nach Nepal. Der weitere Reiseverlauf steht noch nicht fest. Immerhin gibt es nichts Schöneres als jeden Tag aufs Neue komplett spontan zu entscheiden, wo es hingehen sollte und wo nicht.

Aber nun wieder zum Grundthema zurück: das liebe Rucksack packen. Da ich ja unter anderem nach Nepal reise und dort - so wie auch bei uns - nun bald der Winter einkehren wird, brauche ich eine ganze Menge warmer Klamotten. Zudem ist mein großes Ziel - wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt - der Himalya. Also kommt noch Wander- und Trekking-Ausrüstung dazu. Dass das ganze Zeugs viel Platz brauchen wird, war mir von Vornherein klar, nichtsdestotrotz unterschätzte ich es ein bisschen. Ich habe aus meinen vorherigen Reisen schon viel für mich gelernt was das Leichtgewicht-Packen angeht, aber dennoch war es erneut eine Herausforderung. So ein Schlafsack für bis zu -36 Grad Celsius beispielsweise, braucht ordentlich Raum. Dann kommen noch Daunenjacke, Hardshelljacke, Haube, dünne und dicke Handschuhe, Schuhwerk usw dazu. Im Endeffekt bin ich aber ziemlich stolz auf mich, denn ich habe tatsächlich alles in meinen Rucksack reingebracht - und das Gewicht fühlt sich am Rücken noch okay an. Das ist auch gut so, immherin werde ich mit dem Ding wochenlang durch den Himalya trekken - das heißt er wird von mir täglich mehrere Stunden am Rücken herumgeschleppt und das in Höhenlagen von 4000 bis über 6000 Metern. Na gut, das mit den über 6000 Metern ist noch nicht so fix, das kommt darauf an, wie es mir diesmal mit der Höhe gehen wird. In den Anden hatte ich damals auf etwa 6000m Seehöhe nämlich eine ordentliche Höhenkrankheit ausgefasst.


So sieht mein Rucksack Inhalt für die nächsten 5,5 Monate aus

Minimalistischer Lebensstil...

Das ist zur Zeit ein Begriff, der in fast aller Munde ist. Die Menschen möchten wieder mehr weg vom Konsumwahn - "weniger ist mehr", also. Bei meiner über 2-jährigen Weltreise lebte ich die ganze Zeit aus dem Rucksack. Und ob man's glaubt oder nicht: Da hatte ich tatsächlich alles dabei, was ich brauchte. Wollte ich mir irgendetwas Neues kaufen, dann musste dafür ein anderes Teil weg, sonst wäre das platzmäßig nicht möglich gewesen.

Kaum begann ich in der Schweiz zu arbeiten, häufte ich mir leider nach und  nach wieder nutzloses Krimskrams an. Da ich jetzt für diese Reise mein kleines Studio wieder räumen musste und nur begrenzten Lagerraum für meine Sachen habe, hieß es ordentlich ausmisten. Es macht mich schon nachdenklich, wie schnell man wieder in so einen Konsumwahn verfällt. Das meiste konnte ich zum Glück verkaufen oder verschenken. Aber mein Vorsatz für die Zukunft ist auf alle Fälle nicht mehr so viel Geld auszugeben, für Dinge, die man eigentlich gar nicht braucht.


Pack-, Umzieh- und Ausmistchaos *lach*





DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN:





Folge mir per E-Mail