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Montag, 5. November 2018

Auf zum Nil


Weiter geht´s 

Heute sollte es weiter gehen, zurück in Richtung Kampala. Bevor wir uns jedoch wieder in das Großstadtgetümmel wagen, möchten wir noch zwei entspannte Tage am Nil verbringen. Die Zeit rennt mittlerweile - in ein paar Tagen sitzen wird schon wieder im Flugzeug nach Hause.

Wir frühstückten im Camp und wollten dann schön langsam packen. Der Besitzer des Camps saß noch gemütlich beim Frühstück. Er wollte ja dann mit uns nach Mbale fahren, damit wir ihm dort das Geld geben können. Plötzlich rief uns jemand zu, dass der Bus schon da sei. Da der nur einmal am Tag fährt, mussten wir den auf alle Fälle erwischen. Das war jetzt natürlich wieder ein Riesenstress. So früh haben wir wirklich nicht damit gerechnet, dass er aufkreuzt. Gestern kam er immerhin über eine Stunde später an. "T.I.A." - sag ich da nur.

Auch der Campbesitzer wurde nun sichtlich gestresst. Hektisch rief er uns zu wir sollten uns beeilen. Letztendlich klappte es alles.

Der Bus war etwa halbvoll mit Leuten. Die unasphaltierte Straße war ordentlich holprig, doch mit der Zeit wurde sie zum Glück etwas besser. Der junge Mann, der eine Sitzreihe vor uns saß, zeigte ein ausgeprägtes Redebedürfnis und wollte dann auch noch unbedingt meine E-Mail Adresse und meine Handynummer haben.

Mbale - eine chaotische Stadt 

Endlich in Mbale angekommen, folgten wir dem Campbesitzer quer durch die Stadt, da er uns zu einem Bankomaten bringen wollte. Mbale ist ziemlich chaotisch, voll von Menschenmassen, staubig und heiß. Die Bankomat-Suche zog sich noch ordentlich in die Länge. Der erste funktionierte nicht. Vor dem zweiten stand bereits eine endlose Schlange an. Schlussendlich klappte es dann aber doch noch.

Der Campbesitzer brachte uns in ein kleines Restaurant. Eigentlich wollten wir jetzt gar nichts essen, sondern einfach nur möglichst schnell weg von hier, um dann die Zeit am Nil noch genießen zu können. Wir erklärten ihm kurzerhand, dass wir ihn jetzt gleich zahlen möchten und dann weiterreisen werden. Wir übergaben ihm das Geld.

Er ließ es sich aber nicht nehmen, uns noch zum Busbahnhof zu bringen. Alle paar Meter wurden wir von Männern angequatscht, die unbedingt wollten, dass wir mit ihrem Matatu oder Bus mitfahren. Natürlich hatten sie alle den billigsten Preis und die schnellste Route. Letztendlich entschieden wir uns für einen großen Bus, da diese meistens nicht so oft halten, wie die kleinen Matatus. Woran wir aber nicht gedacht hatten ist, dass es natürlich viel länger dauert, so einen großen Bus zu füllen. Es zog sich also noch ordentlich in die Länge, bis wir endlich losfuhren.

Wieder hatte ich einen äußerst redseligen Sitznachbar. Großzügig teilte er Nüsse und andere kleine Snacks mit mir. Und natürlich wollte auch er wieder meine Nummer und E-Mail Adresse.

Angekommen in Jinja

Was waren wir froh, als wir endlich in Jinja ankamen. Von dort aus ging es mit einem Boda-Boda zu einem wirklich schönen Camp am Nil.

Wir schliefen in einem sozusagenen Dorm (=Schlafsaal) mit drei Stockbetten. Es war eigentlich ganz okay. Das beste war, dass das Hostel über einen kleinen Pool verfügte und natürlich die direkte Lage am Nil.

Es führte ein steiler Weg hinunter zum Fluss. Dort gab es zu unserer Freude einen Tarzanswing, den wir natürlich sofort ausprobierten.





Ganz begeistert waren wir auch von all den süßen Äffchen, die sich rund um die Anlage und auch in der Anlage tummelten.






Aussicht von der Hostelbar über den Nil - traumhaft schön :)

Später gönnten wir uns ein leckeres Abendessen im Hostel. Lang ist es nun schon her, dass wir so etwas Gutes zu essen bekamen. In der Karamoja-Region, war das Nahrungsmittelangebot immerhin sehr beschränkt.

Am Abend besuchte uns dann noch Mozzy. Den kenne ich von meiner ersten Ugandareise. Mozzy ist eigentlich ein ganz Lieber, aber so ein richtiger "Muzungu-Hunter". Darunter versteht man Afrikaner, die es sich mehr oder weniger zur Lebensaufgabe gemacht haben, sich weiße Frauen zu angeln. Ich glaube Mozzy ist tatsächlich einer der bekanntesten Muzungu-Hunter in ganz Uganda *lach*. Sogar meine Freundin Katharina, die ich damals in Uganda kennengelernt habe, hat schon Bekanntschaft mit ihm gemacht.

Mozzy und ich





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