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Mittwoch, 7. Juni 2017

Isla del Sol - Die Sonneninsel



Die Isla del Sol (zu deutsch: Sonneninsel) liegt am Titicacasee auf der bolivianischen Seite. Auf der  Insel leben etwa 2.000 Menschen. Von Copacabana aus verkehrten zweimal täglich Boote zur Isla del Sol. Die Insel ist auch bei den Touristen recht bekannt, da sich dort neben netten Hostels auch einige Inkaruinen befinden. Außerdem eignet sie sich perfekt für kleine Wanderungen. Motorisierte Fahrzeuge gibt es auf der Insel keine, dafür aber Unmengen an Eseln.

Isla del Sol


Von Copacabana zur Sonneninsel

Ich hatte mir schon gestern im Voraus ein Bootsticket zur Sonneninsel gekauft. Diese werden so gut wie überall in Copacabana und auch am Hafen selbst verkauft. Kosten: 25 Bolivianos (= 3,25 Euro) für Hinfahrt oder 30 Bolivianos (=3,91 Euro) für Hin- und Rückfahrt - wenns am gleichen Tag ist. Abfahrt der Boote ist zweimal am Tag: 8:30 und 13:30 Uhr. Ich fuhr am Morgen. Am Hafen standen sehr viele Touristen - oje. Dann durften wir auf das recht kleine und nicht besonders stabile Holzboot. Ich hätte nie gedacht, dass wir da alle drauf passen. Auf alle Fälle war es letztendlich maßlos überfüllt. Zu unserem Unglück war das Wetter recht trüb und windig. Der See schlug große Wellen. Es ging also sehr ruckelig los. Ich hatte ernsthafte Befürchtungen, dass wir kentern. Normalerweise macht mir auch das Schaukeln nichts aus, aber heute war es wirklich extrem und mir wurde tatsächlich etwas flau im Magen. Den anderen ging es nicht anders. Die Gesichter waren zum Teil fahl. Dann ging es los, der erste musste erbrechen. Und dann auch schon der nächste. Es wurde mehrmals quer übers Boot gebrüllt, wer denn noch Plastiktüten hätte, die als Brechtüten fungieren könnten. Ihr könnt euch also vorstellen, dass es eine sehr aufregende Fahrt war. Das Gute daran war jedoch, dass ich eine sehr nette Berlinerin kennen lernte. Sie heißt übrigens auch Michaela.

Auf der Sonnensinsel angekommen

Nach etwa zwei Stunden Fahrt kamen wir auf der Insel an. Das Wetter hatte sich nun zum Glück gebessert. Das Team Michaela & Michaela starteten gemeinsam die Inselerkundungstour. Es wurde uns gesagt, dass um 15 Uhr Rückfarht sei. Die Sonneninsel ist wirklich wunderschön und vor allem sehr ruhig. Wir wanderten zwischen unberührter Natur und Anbaufeldern der Inselbewohner über die paradisische kleine Insel. Nicht zu vergessen: vorbei an Unmengen von Eseln. 
Man kann auch auf der Insel schlafen, es gibt nämlich einige hübsche Hostels. 

jede Menge Esel am Titicacasee




die Kirche auf der Isla del Sol

einheimische Frau treibt ihre Eselherde den Weg entlang


Für uns ging es aber am selben Tag wieder zurück. Die Fähre, die uns um 15 Uhr versprochen war, fuhr leider erst um 16 Uhr los - wieder völlig überladen. Doch die Rückfahrt verlief ganz ruhig, da sich der Wellengang wieder gelegt hatte.

Zurück in Copacabana sah ich mir gemeinsam mit Michaela den Sonnenuntergang vom Cerro Calvario an. Wunderschön sag ich euch - seht selbst.


wunderschöner Sonnenuntergang mit Blick auf Copacabana


Michaela & Michaela


Morgen geht es für mich weiter in das klitzekleine und natürlich völlig touristenfreie Dörfchen Chicharro - es hat übrigens noch nicht einmal auf Google Maps Einzug gefunden. Dort habe ich nämlich einen ziemlich freakigen Couchsurfing Gastgeber ausfindig gemacht: Ernst, 57 Jahre aus, ursprünglich aus Vorarlberg und Hare Krishna Anhänger. Bin schon gespannt! 



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