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Samstag, 29. Oktober 2016

Abenteuer abseits der Touristenpfade

Unglaublich, aber Anki wird mich in 2 Tagen schon wieder verlassen. Wo bleibt denn die Zeit bloß immer? Wir beschlossen einen letzten Wandertag einzulegen. Auf meinen online Maps habe ich einen Wasserfall in den Bergen entdeckt. Da wollen wir hin. Jozef erklärte mir, dass dies nicht möglich sei, da dort kein offizieller Weg hingehe und wir außerdem viele Privatgrundstücke durchqueren müssten. Zudem wäre es viel zu weit entfernt. Wir ließen uns von seinen Einwänden nicht abhalten und starteten. Wir fanden einen kleinen "Kuhweg" , der die Berge recht steil hochführte. Irgendwann kamen wir an ein Schild, das besagte, dass dies ein Naturschutzgebiet sei und es für Touristen verboten sei dieses zu betreten. Da es auf spanisch war, hatten wir den Ausländer-Vorteil - "no entiendo" - wir verstehen es einfach nicht. Es ging ca 1,5 Stunden bergauf. Auf einmal hörten wir eigenartige Geräusche. Was sollte denn hier mitten im Nirgendwo sein? Plötzlich sahen wir doch glatt ein kleines Häuschen. Im Garten war ein Schwein, welches vermutlich die Geräusche machte. Unglaublich, dass hier Leute leben, so fernab von jeglicher Zivilisation und abgeschnitten von jeglichem Straßennetz. Nun ging die Wanderung gemütlicher entlang eines kleinen Flusses voran. Wir stießen noch auf ein paar vereinzelte einfache Häuschen. Laut meinen Maps sollte der Weg den Fluss entlang die andere Seite des Berges wieder hinunter führen. Doch irgendwie wurde der Weg immer weniger, dafür aber das Dickicht immer mehr. Der Fluss führte durch eine steile Schlucht. Wir versuchten dem kleinen Gämsenweg zu folgen, was mit einigen Klettereien verbunden war. Wir überlegten kurz, ob wir vielleicht doch umdrehen sollten, da wir uns nicht sicher waren ob wir hier jemals wo ankommen werden. Doch wenn wir umdrehen würden müssten wir uns auch schleunen, denn bereits in wenigen Stunden wird es dunkel werden. Wir gingen also weiter. Nach einer super abenteuerlichen Wanderung erreichten wir irgendwann wieder so etwas wie einen normalen Weg. Einige Männer passten uns dort ab. Sie fragten woher wir um Himmels Willen kommen. Ich erklärte ihnen unseren Weg und sie starrten mich ungläubig an. Das sei doch viel zu gefählich. Außerdem wäre dieses Gebiet für Touristen verboten. Ach so, das tut uns natürlich unendlich leid. Sie ließen uns dann netterweise gehen und wünschten uns einen sicheren Heimweg. Wir hatten weitere 1,5 Stunden bis nach Villa de Levya vor uns. Sie letzten 30 Minuten waren wir so müde, dass wir beschlossen Auto zu stoppen. Wir hatten Glück und eine nette Dame aus Bogotá nahm uns mit.

Heute Abend werden wir ausnahmswiese lecker essen gehen - das haben wir uns verdient!





No entiendo ;)

Blick auf Villa de Leyva 


















Wasserfall 


Kletterpartie


abenteuerliche Flussüberquerung



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