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Samstag, 13. August 2016

Traditionelle Dörfer und Fledermausabenteuer

Auf Irrwegen durch traditionelle Dörfer

Beim Frühstück schlugen Kara und Mikel ganz motiviert vor, dass wir heute doch - zur Abwechslung wieder einmal :D - wandern gehen könnten. Mich plagte zwar noch ein wenig der Muskelkater der Acatenango Besteigung aber natürlich willigte ich trotzdem ein. Wir fragten den Besitzer unserer Unterkunft nach Tipps. Er schlug einen schönen Aussichtspunkt vor. In der brütenden Mittagshitze machten uns also auf den Weg. Immer wieder kamen wir an sehr einfachen Häusern vorbei, die ferab jeglicher Zivilastion und Stromverbindingen liegen. Als uns die Menschen dort sahen wirkten sie aufgeregt und belustigt zugleich. Die ganze Familie vetsammelte sich um uns neugierig zu bestaunen. Wir merkten mit der Zeit, dass diese Leute auch kein spanisch sprechen. Diese traditionellen Dörfer verständigen sich in der Sprache der Maya. Wir waren schon ziemlich lang unterwegs, doch von einem Aussichtspunkt war keine Spur. Aber die Wanderung durch diese Bergdörfer fanden wir mindestens ebenso spannend. Ich glaube teilweise haben die Kinder dort noch nie eine weiße Person gesehen. Irgendwo mitten in den Bergen stießen wir sogar auf eine einfache Kirche und eine kleine Schule. Unvorstellbar was für weite Schulwege die Kinder hier täglich zurücklegen müssen. Teilweise plagten sich Männer sowie auch Kinder die steilen Wege entlang mit einer ordentlichen Ladung Holz oder riesigen Säcken Reis am Rücken. Sie musterten uns neugierig, waren aber überaus freundlich. Irgendwann beschlossen wir umzudrehen, da wir schon zwei Stunden unterwegs waren und die Wegen kein Ende zu nehmen schienen. Die Hitze machte uns zudem ordentlich zu schaffen. Wir beschlossen zum Fluss, in der Nähe einer riesigen Höhle zu wandern.

Im Labyrinth der Höhlen von Lanquín

Das Wasser war erstaunlich kalt, doch das war genau das, was wir gerade brauchten. Danach erkundigten wir mit unseren Stirnlampen bewaffnet die Höhle. Diese sollte anscheindend mehrere Kilometer lang sein, doch nur die ersten paar hundert Meter sind mit Wegen ausgebaut. Mein Abenteuergeist trieb mich natürlich um einiges weiter hinein. Leider gestaltete sich das Ganze zunehmends schwieriger, da die Felsen dermaßen rutschig waren, dass es fast unmöglich war sich fortzubewegen. Zudem war es auch gefährlich, da es teilweise ein ordentliches Stück in die Tiefe ging. Zuguterletzt verlor ich im Labyrinth der Gänge auch noch meine Orientierung, mein Flip Flop riss und meine Füße waren auf und auf voll mit Fledermauskacke. Ich rief nach Mikel und Kara, konnte aber nur schwer zuordnen aus welcher Richtung ihre Antwort kam. Ich war heilfroh als wir wieder vereint waren.

Unvergessliches Fledermausabenteuer

Wir machten uns auf den Weg zum Ausgang und beschlossen dort bis zum Sonnenuntergang zu warten. Man sagte uns nämlich, dass um diese Zeit die Fledermäuse erwachen und zu Tausenden aus der Höhle fliegen. Um kurz vor 18 Uhr sahen wir einige dieser Tierchen aus der Höhle kommen. War zwar ganz nett, aber wir hatten es uns etwas eindrucksvoller vorgestellt. Wir beratschlagten gerade ob wir zurück zum Hotel gehen sollten, als ein unvergesslich eindrucksvolles Naturschauspiel begann. Plötzlich standen wir inmitten von tausenden wirr durch die Gegend flatternden Fledermäußen. Kara bekam Panik und ergriff laut kreischend die Flucht. Mikel und ich kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die Situation hatte fast einen kleinen Horrorfilm-Touch. Wir waren eine ganze Stunde damit beschäftigt dieses verrückte Treiben zu beobachten. Es wurden auch keineswegs weniger, ganz im Gegenteil. Wir standen inmitten einer schwarzen Wolke. Die Tiere flogen haarscharf an uns vorbei, es passierte aber niemals, dass uns eine direkt berührte. Dieses Erlebnis werde ich bestimmt nicht so schnell vergessen!
=> Video 1: Fledermaushöhle
=> Video 2: Fledermaushöhle

unsere Wanderung

grüne Hügellandschaften soweit das Auge reicht

Minikirche in einem kleinen Bergdorf

Junge Männer schleppen Reissäcke die steilen Wege hoch

Lanquín hinter den Maisfeldern

Kara, Mikel und ich


Keine Feuerwaffen in den Höhlen erlaubt - diese Hinweisschilder sieht man vor jedem Hotel, jedem Minishop, jeder Bank, .... einfach überall 

Der Eingang der Höhlen




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