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Sonntag, 26. Juni 2016

La Palma mit Melvin

Nachdem Josué gestern ordentlich einen ausgefasst hatte - anscheinend trinkt er normalerweise keinen Alkohol, dafür haute er aber gestern umso mehr rein - musste er sich heute Morgen erstmals auskurieren. Für mich ging es mittags los in Richtung San Salvador, der allseits gefürchteten Hauptstadt, die wohl zu den 3 gefährlichsten Städten der Welt gehört. 

Auf der Fahrt dorthin mit dem Chickenbus entdeckte ich einige graffitibemalte Mauern mit den Initialien "MS - Mara Salvatrucha". Die Maras sollen ganze Stadtviertel hier beherrschen. Außerdem habe ich noch nie so viele bewaffnete Menschen gesehen wie hier, überall sieht man bewaffnetes Militär und bewaffnete Sicherheitskräfte, sogar auf den Bushaltestellen. Teilweise stiegen sogar ganz normale Fahrgäste zu, die ein Gewhr dabeihatten - gruselig! Zu allem Überfluss verpasste ich auch noch meine Haltestelle zum Aussteigen und musste somit in der Stadt herumirren. Wie es das Glück so will, kam mir aber ein lieber älterer Herr zur Hilfe und geleitete mich zum gesuchten Busbahnhof. Dort herrschte wildes Chaos. Zum Glück tauchte Melvin bereits nach wenigen Minuten auf. Wir fuhren gemeinsam in das Bergdorf "La Palma" und können dort bei einem Freund von ihm nächtigen. Die Busfahrt dahin dauerte knappe 3 Stunden - für 60km!!! - die Straße führte aber steile Bergstraßen entlang. Das Dorf liegt auf über 1000m Seehöhe, dadurch herrscht dort ein sehr angenehmes Klima. Morgen wird vielleicht der höchste Berg El Salvadors erklommen, falls alles nach Plan läuft!

"In diesem Haus möchten wir ein Leben ohne Gewalt gegenüber Frauen"

Diesen Spruch kann man an fast allen Häusern in Suchitoto finden.

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