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Donnerstag, 31. März 2016

Auch Zuhause kann es schön sein

By On März 31, 2016
Eigentlich dachte ich, dass mein mehr als 2-wöchiger Heimatbesuch mehr als genug sein würde, doch da habe ich mich gewaltig getäuscht. Ich bin voll ausgebucht mit den Besuchen meiner Liebsten (Freunde, Familie, Ex-Arbeitskollegen,...). Ich wünschte ich hätte mehr Zeit. Wenn ich daran denke, dass es am Dienstag schon weiter nach Zentralamerika gehen wird, werde ich fast ein bisschen wehmütig. Ich genieße die Zeit hier in Österreich momentan sehr. Angefangen hat es mit einigen tollen Tagen bei meiner absoluten Busenfreundin Anna, weiter ging es über eine lustige Verwandtschaftsfeier (ja Mami hat nun schon ganze 50 Lebensjahre am Buckel) und endlosen Treffen mit meinen liebsten Freunden. Danke euch allen für die schönen letzten Tage! Und sorry, dass ich es nicht schaffte mit euch allen genügend Zeit zu verbringen. Aber: ich komme wieder ;)

Manchmal frage ich mich ob die letzten 6 Monate nicht doch nur ein Traum waren. Die Zeit verging einfach so schnell und seit ich wieder in Österreich bin, fühlt sich meine Reise durch Afrika so unwirklich an... so weit weg. Es war dort einfach eine komplett andere Welt, die sich mit unserem Leben nur schwer vergleichen lässt. Aber ich werde die Erfahrungen und Bekanntschaften dort sicher nie vergessen. Wenn man plötzlich wieder zu Hause ist, kommt einem alles vor wie es immer war.

Doch das harte Traveller-Dasein geht weiter. Das Abenteuer meines Lebens braucht eine Fortsetzung.  Die nächsten Wochen, Monate oder vielleicht sogar Jahre (wer weiß?!) werde ich mein komplettes Leben wieder auf meinem Rücken tragen. Ich werde aus meinem Rucksack leben und nicht wissen wo ich morgen schlafen werde. Fantastische Bekanntschaften werden wieder meine Wege kreuzen und ich werde Dinge erleben, die ich noch nie zuvor erlebt habe. Ich werde Sachen machen, von denen ich mir nie gedacht hätte, dass ich so etwas jemals machen, geschweige denn mir wagen würde. Ich werde wieder zum Nomaden!

Ich freue mich schon wieder über zahlreiche Blogleser.

Eure Michi :)



Samstag, 26. März 2016

Route Afrika

By On März 26, 2016





Donnerstag, 24. März 2016

ROUTE SÜDAFRIKA/ LESOTHO

By On März 24, 2016
NAMIBIA - Kapstadt - Melkbosstrand - Port Elizabeth - East London - Kokstad - LESOTHO  - Qachas Nek - Ha Moshebi - Sehlabathebe - Qachas Nek - Maseru - SÜDAFRIKA - Johannesburg - ARABISCHE EMIRATE




Dienstag, 22. März 2016

Fragen über Fragen nach 6 Monaten Backpacking in Afrika

By On März 22, 2016
Den ersten Kontinenten meiner Reise habe ich nun hinter mir. Ganze sechs Monate ging es für mich und meinen Rucksack quer durch Afrika. Gestartet habe ich in Uganda und machte mich dann über den Landweg auf bis nach Südafrika. Ich traue mich zu behaupten, dass es die beste Zeit meines Lebens war. Natürlich wurde ich sogleich mit unzähligen Fragen bombadiert. Hier habe ich für jeden den es interessiert die wichtigsten nochmals aufgelistet:


1. Wie ging es dir mit dem alleine reisen? Bereust du es?

Natürlich hat man beim Alleinereisen manchmal das Gefühl von Einsamkeit. Vor allem am Anfang meiner großen Reise hatte ich teilweise mit Heimweh und Einsamkeitsgefühlen zu kämpfen. Nach ungefähr einem Monat war das jedoch kein Thema mehr. Wahrscheinlich musste ich erst ein wenig lernen alleine zu sein und mit mir selbst klar zu kommen. Zu Hause hat man schließlich meist Freunde und Familie um sich herum. Das ist am Anfang schon eine krasse Umstellung wenn man plötzlich weiß, dass man nicht einfach Mama oder Papa anrufen kann wenn man Hilfe braucht. Man muss plötzlich alles alleine regeln. Das Gute daran ist, dass sich mit der Zeit mein Selbstvertrauen enorm gesteigert hat. Ich musste so viele schwierige Situationen ganz alleine meistern ohne dass irgendjemand an meiner Seite stand. Ich merkte plötzlich wozu ich eigentlich fähig bin.
Ich kann also sagen, dass ich es definitiv nicht bereue alleine losgezogen zu sein. Ganz im Gegenteil, diese Erfahrung war extrem wichtig für mich und ich freue mich schon richtig Anfang April alleine nach Zentralamerika zu starten. Außerdem habe ich supertolle Reisebekanntschaften gemacht, mit denen ich auch Teilabschnitte meiner Reise bewältigt habe. Viele meiner Bekanntschaften hätte ich höchstwahrscheinlich gar nicht gemacht, wenn ich nicht alleine unterwegs gewesen wäre.
Es gibt natürlich auch ein paar klitzekleine Nachteile: Wenn es einem schlecht geht, ist oft keiner da um einen zu trösten oder Zuspruch zu leisten und man hat niemanden mit dem man diese tollen Erfahrungen teilen kann.
Im Endeffekt bin ich aber unheimlich stolz auf mich, die letzten 6 Monate so gut bewältigt zu haben und mich nicht von Aussagen wie "Afrika alleine als Frau ist doch viel zu gefährlich" abschrecken lassen zu haben. Ich kann jeden Einzelnen nur ermutigen, es einmal zu versuchen, alleine zu verreisen.


2. War Afrika gefährlich? Hast du dich in irgendwelchen Situationen unwohl gefühlt?

Das Afrika, das die meisten von uns kennen kommt aus irgendwelchen Medienberichten, die geprägt sind von Hungersnöten, Kriegen und schweren Krankheiten. Leider vermitteln uns diese ein falsches Bild von diesem wundervolle Kontinenten.
Für mich persönlich gab es keine einzige Situation, in der ich mich ernsthaft bedroht oder unsicher gefühlt hätte. Mir wurde zwar einmal das Handy gestohlen und einmal ein kleiner Betrag an Geld. Dabei muss ich anmerken, dass ich oft wirklich nicht gut genug aufgefpasst habe. Und immerhin gibt es wirklich Schlimmeres als das. Ich wurde niemals bedroht oder mit Waffengewalt ausgeraubt.
Klar fällt man als Weiße teilweise sehr auf und zieht auch Aufmerksamkeit auf sich. Die Menschen haben sich aber großteils sehr freundlich und höflich mir gegenüber verhalten. Wichtig ist bloß, nicht zu viel ungewollte Aufmerksamkeit durch einen zu freizügigen Kleidungsstil oder Wertsachen, die man offen zur Schau stellt, zu erregen. In muslimischen Ländern hatte ich immer meine Knie und Schultern bedeckt. Man sollte auch keinen allzu auffälligen Schmuck tragen.
Im Großen und Ganzen habe ich mich vor allem in Ostafrika sehr sicher gefühlt. Wenn ich mich verlaufen hatte oder sonstige Hilfe brauchte, standen mit die Einheimischen wirklich mit Rat und Tat zur Seite und waren durchwegs außergewöhnlich freundlich.
Auch beim Ausgehen habe ich anfangs mit mehr Zudringlichkeiten der afrkanischen Männer gerechnet. Dabei waren diese zu meinem Erstaunen eher zurückhaltend. Klar wird man sehr oft angesprochen, doch großteils reicht ein klares "nein" um sie abzuweisen. Heiratsanträge gab es natürlich unzählige, aber ich denke solche Situationen kann man auch mit ein wenig Humor meistern.
Das erste Mal Gedanken über meine Sicherheit habe ich mir in Südafrika gemacht. Man hat mich mehrmals gewarnt nicht alleine auf den Straßen in bestimmten Stadtteilen von Kapstadt oder Johannesburg herumzulaufen, nicht in irgendein Taxi zu steigen, nicht in die Townships zu gehen, bei den Bankomaten vorsichtig zu sein, keine Handtaschen mitzunehmen usw. Ich hatte glücklicherweise überhaupt keine negative Erfahrungen dort, obwohl ich mich nicht immer zu hundert Prozent an die wohlgemeinten Ratschläge gehalten habe.
Ich würde sagen, mit den üblichen Vorsichtsmaßnahmen und ein wenig Hausverstand kommt ihr in Afrika gut durch. Ich habe auch von anderen Reisenden wenig richtig schlimme Stories gehört.

3. Wieviel Geld hast du ungefähr ausgegeben?

Ich mache jedes Monat eine kleine Abrechnung. Man kann sagen, dass ich so 300-700 Euro im Monat brauchte. Ich habe natürlich viel couchgesurft und in Uganda teilweise gearbeitet und dafür gratis Unterkunft und Verpflegung bekommen. Außerdem habe ich mich immer mit dem billigsten Transportmittel fortbewegt, auch wenn dieses um Einiges ungemütlicher war und länger brauchte als ein vergleichbar teureres. Ich habe teilweise in fast schon schäbigen Unterkünften mit Ratten und Mäusen geschlafen, die jedoch nur ca 1 Dollar pro Nacht kosteten. Das ist wahrscheinlich nicht für jedermann was. Zwischendurch gab ich aber trotzdem viel Geld aus, weil ich einfach wieder einmal etwas Luxus wollte. Vor allem in den Städten gab ich Einiges für Essen und Shoppen aus. Zudem machte ich auch ein paar Aktivitäten, die nicht gerade billig waren wie zB das Raften am Nil. Was hier in diesem Betrag nicht inkludiert ist, sind Sonderausgaben wie der Heimflug, der Flug nach Costa Rica und die Anschaffung eines neuen Handys.

4. Freust du dich, dass du nun für einen kurzen Besuch zu Hause bist? Würdest du am liebsten gleich hier bleiben? Oder plagt die das Fernweh schon wieder?

Ich freue mich unheimlich alle meine Freunde und Verwandten wieder zu treffen. Vor allem bedeutet es mir sehr viel am 50. Geburtstag meiner Mami dabei sein zu können. Dass ich am liebsten gleich hier bleiben möchte, könnte ich nicht behaupten. Mich plagt das Fernweh jetzt schon wieder, obwohl ich erst ein paar Tage zu Hause bin. Das Reisen macht leider süchtig. Einerseits trauere ich noch Afrika nach, andererseits freue ich mich schon sehr auf Zentralamerika.

5. Denkst du es wird schwer für dich sein in Österreich wieder Fuß zu fassen wenn du von deiner Weltreise zurück kommst?

Ich glaube es wird definitiv nicht einfach werden. Bereits viele Reisende, mit denen ich gesprochen habe, berichteten von einer Art Heimkommensdepression. Beim Reisen ist man total ungebunden und frei, man weiß nie was der nächste Tag bringt. Es gibt keine Routine und keinen Alltag. Jeder Tag steckt voller neuer Abenteuer, Bekanntschaften und Erlebnisse. Zu Hause ist alles geregelt. Man kennt oft den kompletten Tagesablauf, da er immer derselbe ist. Außerdem hat man beim Reisen so viele tolle Sachen erlebt, so viel Leid gesehen usw, dass man sich zu Hause vielleicht sogar unverstanden fühlt. Ich glaube, das Heimkommen wird auf alle Fälle schwer, aber wir werden sehen ;)

6. Was waren deine Top Erlebnisse?

Es gibt einfach zu viele einzigarte und unvergessliche Erlebnisse, die ich hatte. Hier ein paar Beispiele:
- Das Unterrichten in einer Baby-Class in Uganda - die kleinen waren 3-5 Jahre alt, oh Mann, das war anfangs ein ordentliches Chaos
- Das Trinken von frischem Ziegenblut mit dem Massai-Stamm in Tansania => Reisebericht Ziegenblut, => Video: Massai schlachten Ziege
- Jagen mit dem Hadzabe-Stamm in Tansania. Das war eine komplett andere Welt, diese Menschen wohnen noch in Höhlen und leben nur vom Jagen und Sammeln. => Reisebericht Hadzabe-Stamm, => Video: Hadzabe-Stamm
- Die Bergtour und die traditionellen Bergdörfer in Lesotho. Die Menschen hier leben teilweise sehr abgeschieden, jedoch in den eindrucksvollsten Gegenden. Bei meiner Wanderung durch Lesotho habe ich übrigens in einer Höhle geschlafen und die ganze Nacht Angst davor gehabt, dass irgendeine Giftschlange in meinen Schlafsack krabbelt. => Reisebericht: Wandern in Lesotho
- Die unglaubliche Gastfreundschaft, die ich in ganz Afrika erleben durfte, vor allem auch durchs Couchsurfen.

Für Afrika Interessierte

Denjenigen, bei denen ich Interesse für einen Backpacking Trip nach Afrika wecken konnte, kann ich ein ganz tolles englisch-sprachiges E-Book wärmstens empfehlen, welches mich selbt auch sehr ermutigt hat und obendrein hilfreiche Tipps zu bieten hat: "Backpacking Africa for beginners".
Weitere Tipps und Tricks erfahrt ihr auf der Website: www.backpackingafricaforbeginners.com

Ich selber schreibe übrigens auch gerade an meinem ersten E-Book, in welchem es über meine sechs Monate in Afrika gehen sollte. Es liefert allen notwendigen Informationen, die man für so eine Reise benötigt und beinhaltet jede Menge spannender Stories, die ich dort erlebte. Wenn ihr gerne darüber informiert werden wollt, wann es soweit ist, schreibt mir einfach kurz eine Mail:
michiumdiewelt@yahoo.com


Abschied von Afrika

By On März 22, 2016
14.03.2016
Nun ist die Zeit gekommen Afrika zu verlassen - heute geht es wieder Richtung heimwärts. Mein Herz blutet richtig. Knappe 6 Monate habe ich nun auf diesem faszinierendem Kontinent verbracht. Die Zeit verfliegt leider nur so ich - keine Ahnung wo die letzten Monate hin sind.  Ich habe Afrika sehr in mein Herz geschlossen. Ich hätte am Beginn meiner Reise nie gedacht, dass mich dieser Kontinent so in seinen Bann ziehen würde. Selten zuvor habe ich so viel Gastfreundschaft und Freundlichkeit erlebt. Ich konnte lockeren, gelassenen Lebensstil der Afrikaner genießen und viele Freunde fürs Leben finden.
Ich freue mich schon wieder sehr auf einen kurzen Besuch zu Hause bei meinen Freunden und meiner Familie. Obwohl im Moment die Traurigkeit überwiegt. Wenn ich zurückdenke an all die unglaublichen Erfahrungen und Abenteuer, die ich in den letzten Monaten gemacht habe, an meine supertollen Reiseabschnittsbegleiter und generell an all die hilfsbereiten und liebenswürdigen Menschen, die ich kennengelernt habe und vielleicht nie wieder sehe, bekomme ich fast ein wenig nasse Äuglein.
Ich hoffe, dass ich mit meinen Reiseberichten euer Interesse an diesem faszinierenden und geheimnisvollen Kontinent wecken konnte.
In 3 Wochen geht das Abenteuer weiter - Costa Rica ich komme! :)

Dienstag, 15. März 2016

20,5 Stunden in Abu Dhabi

By On März 15, 2016
Gestern hat mich Itu (der Uber Fahrer) um 16 Uhr abgeholt und mich zum Flughafen gebracht. Der Kerl ist wirklich ein Herzstück.
Nun begann meine elendslange Reise:  Montag,19:40 Uhr Start in Johannesburg; Dienstag, 06:00 Uhr morgens Ankunft in Abu Dhabi, Aufenthalt: 20,5 Stunden!!!; Mittwoch 02:30 morgens Abflug von Abu Dhabi; Mittwoch, 06:00 Uhr Ankunft in Wien. Verrückt oder? Aber dafür war dieser Flug um einiges billiger, als all die schnelleren Verbindungen, die ich finde konnte.
Ich habe mir eigentlich vorgenommen in meinem über 20 stündigen Aufenthalt in Abu Dhabi  die Stadt zu erkundschaften, aber dadurch, dass ich im Flieger nicht eine Sekunde schlafen konnte, war ich ziemlich fertig. Ich bekam netterweise gratis Frühstück, Mittagessen und Abendessen am Flughafen aufgrund der langen Zwischenlandung. Der heutige Tag am Flughafen bestand aus herumlümmeln, irgendwie schlafen versuchen, essen, schaufensterbummeln und Internet surfen. Morgen früh komme ich in Wien bei meiner geliebten Anna an. Ich freue mich schon auf sie :)

Sonntag, 13. März 2016

Mein allererstes Fußballspiel und weitere Großstadtabenteuer

By On März 13, 2016
Mein Gastgeber Daniel hat mich gestern ein wenig in der Stadt herumgeführt. Wir genossen ein leckeres Mittagessen in einem mosambikanischen Restaurant.

Am späteren Nachmittag traf ich mich mit Patrick. Wir hatten mit dem "Itu", dem Uber-Fahrer von gestern ausgemacht, dass er mit uns eine kleine Stadtrundfahrt macht. "Jason", der im Hostel von Patrick wohnt, schloss sich uns an. Zuerst fuhren wir in einen Stadtteil namens "Alexandra". Dies ist wohl eines der ärmsten und gefährlichsten Gebiete im ganzen Land. Allein hier leben ca 400.000 Menschen, laut Itu ausschließlich Schwarze. Man sollte hier eigentlich zu keiner Tages- oder Nachtzeit herumspazieren und schon gar nich mit einer Handtasche oder irgendwelchen Wertgegenständen. Man würde mit ziemlicher Sicherheit ausgeraubt werden. Man sieht hier Wellblechhütten soweit das Auge reicht, jede Menge Müll auf den Straßen und ausschließlich schwarze Menschen.
Danach kamen wir in ein weiteres gefährliches Viertel, in dem es ziemlich geschäftig zuging. Man könne hier zwar herumgehen, aber müsste höchste Vorsicht walten lassen. Itu klärte uns über junge Männer - er nennt sie die "Chillers" - auf, die meistens irgendwo am Straßenrand herumstehen und sozusagen chillen. Sie tragen meist Hüte oder Kappen und scannen die vorbeigehenden Menschen. Sie halten Ausschau nach Wertgegenständen, Handys und Geldbörsen. Anscheinend sind sie sehr geschickt in dem was sie tun. Itu zeigte uns jede Menge dieser Chiller, da er diese recht rasch erkennen kann. Meist handeln sie zudem noch mit Drogen. Nicht selten arbeitet sogar die Polizeit mit diesen Männern zusammen. Ziemlich krasse Vorstellung.

Für den Abend plante Patrick bei einem Fußballspiel zuschauen zu wollen. Da ich so etwas eigentlich noch nie im Leben gesehen habe, beschloss ich mitzukommen. Auch Jason folgte uns. Ich bereue diese Entscheidung nicht. Die Stimmung war einfach hammer. Es spielten die "Orlando Pirates" gegen die "Jomo Cosmos". Die Pirates gewannen mit 5:0. Die Masse flippte völlig aus. Es wurde getanzt, gesungen und geschrien. Ich glaube in Zukunft werde ich mir öfters Fußballspiele ansehen. Patrick meinte zwar, dass hier in Afrika um einiges ausgelassener gefeiert wird als bei uns zu Hause. Interessanterweise waren wir auch die einzigen Weißen beim Spiel. Wir freundeten uns mit ein paar Einheimischen an, die uns ihre sozusagene Stammbar zeigten. Es war bloß eine kleine Bar und natürlich wieder bloß Schwarze und ausgelassene Stimmung. Ich liebe es! Es wurde noch eine lange und lustige Nacht. Vor allem Jason sorgte für lustige Unterhaltung, da er anscheinend nie Alkohol trinkt und wir ihn aber für ein Bier überreden konnten. Plötzlich fing ihm das Zeugs doch glatt zu schmecken an.
=> Video zum Fußballspiel

Der heutige Tag verlief dementsprechend gemütlich.

Alexandra:







Jason, Patrick, ich und Itu

Fußballspiel:








Freitag, 11. März 2016

Jo'burg ich komme!

By On März 11, 2016
Gestern hatte ich dringend einen Erholungstag nötig - und den gönnte ich mir auch.

Heute ging mein Tag um 3 Uhr morgens los. Um 4 Uhr holten mich Dee und ihr Freund aus Luxemburg ab und nahmen mich mit nach Johannesburg. Ich bin schon sehr gespannt auf diese große Stadt. Sie hat vor allem den Ruf sehr gefährlich zu sein, anscheinend sogar eine der gefährlichsten Städte der Welt. In gewissen Gegenden sollte man sich weder nachts noch tagsüber aufhalten. Die Kriminalität und die Gewaltbereitschaft sei teilweise sehr hoch und die Polizei überfordert. Außerdem werden die Polizisten unterbezahlt, was zur Folge hat, dass sie sich meistens auch nicht um die Aufklärung solcher Verbrechen bemühen.

In Joburg konnte ich einen supercoolen Couchsurfing Gastgeber namens Daniel finden. Wieder ein total verrückter Kerl, dessen Leben großteils aus Parties zu bestehen scheint. Trotz dessen ist er superlieb und ein hervorragender Gastgeber.
 Patrick (der Deutsche, den ich auf Sansibar kennengelernt habe) ist auch gerade in der Stadt und wir hatten einen lustigen Abend mit einem Uber-Fahrer.

Mittwoch, 9. März 2016

Abenteuer in den Bergen Lesothos

By On März 09, 2016
Die letzten Tage sind eindeutig Teil mein er Top 10 Erlebnisse in Afrika. Als ich Montag frühmorgens in der Hütte von Patrick aufwachte und die Haustüre öffnete ging soeben die Sonne auf. Die Berge und Hügel ringsherum erstrahlten im Morgenlicht und es war so wunderbar ruhig. In Ha Moshebi gibt es nur wenige Häuschen und alle sind ein gutes Stück voneinander entfernt. Ein kleiner Junge ritt auf einem Pferd an mir vorbei. Er war in warme Decken eingehüllt. In Lesotho kann es nachts kalt werden. Das Einhüllen in Decken gehört zum typischen Erscheinungsbild der Bewohner der Bergdörfer hier. Meist haben sie noch eine Wollmütze auf, einen Stock in der Hand und tragen Gummistiefel.

Patrick erwachte ebenfalls, er schlief in der Nebenhütte (sein Zuhause besteht aus 3 Hütten). Er meinte ich soll es mir gemütlich machen, er würde sich inzwischen auf die Suche nach einem Esel machen, der unsere Lasten auf der Wanderung tragen sollte. Als er zurückkam erklärte er mir, dass wir doch keinen Esel bräuchten, da wir nicht so viel zu Tragen hätten. Ursprünglich wollten wir ja mehrere Tage in den Bergen verbringen, aber da der Wetterbericht ab Dienstag viel Regen voraussagte, beschlossen wir nur eine Nacht auszubleiben.

Wir durchquerten jede Menge kleiner Bergdörfer, die bloß aus ein paar Häusern bestanden. Jede Familie hat meist ein Steinhaus, in dem geschlafen wird. Daneben steht eine runde Lehm- oder Steinhütte mit Strohdach, welche als Küche dient. Zirka 100m vom Haus entfernt ist eine kleine Holzhütte in der sich das Plumsklo befindet. Wir machten bei einigen seiner Freunde Halt, um kurz "Hallo" zu sagen. Es war natürlich die Attraktion schlechthin eine Weiße bei sich Zuhause zu haben, da es für die meisten das erste Mal war. Ich wurde herzlichst begrüßt und mit leckerem Essen verwöhnt. Auch hier ist das Hauptnahrungsmittel ein Brei aus Maismehl und Wasser, welcher in Lesotho "Papa" genannt wird. Ich bekam Papa mit grünem Spinatzeugs serviert. Schön langsam gewöhne ich mich an diesen Brei, egal ob man ihn Posho, Ugali, Nshima oder Papa nennt. Gegen Mittag kamen wir am letzten Dorf vorbei. Dann ging es weiter über hügelige Landschaften in eine Schlucht, wo ein Fluss fließt. Eine absolut eindrucksvolle Gegend. Zeitweise kamen uns Hirter oder Männer auf ihren Pferden entgegen. Um ca 15 Uhr fanden wir einen Felsvorsprung, der uns als Schlafplatz perfekt erschien. Wir konnten dort sogar etwas Stroh finden, das wir als Matratze benutzten. Außerdem hatten Hirten aus Steinen eine kleine Mauer gebaut, die uns Schutz vor dem teilweise recht starken Wind bieten sollte. Wir entdeckten an den Felswänden sogar uralte Felsmalereien. Patrick relaxte erstmals ein wenig und machte ein Lagerfeuer während ich dem Fluss nicht widerstehen konnte und ein erfrischendes  Bad nahm. Nach einer leckeren Nudelsuppe über dem Feuer gekocht machte ich mich auf Erkundungstour durch die imposanten Schluchten. Es wurde schön langsam dämmrig und ein Gefühl tiefster Zufriedenheit durchströmte mich. Dieses Fleckchen Erde hatte zu diesem Zeitpunkt etwas richtig Magisches. Es war einer dieser Momente, in denen man weiß warum man reist. Es gibt so viele wunderschöne unentdeckte Fleckchen auf dieser Erde. 

Patrick hatte sich schon große Sorgen um mich gemacht, da es schon dunkel war als ich zurückkam. 

Die Nacht verlief ruhig, ohne Regen und ohne Sturm. Mein Schlafsack hat auch gute Dienste  erwiesen, ich habe nicht gefroren. Dafür raubte mir eine plötzliche Schlangenparanoia den Schlaf, da wir die letzten Tage zu viel über Giftschlangen in Afrika diskutiert hatten. Im Endeffekt waren es aber die Esel, die mir einen richtigen Schreck versetzten. Die Tiere standen direkt vor mir und schnaubten laut. Ich mahte sofort meine Taschenlampe und und konnte nur ihre leuchtenden Augen in der Dunkelheit sehen. Patrick wachte auch auf und musste herzhaft lachen. Er schlief bloß in eine Wolldecke eingewickelt. Leider war es am Morgen bereits wolkig und es begann schon bald ein wenig zu nieseln. Wir beschlossen deshalb heute keine große Tour mehr zu machen. Am Rückweg begann es dann ordentlich zu schütten. Wir mussten teilweise bei anderen Familien unterstehen, um nicht komplett durchnässt zu werden. Am späten Nachmittag wieder bei Patrick zu Hause angekommen, wärmten wir uns mit heißem Tee. Das einzige Komplizierte an diesem Leben in einfachen Bergdörfern in Lesotho ist die Stromversorgung. Es haben ja wie gesagt nur wenige Häuser Solar, aber auch diese funktionieren nur wenn die Sonne scheint. Da es den ganzen Tag bewölkt war, hatte ich nirgends Glück mein Handy zu laden. Wir suchten sogar noch die sozusage Dorfkneipe auf, dort hätten sie wohl einen Generator. Doch zu früh gefreut, auch dieser war defekt. Ich möchte nicht behaupten, dass mein Handy lebensnotwendig ist. Ganz im Gegenteil, es ist sogar superentspannend, wenn das  Teil ein paar Tage aus ist. Der einzige große Nachteil ist, dass ich keine Fotos machen kann. Das ist für mich eines der wichtigsten Dinge, da es die einzigen Erinnerungen vom Reisen sind, die wirklich bleiben. 

Den Abend ließen wir gemütlich ausklingen und kochten... was wohl? Papa (Maismehlbrei) natürlich! Und dazu gabs Hühnchen.

Heute Morgen begann mein Tag zeitig um 4 Uhr, da es hieß, dass wohl um 5 Uhr ein Minibus Richtung Qachas Nek fahren würde. Leider gibt es bloß einmal am Tag einen Transport dorthin. Ich stand eine geschlagene Stunde im Regen und es war richtig eiskalt, bis dann das Gefährt um 6 Uhr endlich eintrudelte. Gegen 9 Uhr kam ich in Qachas Nek an und wollte gleich weiter nach Maseru. Bis spätestens Freitag möchte ich nämlich Johannesburg erreichen. Ich habe mich vorher noch mit Tyler getroffen, da ich ein paar Sachen bei ihm lagerte. Als ich zurück am Taxipark war, war es ersmals richtig schwierig jemanden zu finden, der englisch sprechen konnte und verstand was ich wollte. Letztendlich erklärte mir eine hilfsbereite ältere Dame, dass es heute keinen Minibus nach Maseru mehr geben würde. Was nun? Autostoppen? Nein, dazu hatte ich keine Lust mehr, ich war ziemlich fix und foxi nach den Anstrengungen der letzten Tage. Ich suchte mir eine günstige Unterkunft und wollte gerade das Zimmer beziehen, als eine ältere Dame nach mir rief. Sie würde jetzt nach Maseru fahren und hatte gehört, dass ich auch dahin will. Sie würde mich mitnehmen. Kann man so viel Glück haben? Und noch dazu mit einem Auto, das heißt, wir werden nur ein paar Stündchen brauchen um dort anzukommen. Die Dame war superlieb und meinte dann sogar noch, dass ihre Tochter "Dee", die in Maseru lebt, am Freitag Morgen mit ihrem Freund nach Johannesburg fahren würde und sie mich bestimmt mitnehmen könnte. Der liebe Gott scheint es wirklich gut mit mir zu meinen, so viele glückliche Zufälle auf einmal erlebt man wirklich nicht alle Tage. Die Dame gab mich dann in Maseru an Dee weiter, die sich mit mir sogar noch auf Herbergensuche machen wollte. Dee arbeitet für die UN und hatte noch ein kurzes Meeting, auf das ich sie begleiten sollte. Oh nein - ich war verschwitzt, das letzte Mal gewachen habe ich mich als ich im Fluss schwimmen war, ich hatte noch die Bergschuhe an und meine Klamotten waren schmutzig. Ich versuchte ihr das auszureden, doch sie meinte das sei alles überhaupt kein Problem. Als ich mit ihr den Raum, in dem das Meeting stattfand betrat, wurde mir ganz anders. Ungefähr dreißig richtig vornehm gekleidete Menschen saßen an einer Tafel. Plötzlich richteten sich alle Blicke auf mich. Ich fühlte mich, als wäre ich im falschen Film und hoffte nur, dass mich der Erdboden irgendwie verschlucken würde. Dee bat mich dann zu allem Überfluss noch, mich kurz vorzustellen. Das Meeting dauerte zum Glück nur 30 Minuten und es wurden irgendwelche politische Themen diskutiert. Ich war ziemlich froh als der Zauber vorbei war. Dee lud mich dann sogar noch ein, bei ihr und ihrem Freund schlafen zu können, doch das lehnte ich dann ab, da ich mich sehr nach etwas Ruhe für den morgigen Tag sehne. Wir fanden eine schöne Herberge für mich und Dee konnte sogar den Preis runterhandeln, da sie den Besitzer kennt.
Das Leben kann so schön sein :) Gute Nacht!

Ein Mädchen aus einem der Nachbardörfer ringsum

diese Dame braut lokales Bier

Augustinus mit seiner Mama


ein weiterer Nachbar Patricks




Patrick beim Durchqueren des Flusses


Ruinen

alte Felsmalereien 

unsere Schlafstätten: ich hinter der ersten Steinmauer, Patrick hinter der zweiten ;)


unsere Feuerstelle 




diese Esel waren die Einzigen, die unsere Nachtruhe störten

eindrucksvolle Felsformationen



die Straßen Lesothos



Junge in traditioneller Kleidung 







Sonntag, 6. März 2016

Ha Moshebi Village

By On März 06, 2016
Mittags sollte ein Minibus Richtung Ha Moshebi starten. Tyler warnte mich bereits, dass die Straßenverhältnisse dorthin mirserabel seien - unasphaltierte steile Bergstraßen. Teilweise müssten sogar alle Passagiere das Fahrzeug für eine kurze Strecke verlassen, da es sonst zu viel werden würde für den Minibus. Tyler hatte recht, die Fahrt war mehr als holprig und wir mussten tatsächlich mehrmals stehen bleiben, da das Gefährt nicht mehr weiter kam. Am Straßenrand ging es teilweise hunderte Meter steil bergab - ohne jegliche Sicherungen. Das hielt den Fahrer aber nicht davon ab in einer halsbrecherischen Geschwindigkeit zu fahren. Wir durchquerten winzige Bergdörfer, wo Hirten ihre Kuh- und Schafherden hüteten. Außerdem kamen wir an richtig  atemberaubenden Gegenden vorbei. Das Königreich Lesotho ist auf alle Fälle ein großer Kontrast zu Südafrika.
Das richtig Unangenehme an der Busfahrt war die ohrenbetäubend laute Musik, die in Kombination mit den schlechten Boxen einfach nur grausam war.

In Ha Moshebi, einem 140 Mann Dorf, angekommen, erwartete mich Patrick bereits und führte mich noch kurz in die Dorfkneipe. Dort traf ich zu meinem Erstaunen einen jungen Mann aus den USA. Auch er leistet Freiwilligendienst hier. Er ist bereits seit einem Jahr in dem Dorf und meinte, ich sei die erste Weiße, die er hier sieht. Nach einer netten Unterhaltung brachte mich Patrick in sein simples Zuhause. Er ist ein superlieber Kerl und überließ mir sogar sein Bett. Manche Hütten im Dorf haben Solar, ansonsten gibt es hier aber keinen Strom. Die Gegend ringsherum ist einfach nur faszinierend: Berge soweit das Auge reicht und Hirten, die zumeist mit auf einem Pferd reitend unterwegs sind und sich mit Wolldecken vor der Kälte schützen. Zum Abend hin wirds hier ordentlich kalt und dann ging auch noch ein heftiges Gewitter nieder. Ich freue mich schon auf unsere morgige Tour.

"Ha Moshebi" Village - Patricks Grundstück 

Ausblick von Patricks Haus aus


hier durfte ich schlafen


Samstag, 5. März 2016

Welcome to Lesotho

By On März 05, 2016
Ich habe schon lange nicht mehr so gut geschlafen wie diese Nacht. Gleich am Morgen holte mich Piet ab und führte mich auf seine Farm. Ich war mehr als beeindruckt, alles im Öko-Stil und jede  Menge freilaufender Tiere. Piet scheint sehr kreativ und intelligent zu sein, er hat viele interessante Projekte am laufen. Er hat beispielsweise eine eigene Währung für Kokstad erfunden, welche mittlerweile schon in einigen Shops hier akzeptiert wird. Wir besuchten noch einen Farmermarkt und trafen auf viele Freunde von Piet. Einer davon, er heißt Rex, gab mir wertvolle Tipps für Lesotho. Er ist auch begeisterter Bergsteiger und erzählte mir von einem sehr traditionellen Dorf in Leshoto von wo aus man die besten Touren machen könnte - ein sozusagenener Geheimtipp, da Touristen dort selten hinkommen. Ich war natürlich sofort Feuer und Flamme für dieses Vorhaben. Rex kennt einen Einheimischen namens Patrick in dem Dorf und telefonierte sogleich mit ihm. Dann eröffnete er mir meinen Plan für die nächsten Tage. Morgen sollte ich versuchen irgendwie in das Dorf von Patrick zu gelangen. Übermorgen wird die Tour dann starten. 3 Tage Bergsteigen seien geplant. Patrick wird noch einen Esel besorgen, der die Lasten trägt. Schlafen werden wir unter freiem Himmel. Wow ich freue mich jetzt schon auf dieses einzigartige Abenteuer.
Mittags machte ich mich mit Minibussen Richtung Lesotho auf. Die weißen Südafrikaner finden das zwar immer etwas suspekt und gefährlich, dass ich mich mit Minibussen fortbewege, da dieses Transportmittel hier eigentlich nur die Schwarzen benutzen. Aber gerade das reizt mich. Es war endlich wieder einmal ein richtig afrikanisches Erlebnis: maßlos überfüllter Minibus, halsbrecherische Geschwindigkeiten und Insassen, die sich wunderten was denn die Weiße hier macht.

Der Grenzübergang nach Lesotho war völlig komplikationslos. In Qachas Nek angekommen wurde ich von Lirra und zwei jungen Männern namens Tyler und John am Taxipark abgeholt. Sie alle sind als Freiwilligenarbeiter hier. Wir werden diese Nacht alle vier bei Tyler in der Hütte schlafen. Wir hatten noch einen lustigen Spieleabend. Morgen soll es für mich nach Ha Moshebi weitergehen, von dort aus wird meine Wanderung beginnen.

Lesotho ist übrigens ein Königreich und die Landschaft ist von Bergen und Flüssen geprägt. Im Winter gibt es hier sogar Schnee. Qachas Nek liegt auf knappen 2000m.  Die Bevölkerung ist recht arm, die Arbeitslosenrate beträgt 45%. Außerdem ist die AIDS Rate auch hier beträchtlich, ganze 23% der Erwachsenen sind mit HIV infiziert.

Tylers Hütte

Freitag, 4. März 2016

Unendliche Gastfreundschaft und weiter nach Kokstad

By On März 04, 2016
Gestern Abend überraschte uns noch Warren's Mam mit einem leckeren Abendessen. Dann gings schon bald ab ins Bettchen, denn ich hatte geplant heute so früh wie möglich Richtung Lesotho aufzubrechen.
Ich verbrachte eine unruhige Nacht, da mein Magen wieder einmal verrückt spielte. Ich denke, das sollte mir nun endlich eine Lehre sein, nicht immer alles wie wild in mich hineinzustopfen. Aber essen ist und bleibt einfach eines der schönsten Dinge, die es gibt. 

Patricks Plan war in Richtung Coffee Bay aufzubrechen, das heißt unsere Wege trennten sich heute wieder. Ich werde diesen verrückten Kerl fast ein bisschen vermissen, da unser Humor doch ziemlich auf einer Wellenlänge liegt und die alltäglichen Lachanfälle richtig gut getan haben.

Warren und seine Mutter brachten uns in die Stadt und ließen sich auch nicht davon abhalten uns noch beim Suchen der Busse behilflich zu sein. Leider schien es fast unmöglich Lesotho heute noch zu erreichen, deshalb wird mein heutiger Tagestrip vorerst nur bis Kokstad gehen. 

Im Bus versuchte ich einen Last-Minute Couchsurfing-Gastgeber in Kokstad zu finden. Leider gibt es hier nicht richtig viele Personen, die auf dieser Website angemeldet sind. Ich bekam bloß eine Absage von einem jungen Mann namens Piet, da es seiner Mutter nicht gut gehe. Kurz darauf meldete er sich jedoch bereits wieder und meinte er hätte nun einen Schlafplatz bei einer Freundin organisiert und er würde mich am Busbahnhof abholen. Und siehe da der quirlige junge Mann holte mich doch glatt wirklich ab, lud mich noch auf einen Drink ein und erzählte mir von seinem spannendem Leben als Farmer. Dann brachte er mich zu seiner Bekannten, die am Rande der Stadt in idyllischer Umgebung mitsamt der ganzen Familie wohnt. Sie vermieten kleine Häuschen an Urlauber. Da nicht viel los war, durfte ich eine für mich alleine haben. Dann wollten sie mich noch bekochen usw. Morgen möchte mich dann ein Freund von Piet unbedingt an die Grenze von Lesotho bringen, da er die Minibusse für zu gefährlich hält. Also die Gastfreundschaft hier in Südafrika ist fast unübertrefflich, so etwas erlebt man in Österreich eher selten. Ich bin zutiefst gerührt von so viel Hilfsbereitschaft. Es ist unbeschreiblich auf wie viele wundervolle Menschen ich während meiner Reise bereits getroffen bin. Ich erlebte immer wieder rührende Hilfsbereitschaft und wurde von fremden Menschen wie ein Familienmitglied aufgenommen. Im Moment geht mir eine vor allem eine Frage durch den Kopf: Wie kann ich mich für all das jemals bedanken oder revanchieren?

Donnerstag, 3. März 2016

Auf der Farm bei den Millers

By On März 03, 2016
Die Farm der Millers ist richtig idyllisches Fleckchen ca 15km außerhalb von East London. Wir wurden heute fest zum Arbeiten eingespannt oder besser gesagt fast versklavt. In der brütenden Mittagshitze mussten mussten Patrick und ich ein Loch im Garten graben. Wir wurden dafür mit leckeren Mahlzeiten versorgt, die Warren für uns zubereitete.

Nach getaner Arbeit brachte uns Warren an sein Lieblingsplätzchen. Dort mündet ein Fluss namens "Kwelera" ins Meer. Dieses Fleckchen war wahrlich atemberaubend. Wir wanderten das Flussdelta entlang und staunten nicht schlecht über die abwechslungsreiche Vegetation. Unsere Wanderung artete dann sogar noch in eine Schlammschlacht aus. Warren ist ein richtig verrückter und humorvoller Kerl. Das war wieder ein Traumtag, den ich bestimmt nicht so schnell vergessen werde.

die Farm der Millers

die Farm hat sogar einen Pool

ein kleiner Tümpel in der Nähe der Farm




Kwelera Flussdelta





Patrick, ich, Warren und Warren's Rottweiler





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