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Dienstag, 5. Januar 2016

Auf nach Mbeya

Gestern habe ich mich mittags mit Patrick getroffen, der nun auch in Daressalaam eingetroffen ist. Wir machten uns auf den Weg zum "Ubungo Busbahnhof" um die Tickets nach Mbeya zu kaufen. John hat mich bereits gewarnt, dass es dort ziemlich zugehen würde. Damit hatte er recht. Der Busbahnhof ist riesig. Außerdem wurden wir gleich beim Ankommen von einer Meute umringt, die uns alle ihr Busunternehmen andrehen wollten. Die waren auch wirklich penetrant darin. Wir klapperten einen Großteil der Buchungsbüros ab, die eng nebeneinander stehen. Wir entschieden uns dann für das billigste Busunternehmen. Diese ganze Aktion war wieder eine richtige Tagesaufgabe.

Heute Morgen klingelte um 4 Uhr der Wecker, ich sollte nämlich schon um 5:30 Uhr am Busbahnhof sein. Die Nacht war lang für mich, da stundenlanger Stromausfall war und deshalb der Ventilator nicht funktionierte. Es war dann einfach viel zu heiß zum Schlafen. John war superlieb und ist mit mir gemeinsam aufgestanden. Er half mir ein Bajaji zum Busbahnhof zu finden. Und wieder hieß es Abschied nehmen. Die Bajajifahrt dauerte ca 30 Minuten. Als ich mein Handy aus der Tasche nahm warnte mich der Bajajifahrer, dass dies nachts viel zu gefährlich sei. Immer wieder käme es zu Überfällen, vor allem rund um den Busbahnhof. Mittlerweile habe ich schon von einigen Reisenden gehört, dass es in Daressalaam sehr gefährlich sei und sie bereits ausgeraubt wurden. Ich habe wahrscheinlich bloß immer mehr Glück als Verstand. Auf meiner bisherigen Afrikareise habe ich mich noch kein einziges Mal unwohl gefühlt und ich hatte auch nie das Gefühl, dass es irgendwie gefährlich wäre. Klar darf man nicht leichtsinnig werden. Die üblichen Sicherheitsvorkehrungen muss man immer beachten wie zB nicht zu viel Bargeld dabeihaben, am besten keine Handtasche, keine auffällige Kleidung oder Schmuck... 
Am Busbahnhof angekommen, war Patrick bereits dort. Wir waren wirklich überpünktlich da, nämlich schon um fünf. Wie man sich natürlich vorstellen kann, fuhr der Bus dann doch erst um 7 Uhr los. Dafür steht man in aller Hergottsfrühe auf. 

Ach, bevor ich es vergesse: Sonja ist auch mit uns im Bus. Sie hat mir gestern geschrieben, dass sie einfach heute morgen zum Busbahnhof käme und noch ein Ticket kaufe. Ich hab mir ehrlich gesagt nicht gedacht, dass dies noch klappen würde. Doch das Mädel scheint immer unglaubliches Glück zu haben. Sie kam um kurz vor 6 an und bekam sogar einen Platz in unserem Bus. Noch dazu hat sie sich das frühe Aufstehen und den gestrigen Stress mit dem Ticketkauf erspart.

Stattt den versprochenen 12 Stunden dauerte die Busfahrt fast 16 Stunden. Aber ich muss gestehen, dass ich sowas schon fast erwartet habe. Um kurz nach 22 Uhr kamen wir in Mbeya an und fanden eine günstige Unterkunft für nicht mal 2 Euro die Nacht. Morgen früh werden wir uns gleich nach Malawi aufmachen.

während der Fahrt



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