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Mittwoch, 14. Oktober 2015

Die Regenzeit beginnt



Lehrerdasein

Heute gibts nicht viel Neues. Mein Job als Lehrerin ist ganz schön hart, die Kinder machen teilweise echt was sie wollen und wenn die andere Lehrerin das Klassenzimmer betritt sind sie plötzlich lammfromm. Aber sie sind dann wieder so lieb, dass ich ihnen einfach nicht böse sein kann.

Regen, Regen, Regen

Mittlerweile regnet es von Tag zu Tag immer mehr. Zwar nicht so wie wir es kennen, sondern nur ganz kurz und dafür vollgas mit Blitz und Donner, danach ist der ganze Spuk schon wieder vorbei. Diese kleinen Abkühlungen sind richtig fein. Die Straßen verwandeln sich in einen Fluss mit orangefarbenem Matsch. Das Zeug, das fast lehmartig ist, macht einen ziemlichen Dreck und lässt sich nur schwer abwaschen.

Die drei Waisenjungs hier im Haus sind mir mittlerweile ganz besonders ans Herz gewachsen - das wird ein schwerer Abschied am Samstag, da möchte ich dann nämlich weiterziehen. Die drei Jungs versuchen mich schon zu überreden noch zu bleiben. Wie gern würde ich sie einfach mitnehmen. Mir tun sie doch ein bisschen leid, denn sie werden von Meddys Mutter wirklich hart eingespannt. Wenn ich um 23 Uhr schlafen gehe müssen die Jungs noch abwaschen und den Boden wischen. Und morgens um halb 7 sind sie schon am Wäsche waschen, bevors in die Schule geht. Weiters müssen sie kochen, die Kühe ausmisten, usw. Sie haben weder Spielzeug, noch Klamotten (jeder hat 2 Garnituren Gewand) oder Geld. Meddys Mam ist aber eine herzensgute Frau, sie hat die Kinder bei sich aufgenommen und ermöglicht ihnen eine Schulbildung. 

Nachbarmädchen


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