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Donnerstag, 29. Oktober 2015

Auf nach Fort Portal

Die gestrige Fernsehnacht verlief wieder mal nicht ganz komplikationslos. Als wir um 17 Uhr in der Schule ankamen mussten wir feststellen, dass kein Strom vorhanden ist. Die Schule hat zu wenig Geld um ihn zu bezahlen. Yoshi machte sich auf den Weg um die Stromgebühren zu bezahlen. Letztendlich starteten wir um 20 Uhr mit dem Film. Zwei 18-jährige Deutsche leisten Freiwilligenarbeit an dieser Schule für ein Jahr - sie unterrichten dort. Sie berichteten, dass das Budget der Schule sehr knapp bemessen ist, meist ist viel zu wenig zu essen da. Weiters mangelt es an Lehrern und die Organisation der Schule ist auch ausbaufähig. Eigentlich sollte die Schule um 8 Uhr beginnen, doch viele Lehrer erscheinen einfach erst um 12 oder gleich gar nicht. Es mangelt an Stiften, Papier und Büchern. Die meisten der Schüler sind Waisenkinder und wohnen in der Schule. Außerdem erzählten mir die Deutschen ein paar ihrer negativen Erlebisse, sie wurden beide bereits mehrere Male ausgeraubt, sind aber erst 2 Monate in Uganda. Das Mädchen wurde von einem Boda-Fahrer mit einem Messer bedroht und von der eigenen Gastfamilie ausgeraubt. Die Leute in ihrer Nachbarschaft betteln sie andauernd um Geld an. Also ich muss schon sagen, dass ich enorm viel Glück gehabt habe im letzten Monat hier. Richtig negative Erlebnisse hatte ich nur sehr wenige. Mir wurde noch nie was gestohlen und um Geld gefragt hat man mich auch nur selten. Aber ich denke auch, dass es in Kampala gefährlicher ist als am Land.

Heute morgen musste ich mich leider wieder verabschieden von Yoshi. Ich machte mich auf den Weg zu dem verrückten Busbahnhof in Kampala und konnte glücklicherweise rasch einen Bus nach Fort Portal finden. Das weniger Gute an der Sache war, dass der Bus natürlich erst dann losfuhr als er voll war. Das war wieder einmal eine ordentliche Geduldsprobe für mich denn es dauerte gschlagene 4 Stunden bis wir losfuhren. Mein Plan war es ja vor Einbruch der Dunkelheit in Fort Portal anzukommen. Und als ob das nicht schon genug wäre, laberte mich noch die ganze Zeit ein nerviger Inder voll, der roch als ob er sich schon wochenlang nicht mehr gewaschen habe. Es hat eine Zeit gedauert bis er endlich begriff, dass ich genau null Bock weder auf ein Gespräch mit ihm noch auf seine billigen Anmachsprüche habe. Die Busfahrt nach Fort Portal zog sich ins unendliche: Staus, Unfälle, andauernde sinnlose Stopps - das war wohl nicht so mein Tag heute. Bin dann um 19 Uhr in Fort Portal angekommen und hab dann auch gleich ein günstiges Hostel anfunden. 

Fort Portal ist übrigens wunderschön, es ist sehr hügelig hier und man hat einen tollen Ausblick aufs Rwenzori-Gebirge.

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